Software-Firma Axact soll gefälschte Hochschulabschlüsse verkauft haben

17.01.2018 |  Von  |  Bildung, Dienstleistungen, News
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Software-Firma Axact soll gefälschte Hochschulabschlüsse verkauft haben
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Tausende Briten haben im Internet gefälschte Hochschulabschlüsse von der pakistanischen Software-Firma Axact gekauft. Das haben Recherchen von „BBC Radio 4“ ergeben.

Zu den Käufern sollen demnach unter anderem auch Mitarbeiter des National Health Service (NHS) und Pflegekräfte gehören.

Organisierter Betrug

Axact, das sich selbst als „weltweit grösstes IT-Unternehmen“ bezeichnet, betreibt den Vorwürfen nach ein Netzwerk von hunderten gefälschten Online-Universitäten, die von Agenten aus einem Call-Center in Karachi gemanagt werden. Unter Namen wie „Brooklyn Park University“ oder „Nixon University“ zeigt Axact auf seiner Website Bilder von lächelnden Studenten und generiert sogar gefälschte Nachrichtenartikel über die Hochschulen. Laut vorliegenden Dokumenten sollen zwischen 2013 und 2014 mehr als 3.000 gefälschte Axact-Abschlüsse an britische Kunden verkauft worden sein.

Bei den Fälschungen soll es sich um Master-Abschlüsse und Doktortitel handeln. Die Liste zeigt tausende Käufer – so etwa Augenärzte, Krankenschwestern, Psychologen und zahlreiche Berater des National Health Service. Das General Medical Council wehrt sich indes und lässt verlauten, dass es am Arbeitgeber liegen würde, Abschlüsse auf ihre Echtheit zu überprüfen. „Nur etwa 20 Prozent der britischen Arbeitgeber haben die Qualifikationen der Bewerber ordnungsgemäss überprüft“, betont Jayne Rowley von Higher Education Degree Datacheck.

Bislang keine Handhabe

Laut dem BBC-Bericht hat Axact allein im Jahr 2015 weltweit mehr als 215.000 gefälschte Abschlüsse von rund 350 fiktiven Hochschulen und Universitäten verkauft. Das nationale Zentrum für Meldungen von Cyber-Kriminalität, „Action Fraud“, hat sich bereits zu Wort gemeldet und angegeben, die gefälschten Axact-Websites nicht aus dem Netz nehmen zu können. Man müsse stattdessen Domain-Registrierungen nachweisen, was Monate dauern könnte. Axact hat bislang nicht auf Interview-Anfragen seitens der BBC reagiert.

 

Quelle: pressetext.redaktion
Artikelbild: Symbolbild © Mega Pixel – shutterstock.com

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