Betriebsblind? 5 Tipps wie Sie der einseitigen Sichtweise entgehen können

03.04.2014 |  Von  |  Organisation, Selbstmanagement
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Betriebsblind? 5 Tipps wie Sie der einseitigen Sichtweise entgehen können
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Tag für Tag arbeiten Sie am gleichen Produkt, Ihre Leistungskraft konzentrieren Sie ganz auf das Unternehmen. Nach einer gewissen Zeit stellt sich dann nicht nur eine gewisse Routine, sondern auch die sogenannte Betriebsblindheit ein. Alles fokussiert sich auf die gewohnten Abläufe und letztlich reduzieren Sie sich selbst nur noch auf das Unternehmen oder Ihre eigene Arbeit. Veränderungen im Umfeld werden kaum noch wahrgenommen und in der Endkonsequenz notwendige und mögliche Entwicklungen versäumt.

Sich aus der Betriebsblindheit zu befreien ist ebenso erforderlich wie möglich. Damit sichern Sie nicht nur die langfristige Freude an der Arbeit, sondern auch den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens. Im Folgenden habe ich speziell für Sie fünf Tipps zusammengestellt, wie Sie dem drohenden oder bereits bestehenden Manko der Betriebsblindheit entgehen können. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob Sie ein einfacher Arbeiter, Führungskraft in Ihrem Bereich oder ein Unternehmer mit Verantwortung sind.



Tipp 1: Den Marktüberblick behalten

Nur selten stellen Unternehmen konkurrenzlose Produkte her. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, vergleichende Ansichten über ähnliche Produkte oder Leistungen anzustellen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über konkurrierende Produkte und Leistungen. Damit erweitern Sie Ihre eigene Sicht auf die von Ihnen angeboten Offerten.

Darüber hinaus ermöglicht Ihnen diese Marktübersicht neue Erkenntnisse über Ihr eigenes Angebot. Die Fokussierung auf Ihr eigenes Unternehmen wird damit in eine gesunde Relation zum Gesamtmarkt gebracht. Damit haben Sie die Möglichkeit des Vergleiches und Verbesserns Ihrer eigenen Angebote und vermeiden einseitige Arbeitsweisen.

Tipp 2: Das Unternehmen in der Aussensicht wahrnehmen



Ein weiteres probates Mittel um der Betriebsblindheit auszuweichen ist es, wenn Sie sich der Aussensicht auf Ihr Unternehmen bedienen. Da Sie das meist kaum selbst tun können, ist es hilfreich, wenn Sie dazu den Lebenspartner, die Kinder, Freunde oder Bekannte hinzuziehen. Lassen Sie sich von diesen Personen erzählen, wie Ihr Produkt oder Ihr Unternehmen von diesen Menschen und deren Umkreis wahrgenommen wird.

Auch das Verfolgen der öffentlichen Berichterstattung oder der Meinungsbildung im Internet hilft Ihnen, eine gewisse Aussensicht auf Ihr Produkt oder auf Ihr Unternehmen gewinnen zu können. So verlassen Sie Ihr Schneckenhaus und laufen nicht Gefahr, sich in der Betriebsblindheit weiter einzuigeln.



Tipp 3: Sich selbst als Verbraucher wahrnehmen



Begeben Sie sich selbst in die Rolle des Kunden oder Verbrauchers. Was erwarten Sie in der anderen Rolle von Ihrem Unternehmen oder vom konkreten Produkt? Der Wechsel in die Kundenrolle ermöglicht es Ihnen, die Ansprüche an sich selbst und die von aussen kommenden Ansprüche selbst besser einordnen zu können. Als Kunde Ihrer eigenen Produkte und Leistungen haben Sie zudem die Möglichkeit, eine andere Sichtweise zu bekommen.

Und diese andere Sichtweise führt oftmals auch zu einer anderen Arbeitsweise, die einen gesunden Abstand zur eigenen Leistung schafft. Das ist letztlich auch die Grundlage dafür, dass Sie notwendige Entwicklungen für das Produkt, das Unternehmen und für sich selbst in Angriff nehmen können.

Auszeiten schaffen. (Bild: Sergey Nivens / Shutterstock.com)

Auszeiten schaffen. (Bild: Sergey Nivens / Shutterstock.com)

Tipp 4: Auszeiten schaffen – Abstand suchen

Betriebsblindheit entsteht auch oftmals dann, wenn sich das gesamte Leben nur noch um Ihre Arbeit oder um das Unternehmen dreht. Damit verpassen Sie zahlreiche Möglichkeiten nicht nur für eine gelingende Entspannung, sondern auch für die andere Sicht auf Ihre Arbeit und das Unternehmen. Schaffen Sie sich im Alltag gewisse Auszeiten, in denen die Arbeit oder das Unternehmen keine Rolle spielen. Konzentrieren Sie sich während Ihrer arbeitsfreien Zeit auf Ihre Familie, auf Ihre Hobbys und auf andere Menschen, die Ihnen Gelegenheiten zur Ablenkung bieten.

Ein gesunder Abstand zum Unternehmen hilft Ihnen, der einseitigen Orientierung auf Produkt und Unternehmen auszuweichen. Erst damit haben Sie echte Chancen, einer drohenden oder bestehenden Betriebsblindheit zu entgehen. Denn letztlich ist Ihr Leben von deutlich mehr bestimmt, als von der Arbeit für Ihr Unternehmen. Ein solcher Abstand macht es übrigens auch möglich, neue Sichtweisen zu probieren und andere Erfahrungen als die beruflichen zu sammeln.

Tipp 5: Neues probieren

Wer Jahr für Jahr immer nur dasselbe tut, verpasst einen guten Teil seines eigenen Lebens. Schon allein aus dieser Sicht heraus lohnt es, von Zeit zu Zeit auch einmal etwas Neues auszuprobieren. Das betrifft die beruflichen Anforderungen genauso wie das rein private Leben. Wagen Sie sich im Beruf an neue Herangehensweisen, Techniken und Methoden und, wenn es sinnvoll erscheint, gern auch einmal an ein neues Produkt. Damit lösen Sie den ewig gleichen Kreislauf auf und schaffen neue Möglichkeiten für neue Sichtweisen. Auch in der ganz persönlichen Freizeit dürfen Sie immer wieder einmal Neues probieren. Auch das kann Ihre Sicht auf Ihre Leistungen und Ihr Produkt verändern und eine Betriebsblindheit vermeiden.

„Auf dem einen Auge blind und auf einem Ohr taub“ sind die Umschreibungen für einseitig fokussiertes Verhalten, dass sich im Kontext der Arbeitswelt oftmals als Betriebsblindheit darstellt. Sehen Sie mit beiden Augen, halten Sie beide Ohren offen und erleben Sie das ganze Leben mit allen Sinnen. Auf diese Weise bleiben Sie schöpferisch offen auch anderen Entwicklungen gegenüber. Damit vermeiden Sie fast ohne Anstrengung eine drohende Betriebsblindheit und bleiben bereit für Entwicklungen abseits der eigenen Firma. Und das kann letztlich für das Gesamtergebnis im Unternehmen und für das eigene Wohlbefinden nur gut sein.



 

Oberstes Bild: © bikeriderlondon / Shutterstock.com



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Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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