Elektroauto-Pionier Tesla erobert das Tankstellennetz in der Schweiz

18.06.2014 |  Von  |  News
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Elektroauto-Pionier Tesla erobert das Tankstellennetz in der Schweiz
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Tesla, der amerikanische Bauer trendiger Elektroautos, geht in der Schweiz in die Offensive. Noch dieses Jahr werden landesweit Schnellladestationen aufgebaut, die eine lückenlose Versorgung gewährleisten sollen. Der Verkauf der stylishen E-Autos boomt und die steigende Nachfrage macht einen Ausbau der Infrastruktur nun mehr als notwendig.

Bis Jahresende möchte der kalifornische Fahrzeugbauer in der Schweiz zahlreiche Standorte mit Superchargern, also Schnellladestationen, umsetzen. Derzeit laufen die Verhandlungen über den Bau und die Installationen von fünf bis sechs solcher Anlagen, um die kontinuierliche Versorgung und Möglichkeit zur Aufladung über kurz oder lang zu gewähren, denn derzeit gibt es nur einen Supercharger-Standort im gesamten Schweizer Bundesgebiet. Dieser besteht aus sechs Ladestationen an der Raststätte Rose de la Broye, die im freiburgischen Lilly liegt. Seit Anfang des Jahres gibt es hier die Möglichkeit, die E-Autos aus dem Hause Tesla aufzuladen.



Als Optionen gelten jeweils eine Ladestation beidseits des Gotthards sowie der Ausbau der Ost-West-Route nach Genf. Selbstverständlich werden auch der Grossraum Zürich sowie die Stadt Basel und das komplette Bündnerland mit eingeschlossen. Als wichtige Knotenpunkte gelten Hotels ebenso wie Autobahn-Raststätten, wo sich die Autofahrer bequem während ihres ohnehin geplanten Aufenthaltes das Auto wiederaufladen können.

Boom der Verkäufe macht Infrastruktur notwendig

Der Ausbau der entsprechenden Infrastruktur ist notwendig, da seit Jahresbeginn bis Ende Mai bereits 215 Autos verkauft wurden. Dies übertrifft die Verkaufszahlen des gesamten letzten Jahres, wo insgesamt nur 191 Fahrzeuge abgesetzt werden konnten. Da die Reichweite des Models S bis ca. 500 Kilometer beträgt, möchte Tesla den Ausbau der Schnellladestationen dahingehend forcieren, zu gewährleisten, dass nie mehr als 160 Kilometer zwischen den einzelnen Stationen liegen.

Die Infrastruktur, die die Versorgung der technisch innovativen Sportwagen gewährleisten soll, ist teuer. Denn Experten gehen davon aus, dass jede Tanke um die 200’000 Franken kostet. Die teurere Preisgestaltung beruht darauf, dass die Tesla-Ladestationen mit 120 Kilowattstunden aufladen. Herkömmliche Stationen wie etwa die von Evite, die im Aufbau lediglich 80’000 Franken kosten, arbeitet hingegen mit 20 Kilowattstunden.

 



 

Oberstes Bild: © 360b – Shutterstock.com


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