Künstliche Intelligenz in der Küche: Preisgekrönte Projektarbeit

Kann Künstliche Intelligenz KI als Küchenassistenz dienen? Mit dieser Frage beschäftigten sich zwei Berufsmaturitäts-Absolvierende des Berufsbildungszentrums Wirtschaft, Informatik und Technik BBZW. Von der Hochschule Luzern – Technik & Architektur erhielten sie dafür den Preis für die beste interdisziplinäre Projektarbeit im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich.

Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur hat erneut eine herausragende interdisziplinäre Projektarbeit IDPA ausgezeichnet. Der diesjährige technische Sonderpreis für die beste IDPA im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich geht an Jennifer Zemp aus Rain (*2005) und Sven Lai aus Luzern (*1996). Die beiden jungen Berufsleute haben ihre Abschlussarbeit mit dem Titel „KI – die neue Küchenassistenz: Menüplanung, Einkaufsliste und Rezepte zusammengestellt von KI“ im Rahmen ihrer lehrbegleitenden Berufsmaturitäts-Ausbildung am Berufsbildungszentrum Wirtschaft, Informatik und Technik BBZW in Emmen erstellt.

Die Auszeichnung erhielten die beiden Informatiker EFZ am vergangenen Freitag im Rahmen der Berufsmaturitätsfeier des BBZW. „Die Jurierung der diesjährigen Prämierung war eine grosse Freude: Wir konnten aus einer Vielzahl von gesellschaftlich relevanten und wissenschaftlich fundierten Arbeiten auswählen. Wir gratulieren der Gewinnerin und dem Gewinner sowie allen Absolventen und Absolventinnen herzlich zu ihrer Leistung und zum erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsmaturität“, sagt Prof. Dr. Sabine Sulzer, Vizedirektorin der Hochschule Luzern Technik & Architektur.

KI in der Küche?

Die innovative IDPA untersucht die Anwendung von künstlicher Intelligenz in der Küchenplanung, inklusive Menü-, Einkaufsplanung und Rezeptbeschaffung. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den potenziellen finanziellen Einsparungen, der Reduktion von Lebensmittelverschwendung (Food Waste) und der Effizienzsteigerung.

Die Jury, bestehend aus Patric Eberle (HSLU-Dozent Elektrotechnik, Jurypräsident), Sabri Deniz (HSLU-Dozent Maschinentechnik) und Philipp Schütz (HSLU-Dozent Grundlagen), war besonders von der strukturierten Analyse und den innovativen Ansätzen der Arbeit beeindruckt. In ihrer Begründung hob die Jury hervor: „Die Autoren erstellten eine eigene Weboberfläche als Interface zu OpenAI und verglichen die Arbeitsprozesse mit und ohne KI basierend auf drei Interviews und zwei Experimenten.

Die Resultate zeigten auf, dass mit KI Zeit eingespart werden kann, aber die Qualität der Menü- und Einkaufsplanung nicht immer besser war. Ob die KI einen Mehrwert bieten kann, hänge von der Ausgangssituation ab. Der Bericht ist gut strukturiert und enthält die notwendigen Informationen mit guter Präsentation“.

Zusätzlich zur Auszeichnung erhalten Sven Lai und Jennifer Zemp ein Preisgeld von CHF 1’000.- und die Möglichkeit, ihre Arbeit an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur zu präsentieren.

Die Interdisziplinäre Projektarbeit IDPA

Die IDPA ist ein fester Bestandteil der Berufsmaturitätsausbildung. Sie erfordert und fördert Kompetenzen, die für ein Studium an einer Fachhochschule wichtig sind. Deshalb prämiert die Hochschule Luzern- Technik & Architektur jedes Jahr die beste technisch-naturwissenschaftliche Arbeit. Die Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden müssen in ihren Arbeiten Bezug zur Arbeitswelt und zu mindestens zwei Berufsmaturitätsfächern herstellen. Sie können als schriftliche Arbeiten, kreative oder technische Produktionen verfasst werden, und die Ausarbeitung kann einzeln oder im Team erfolgen.

 

Quelle: Staatskanzlei Luzern
Bildquelle: (v.l.n.r.): Verena Mock (betreuende Lehrperson), Jennifer Zemp (Lernende), Sven Lai (Lernender), Prof. Dr. Sabine Sulzer (Vizedirektorin der Hochschule Luzern – Technik & Architektur), Tobias Käch (Fachbereichsleiter Berufsmaturität); Bild: => AURA

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