BERNINA Nähcenter Zug AG

Die ZAUBER-Formel zur Ideenfindung

18.03.2014 |  Von  |  Selbstmanagement

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Neue Produkte müssen her. Der ständige Trieb, die Gesellschaft, die Technologie und die soziale Interaktion voranzutreiben hält niemals still. Das kann man kritisieren – man kann es aber auch nutzen und für sich arbeiten lassen. Der Markt ist stets offen für neue Ideen. Die muss man aber erst einmal finden. Ob als Selbstständiger, als Start-up oder als Kreativ- und Entwicklungsabteilung in einem Unternehmen: Die Frage „Was geht?“ ist das Feuer, aus dem Ideen geschmiedet werden.

Aber auch wenn man schon hundert tolle Einfälle hatte, irgendwann kommt der Punkt an dem im Kopf nur noch Leere herrscht. Dann geraten viele Kreative in Panik – doch das muss nicht sein. Die erste Botschaft ist: Relax! Das ist so normal wie zwangsläufig. Vielleicht ist einfach mal eine Pause fällig, damit das arme Hirn mal wieder durchatmen kann. Wollen sich aber dauerhaft partout keine Geistesblitze einstellen, kann das hier vorgestellte Verfahren wieder auf die Sprünge helfen.



1. Augen auf, Ohren auf, Mund auf

Wenn man nichts mehr im Kopf hat, dann vielleicht, weil man zu lange nicht nachgetankt hat. Der erste Schritt, um neue Ideen zu bekommen ist deshalb: Rausgehen, einen langen Spaziergang machen. Neben dem Entspannungseffekt kann man dort eines tun: beobachten, und zwar aktiv. Aktives Beobachten bedeutet, dass man versucht, Neues zu identifizieren und Alltägliches aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Dieses Prinzip ist universell anwendbar.

Wichtig dabei ist, das Gespräch mit den Menschen zu suchen, die mittelbar mit der eigenen Arbeit im Zusammenhang stehen. Wo gibt es Probleme mit den bekannten Konzepten? Auf welche Entwicklungen warten die Anwender noch? Was wünschen sich die Zulieferer? Auch wenn noch so unkonkret über den eigenen Arbeitsbereich gesprochen werden kann, wichtig ist, dass man überhaupt redet und beobachtet.

2. Die ZAUBER Formel anwenden



Die Z A U B E R-Formel von Jens-Uwe Meyer, Autor der Fachzeitschrift „Starting Up“, enthält sechs Ansätze, für jeden Buchstaben eine, welche eine Hilfestellung für einen neuen Denkansatz geben können. Diese sechs Ansätze sind:

Zeit sparen: Zeitfresser sind überall. Viele Dinge lassen sich durch ein wenig Nachdenken geschickter, schneller und auch präziser erledigen. In Industriebetrieben ist dieses Potential besonders gross. Die allseits bekannte „Betriebsblindheit“ schleicht sich früher oder später in jeden Arbeitsablauf ein, so dass Potentiale nicht voll genutzt werden. Um Zeitfressern auf die Spur zu kommen, muss man sich Zeit nehmen und – aktiv beobachten.

Angst nehmen: Nichts stresst einen Menschen mehr als das Unbekannte, Undefinierte und Unkontrollierbare. Hier besteht stets ein grosser Markt, bei dem man mit interessanten Produkten, Dienstleistungen und Konzepten für Beruhigung sorgen kann. Angst ist eines der Urgefühle der Menschheit und tritt verschieden in Erscheinung. Die Grundfrage: „Wovor habe ich, meine Kollegen oder meine Kunden Angst?“ führt stets zu Lösungen, die willkommen aufgenommen werden.



Umdefinieren: Einem Gegenstand ist es herzlich egal, wofür er ursprünglich hergestellt wurde. Brach liegende Kapazitäten können deshalb häufig gut reaktiviert und gewinnbringend vermarktet werden, indem man ihr volles Potential erkennt und ihnen eine neue Bedeutung gibt. Das ist zugegebenermassen nicht immer ganz einfach. Dennoch gilt die Feststellung, dass es so etwas wie Müll eigentlich nicht gibt. Jedes Produkt hat seinen Markt, der nur gefunden oder geschaffen werden muss.



Bedürfnisse befriedigen: „Das letzte Unternehmen, welches Kutscherpeitschen hergestellt hat, produzierte mit Sicherheit die besten Kutscherpeitschen, die es jemals gegeben hat.“ Dieses berühmte Zitat aus dem Film „Das Geld anderer Leute“ bringt es auf den Punkt: Nicht was man kann ist wichtig, sondern nur das, was der Markt verlangt. Kernkompetenzen sind schön und gut, sie funktionieren aber nur so lange, wie der Markt sie auch nachfragt. Wandel am Markt sind aber nicht immer zwangsläufig das Ende einer Firma. Wichtig ist, dass man flexibel im Kopf bleibt. Ein Unternehmen, das Kutscherpeitschen herstellen kann, kann ebenso gut Golfschläger oder Regenschirme produzieren.

Ersetzen: Es gibt noch überall Lösungen, die allenfalls brauchbar, aber nicht wirklich befriedigend sind. Dies ergibt sich allein aus der Tatsache, dass noch niemand auf die Idee dazu gekommen ist, sie zu professionalisieren. Hier kann man als Entrepreneur auftreten und die Menschen genau dort abholen, wo sie stehen. Ob als Dienstleistung oder als Produkt, das Entwickeln von professionellen Ersätzen vormals laienhafter Ausführungen ist ein Bereich, der niemals verschwinden wird. Unprofessionelle Detaillösungen sind ein ständiger Begleiter der allgemeinen, technischen Entwicklung. Das kann man zu seinen Gunsten ausnutzen.
Ratschläge geben: Beratungsdienstleistungen sind keine Verlegenheitslösungen, sondern ein ständiger Wachstumsmarkt. Die Desorientierung zwischen der riesigen Auswahl aller Optionen in allen Lebensbereichen führt bei den Konsumenten nur zu einem: Unsicherheit und – Angst. Liegt die entsprechende Qualifikation und Erfahrung vor, kann mit einer Beratungsdienstleistung viel erreicht werden.

Ideen-everything-possible-shutterstock.com

Der einfachste Weg zu einer guten Idee ist, aus einem Topf von Einfällen den besten heraus zu picken. (Bild: everything possible / shutterstock.com)

3. Zur Ideenfabrik werden

Der einfachste Weg zu einer guten Idee ist, aus einem Topf von Einfällen den besten heraus zu picken. Dazu ist es vorher nötig, die Ideen nur so sprudeln zu lassen. Mit den bekannten Brainstorming-Verfahren ist die Generierung von Ideen im Team schon eine gute Sache. Das geht auch für sich alleine, man muss sich nur trauen. Gute Ideen kommen, wenn man dem Gehirn neue Wege zu denken erlaubt. Das sollte man sich nie verbieten.



 

Oberstes Bild: © alphaspirit – shutterstock.com



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