Acht Fehler, mit denen Sie LinkedIn und Xing zu Reputationsfallen machen Teil I: Vier Inhalte, um die Sie sich Sorgen machen sollten

31.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Kommunikation, Web
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Acht Fehler, mit denen Sie LinkedIn und Xing zu Reputationsfallen machen Teil I: Vier Inhalte, um die Sie sich Sorgen machen sollten
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Die beiden Online-Business-Netzwerke LinkedIn und Xing sind inzwischen unverrückbar im Business-Mainstream angekommen und zu essenziellen Informations- und Kommunikationsplattformen für fast alle Branchen geworden. Infolge dessen ist auch die Wahrscheinlichkeit hoch, auf der Basis der eigenen Social Media Präsenz bei Xing und LinkedIn beurteilt zu werden – von zukünftigen Arbeitgebern, potenziellen Kooperationspartnern und eventuellen Neukunden.

Grundsätzlich ist das natürlich der Sinn der Sache; es kann aber auch zur Falle werden. Denn so effektiv beide Plattformen als Multiplikatoren wirken und so budgetfreundlich sie im Empfehlungs-Marketingmix einsetzbar sind, so desaströs kann eine ungünstig gestaltete Seite, ein dilettantischer Missbrauch der Funktionen oder ein (oft unbewusstes) Unterlaufen der Netikette sich auswirken.



Die erläuterten acht Fehler werden häufig gemacht, lassen sich aber sehr gut umgehen. Dabei lassen sich Xing- und LinkedIn Fauxpas grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen. Die eine, die wir im ersten Teil dieses Doppelbeitrags beleuchten, betrifft den von Ihnen verfügbar gemachten Inhalt (Content), beziehungsweise Ihr angelegtes Profil oder Ihre Unternehmensseite. Diese sind die Landingpage für jeden, der mehr über Sie wissen möchte – immer häufiger ist es sogar der allererste Kontaktpunkt zwischen Ihnen und einem potenziell wertvollen Partner. Der Inhalt sollte dazu inspirieren, mehr über Sie und Ihr Portfolio zu erfahren; gleichzeitig muss er homogen sein mit Ihrer Person in der Offline-Sphäre.

1. Ihr Foto (oder schlimmer: kein Foto)

Sie mögen denken, es käme auf Ihre inneren Werte an, Ihre Erfahrung, Ihr CV, Ihre Kompetenzen, Ihr Netzwerk, Ihre Empfehlungen. Wie wichtig kann da schon ein Foto sein? Oder, alternativ, was macht es schon, was für ein Foto Sie wählen? Logische Gedankengänge, aber leider alle falsch. Das Internet ist eine Welt voller Möglichkeiten, aber eines ist es nicht: persönlich.

Das Digitale hat immer eine abstrahierende, entfremdende Wirkung auf Menschen. Dafür haben wir uns im Verlauf der Menschheitsgeschichte zu lange auf sinnliche Reize zur Einschätzung unseres Gegenübers verlassen. Die Entscheidung, ob jemand mit Ihnen Kontakt aufnehmen möchte, verläuft nach wie vor teilweise über die Intuition, teilweise über die Sinne und eben auch nur teilweise über den Kopf.

Mit einem Bild sprechen Sie das archaische Bedürfnis Ihres Gegenübers an, Sie sehen zu können. Nur mit einem Porträtfoto können Sie auf so faktenbasierten Plattformen wie Xing oder LinkedIn eine emotionale Beziehung herstellen. Investieren Sie auf jeden Fall in ein professionelles Foto, auf dem Sie entweder nach vorne oder nach links auf Ihre Inhalte, nie aber nach rechts blicken, so als würden Sie Ihren eigenen Content uninteressant finden.



Verwenden Sie niemals Bilder, die Sie in einem privaten Setting zeigen. Keine ausgeschnittenen Familienbilder mit jemand anders rechter Schulter im Anschnitt. Keine Urlaubsbilder. Keine Bilder mit lesbaren Marken- oder Firmennamen im Hintergrund. Vergessen Sie nie: Beide Plattformen können (und werden zunehmend) Ihre Bilder auch abgekoppelt von Ihrem Profil nutzen, ohne dass Sie dies kontrollieren könnten.



2. Ihre Überschrift (die meistens identisch mit der von 200 Mitbewerbern ist)

Überraschend vielen Profilinhabern ist nicht klar, dass sie ihre Headline selbst bestimmen können. Tun Sie das allerdings nicht, übernimmt die Plattform den Job für Sie und formuliert die Headline aus Ihren Angaben zur aktuellen Jobbezeichnung. Das Problem: Damit ist diese unter Umständen identisch mit hunderten anderer Mitglieder – und Sie haben nicht nur eine wertvolle Möglichkeit verschenkt, aus der Masse herauszuragen, sondern kommunizieren gleichzeitig, dass Sie sich mit den Ressourcen gegebener Systeme nicht intensiv genug beschäftigen.



Sagen Sie in Ihrer Headline nicht, was Sie tun. Bringen Sie stattdessen zum Ausdruck, was Sie für andere tun können, was Sie und Ihre Kompetenzen einzigartig macht (USP). Integrieren Sie in die Headline auf jeden Fall alle Schlüsselworte (Keywords), unter denen Sie in den Suchmaschinen gefunden werden möchten. Damit allein können Sie XING und LinkedIn zu wertvollen SEO-Tools machen.

3. Ihr CV (was auf Xing und LinkedIn nichts zu suchen hat)

Dies scheint paradox – schliesslich fordern beide Anbieter schon mittels der Architektur der Profilmaske dazu auf, den eigenen Lebenslauf chronologisch zu präsentieren. Das Problem hierbei ist, dass viele Mitglieder eben aufgrund dieser Offensichtlichkeit die beiden Netzwerke auch als eben dies behandeln: Eine Plattform, um den eigenen Lebenslauf hochzustellen und zu versuchen, durch bisherige Arbeitgeber, Projekte und Ausbildungen interessant genug zu sein, um kontaktiert zu werden.

Wählen Sie eine andere Perspektive: Betrachten Sie Xing und LinkedIn als eine Möglichkeit, eine ganz individuelle, vielschichtige Präsenz zu entwickeln. Nutzen Sie die 2000 Zeichen nicht nur dafür, Ihr berufliches Leben in Daten und Fakten abzuspulen. Behalten Sie stets im Blick, dass Sie sich als die vielschichtige, komplexe Persönlichkeit präsentieren wollen, als der man Ihnen auch im realen Leben gegenübersteht. Formulieren Sie ganze Sätze, kommentieren Sie einzelne Anstellungen, erläutern Sie, welche Kompetenzen Sie damit verknüpfen und welche essenziellen Erfahrungen daraus hervor gegangen sind. Werden Sie kreativ. Und bringen Sie vor allem sämtliche relevanten Keywords (auf organischste Weise) unter.

4. Ihr Text (der viel mehr sein sollte als Worte)

Ein kurzer, aber elementarer Hinweis: Nutzen Sie sämtliche multimedialen Möglichkeiten, die Ihnen die Plattformen bieten – durch den intelligenten Einsatz von Bildern und Videos. Machen Sie nicht den Fehler, Ihr Profil zu einer reinen Textangelegenheit zu machen. Damit fallen Sie automatisch ans Ende der Wettbewerberkette zurück.



 

Oberstes Bild: Wie die eigene Social Media Präsenz nicht zu einer Falle wird (Bild: © Syda Productions – Fotolia.com)



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