Studie zeigt: Veraltete Passwörter bleiben trotz moderner Technik ein grosses Risiko

Viele Internetnutzer halten bis heute an Passwörtern fest, die sie vor Jahren erstellt haben. Teilweise stammen diese Anmeldedaten sogar noch aus der Kindheit und werden bis weit ins Erwachsenenleben weiterverwendet. Das zeigt eine Studie des IT-Security-Anbieters NordPass mit Erhebungen aus den USA, Kanada, Grossbritannien, Australien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien.

Besonders die Generation Z geht laut der Untersuchung oft nachlässig mit Passwörtern um. Experten warnen davor, dass veraltete Zugangsdaten in Kombination mit schwachen Sicherheitsgewohnheiten Cyber-Kriminellen Angriffsflächen bieten.

Generation Z oft sehr nachlässig

„Wir halten unsere Handys und unser Leben ständig auf dem neuesten Stand, aber viele Menschen setzen für wichtige E-Mail-Konten oder sogar für die Verwaltung ihrer Altersersparnisse auf Passwörter, die sie vor 15 Jahren nach ihrem alten Haustier benannt haben“, unterstreicht NordPass-Produktleiter Karolis Arbaciauskas.

54 Prozent haben ihr am längsten verwendetes Passwort 2025 aktualisiert. 15 Prozent haben in den vergangenen drei Jahren ihre Passwörter geändert, acht Prozent haben dies vor drei bis fünf Jahren getan. Vier Prozent nutzen Passwörter, die sie vor fünf bis zehn Jahren erstellt haben, und bis zu drei Prozent verwenden teils über ein Jahrzehnt alte Anmeldedaten.

„Unsere jährliche Untersuchung der 200 beliebtesten Passwörter zeigt: Die Generation Z wählt oft den Weg des geringsten Widerstands, etwa mit einfachen Zahlenfolgen oder Online-Trends“, erklärt Arbaciauskas. Ihm zufolge bildet die Kombination aus unsicheren Passwörtern und mangelnden Sicherheitsgewohnheiten ein besonders risikoreiches Ziel für Cyber-Kriminelle.

Passwörter nie geändert

Besonders besorgniserregend ist laut den Studienautoren, dass rund sechs Prozent weltweit angeben, ihr ältestes Passwort noch nie geändert zu haben. Italien weist den höchsten Anteil an kürzlich geänderten Passwörtern (65 Prozent) und den niedrigsten Anteil an Passwörtern auf, die seit mehr als zehn Jahren unverändert geblieben sind.

Deutschland liegt am anderen Ende der Skala – mit der geringsten Rate an kürzlichen Passwortänderungen (47 Prozent) und einem der höchsten Anteile an Befragten, die an alten Anmeldedaten festhalten. Mindestens drei Prozent der Deutschen nutzen noch immer mehr als zehn Jahre alte Passwörter, und sechs Prozent haben ihr ältestes Passwort nie aktualisiert.

Die USA führen bei einem anderen, ebenfalls kritischen Wert: 14 Prozent der Befragten geben an, sich nicht mehr daran erinnern zu können, wann sie ihr ältestes Passwort zuletzt geändert haben – der höchste Anteil aller untersuchten Länder. In den meisten anderen Staaten liegt dieser Wert bei rund elf Prozent.

 

Quelle: pressetext.redaktion / Florian Fügemann
Bildquelle: Symbolbild © New Africa/Shutterstock.com (bearbeitet mit KI)

Publireportagen

Empfehlungen