Falscher Weg? Der Mut zur Umkehr

01.04.2014 |  Von  |  Selbstmanagement
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Falscher Weg? Der Mut zur Umkehr
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Die wirtschaftlichen Aussichten scheinen hervorragend zu sein. Die ersten Schritte auf dem neuen Weg sind getan. Aber schon nach kurzer Zeit entstehen erste Zweifel. Die Ergebnisse passen so gar nicht zu den Prognosen, die Schwierigkeiten häufen sich und alles scheint falsch zu laufen.

Wer sich auf dem falschen Weg befindet, braucht auch Mut und Kraft zur Umkehr. Warum viele Unternehmer und Privatleute mit welchem Risiko auf dem falschen Pferd sitzen bleiben, und wie Lösungsmöglichkeiten aussehen können, beschreibt dieser Beitrag.



Neue Wege beschreiten – das Gebot der Stunde

„Auf ausgetretenen Pfaden lassen sich keine neuen Ziele erreichen.“ Die Weisheit dieser Botschaft ist eindeutig, wird oftmals aber auch falsch gedeutet oder missbräuchlich eingesetzt. Neue Wege sind in der Wirtschaft immer gefragt und versprechen nicht selten herausragende Erfolge. Modernisierte Unternehmen, neue Vertriebswege, revolutionäre Produktionstechniken und neue wissenschaftliche Ergebnisse feuern nicht nur die Wirtschaft an, sondern oftmals auch die Fantasie. Nicht immer sind die Wege zum Erfolg klar aufgezeichnet, oftmals nicht einmal nachvollziehbar und selten noch gar nicht beschritten worden.

Das haben neue Wege eben so an sich. Sie durchlaufen Neuland mit all den Risiken und Chancen. In vielen Fällen werden die Chancen deutlich überbewertet und die Risiken leichtfertig heruntergespielt. Die entstehenden Gefahren für das Unternehmen werden unterschätzt oder völlig ignoriert. Am Ende eines vermeintlich neuen und erfolgreichen Weges stehen nicht selten herbe Enttäuschungen bis hin zum Totalverlust. Da stellt sich die Frage, warum trotz besseren Wissens immer wieder auf dem falschen Weg weiter gewandelt wird.

Den falschen Weg als solchen wahrnehmen



Kurzfristige Verluste gehören bei neuen Entwicklungen immer wieder zum Tagesgeschäft. Das wissen erfahrene Unternehmer besonders gut. Aus einer zeitlich befristeten Flaute lässt sich ein falscher Weg noch lange nicht ableiten. Allerdings sollte hier schon von Beginn an feststehen, wann „kurzfristig“ zu Ende ist und welches Ausmass entsprechende Verluste annehmen dürfen.

End- und grenzenlos auf Besserungen warten und hoffen ist leichtsinnig, gefährlich und oftmals auch fahrlässig. Besonders dann, wenn von den Folgen des Festhaltens an falschen Entscheidungen auch andere Menschen wie etwa Arbeitnehmer betroffen sind. Wenn Sie Neuland im unternehmerischen Bereich beschreiten wollen, legen Sie klare Risiko- und Verlustgrenzen fest und halten Sie diese auch strikt ein. Vielleicht ist es einfach nur zu früh für revolutionäre Entwicklungen oder Sie haben letztlich wirklich auf das falsche Pferd gesetzt.

Nicht nur ein Weg führt zum Erfolg

Wann immer weitreichende Entscheidungen für ein Unternehmen getroffen werden, sollten diese auch von Alternativen begleitet sein. Das trifft besonders dann zu, wenn unternehmerisches Neuland betreten wird. Dann ist es sicher und lohnend, parallel auch bereits bewährte Schritte weiterzugehen. Damit eröffnen sich zusätzliche Sicherheiten für den Fall, dass der neue Weg doch nicht der richtige ist. In aller Regel gibt es immer mehrere Wege zum Erfolg; die einen sind kürzer, die anderen länger.

Unterschiedlich ist immer auch das Risikopotential der unterschiedlichen Möglichkeiten. Von hochriskant bis überschaubar reicht hier die Spannbreite des Wagnisses, das eingegangen werden soll. Spüren Sie, dass Ihr neu eingeschlagener Weg irgendwie nicht zu Ihren Vorstellungen passt, weichen Sie umgehend auf die sicheren Alternativen aus. Diese müssen Sie sich natürlich vorher auch schon geschaffen haben. Verharren Sie nicht länger auf für Sie riskanten Wegen, nur weil andere damit vorgeblich oder auch wirklich schneller zum Erfolg gekommen sind.





Mut zur Umkehr. (Bild: Gwoeii / Shutterstock.com)

Mut zur Umkehr. (Bild: Gwoeii / Shutterstock.com)

Mut zur Umkehr



Nicht selten wird ein neuer aber falscher Weg bis zum wahrhaft bitteren Ende gegangen. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich. Oftmals fehlen die Alternativen, manchmal ist auch die Hoffnung grösser als die Möglichkeiten in der Realität. In vielen Fällen ist es aber falscher Stolz, der die Umkehr verzögert oder letztlich unmöglich macht. Als Unternehmenslenker will man immerhin eine gewisse Kompetenz und Hartnäckigkeit unter Beweis stellen, was ja nicht unbedingt verkehrt sein muss.

Falsch ist das jedoch immer dann, wenn damit das Unternehmen selbst in Frage gestellt und die Existenz anderer Beschäftigter gefährdet wird. Stolz ist selten ein guter Ratgeber. Auf der anderen Seite beweisen Sie wirkliche Kompetenz und tatsächlich auch Mut, wenn Sie einen falschen Weg rechtzeitig verlassen. Das kann immerhin nicht jeder. Das Zugeben von Fehlentscheidungen ist unbequem, die Wiedergutmachung der Folgen allemal. Letzten Endes sind überschaubare Verluste aber einfacher und schneller wieder auszugleichen als ein drohender Totalverlust. Und auch das Eingestehen von Fehlern in der Entscheidung spricht von menschlicher Grösse und fachlicher Kompetenz.

Der Erfahrungsschatz besteht auch aus Fehlschlägen

Der Wert von Erfahrungen bemisst sich längst nicht nur an Erfolgen. Gerade auch der Umgang mit Fehlschlägen und schwierigen Situationen lässt darauf schliessen, wie kompetent und erfahren eine Persönlichkeit wirklich ist. Das bedeutet nicht, dass zwangsläufig Misserfolge gesammelt werden müssen, um als erfahren zu gelten. Vielmehr kommt es darauf an, aus falschen Entscheidungen die richtigen Folgerungen zu treffen. Viele persönliche, aber auch unternehmerische Entscheidungen resultieren aus Empfehlungen oder den Erfahrungen anderer.

Diese lassen sich allerdings weder im privaten Leben noch im Geschäft eins zu eins auf die eigene Situation übertragen. Oder glauben Sie, weil Ihr Nachbar im Lotto gewonnen hat, gewinnen Sie mit den gleichen Zahlen automatisch auch? Sicherlich glauben Sie das nicht. Daher ist es lohnend, die Erfahrungen anderer individuell zu bewerten und die Übertragung auf den eigenen Verantwortungsbereich genauestens zu prüfen. Das betrifft auch die neuen Wege im Unternehmen, die nicht immer die richtigen sein müssen.

Der Mut zur Umkehr ist hier auch die Fähigkeit, Falsches von Richtigem zur passenden Zeit zu unterscheiden.



 

Oberstes Bild: © Lightspring / Shutterstock.com



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Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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