Google Chromecast als Alternative zu Apple TV

27.03.2014 |  Von  |  Web
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Google Chromecast als Alternative zu Apple TV
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Der Suchmaschinenriese Google geht in Europa mit dem Chromecast an den den Start. Vom heimischen Sofa aus können Zuschauer mit dem Adapter künftig Inhalte aus dem Internet auf den Fernseher streamen.

Das kleine Gerät wird einfach an den HDMI-Anschluss des Fernsehers angeschlossen und schon laufen YouTube, Fotos oder Filme direkt auf dem TV-Gerät.



Chromecast punktet mit günstigem Preis

Der handliche Stick punktet im Vergleich zu Apple TV mit einem extrem günstigen Preis von rund 60 Schweizer Franken – ein deutliche Kampfansage an den ewigen Rivalen. Die vergleichbare Apple TV-Box kostet 109 Franken. Nach Angaben des Konzerns wurde Chromecast in den USA bereits „millionenfach“ verkauft. Derzeit können Nutzer Inhalte von Apps wie YouTube, Google Play oder Filme und Serien einiger Online-Videoportale auf Ihren heimischen Fernseher streamen.

Chromecast läuft anbieterübergreifend und verbindet sich mit androidbasierten Smartphones oder Tablets ebenso wie mit iOS- oder Mac-Betriebssystemen oder einem Windows-Rechner. Entscheidend ist die Installation des Google Chrome-Browsers auf dem Rechner. Die Steuerung erfolgt ganz komfortabel über das verbundene Gerät, eine separate Fernbedienung ist somit nicht notwendig.

Der Stick kommt extrem bedienerfreundlich daher – selbst wenig technikaffine Nutzer haben das Gerät innerhalb weniger Minuten angeschlossen. Google beschreibt drei Schritte, die erforderlich sind um Chromecast zu nutzen:

  • der Anschluss an einem freien HDMI-Port am TV-Gerät
  • die Verbindung ins heimische WLAN-Netz
  • die Inhalte vom Smartphone, Tablet oder PC auf den Fernseher übertragen

Google hat Chromecast eigenen Angaben zufolge besonders für Nutzer von Online-Videoportalen entwickelt. Wer einen Blick auf die unterstützen Anwendungen wirft, erkennt, dass derzeit neben YouTube Google Play Music, Red Bull TV, Google Play Movie und Vevo über Chromecast gestreamt werden können. Auf dem deutschen Markt kooperiert der Konzern mit dem Anbieter Whatchever, Maxdome wird in Kürze folgen. Über den Google Chrome Browser lassen sich auch Inhalte von Webseiten direkt auf den TV-Bildschirm streamen, möglich ist dies jedoch nur über einen PC-Browser und nicht von einem mobilen Gerät.

Was Google jedoch in seinem Werbevideo gern verschweigt: Der Chromecast benötigt Strom! Entweder wird ein Kabel vom Stick zu einem USB-Anschluss des TV-Gerätes geführt und der Strom fliesst auf diesem Wege oder der Stick wird über ein Stromkabel mit der Steckdose verbunden. Mag der Stick also noch so klein und handlich sein: Etwas Kabelsalat muss leider auch hier sein.



Unterschiede zu Apple TV

Rein äusserlich gibt es einen deutlichen Unterschied: Während Chromecast im Design eines USB-Sticks daherkommt, handelt es sich bei Apple TV um eine Box. Der Anschluss der Apple Box ist deutlich aufwändiger, Nutzer des Chromecasts können bereits nach einigen Minuten über ihren Fernseher im Netz surfen. Apple TV spielt Dateien direkt aus dem Netzwerk auf dem TV ab, einen Umweg über die Cloud wie bei Chromecast müssen private Daten hier nicht nehmen. Über die Air Play-Funktionen können Inhalte vom iPhone oder iPad direkt auf den Bildschirm gestreamt werden.

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USB-Stick Google Chromecast. (Bild: Google/Androitpit – androidpit.de)




Mit Chromecast erreichen Nutzer im Prinzip das gleiche Ergebnis, müssen aber ihre Daten immer erst in die Cloud laden, um sie anschliessend streamen zu können. Im Prinzip erteilt der Nutzer dem Chromecast-Stick den Befehl, bestimmte Daten aus dem Internet auf dem Bildschirm wiederzugeben. Wer also seine Fotos vom Smartphone über Chromecast auf dem TV-Gerät ansehen möchte, muss diese zunächst ins Netz laden. Experten sehen darin einen grossen Vorteil. Da die Inhalte nicht direkt vom Smartphone oder Tablet übertragen werden, werden die Akkus der Geräte geschont und können parallel für andere Zwecke genutzt werden – sie werden nur als Steuergeräte für den Chromecast benötigt.

Anwendungen, die Chromecast nicht direkt unterstützt, werden mit der Applikation „All Cast“ auf den Fernseher übertragen. Grundsätzlich bieten beide Geräte recht ähnliche Funktionen. Experten raten Besitzern von Apple-Geräten zu Apple TV, da die Geräte einwandfrei miteinander kommunizieren. Im Gegensatz zum Chromecast nimmt die Apple Box jedoch deutlich mehr Platz ein. Entscheidet der Verbraucher allein über den Anschaffungspreis, bleibt der Google-Stick klarer Sieger – Apple TV bietet mit der teureren Box auf der anderen Seite deutlich mehr Möglichkeiten.

Grundsätzlich bietet Chromecast für Verbraucher, die keine Apple-Geräte verwenden, eine sehr gute und praktische Möglichkeit, Inhalte auf das TV-Gerät zu übertragen.

Kommt die Amazon-Settop-Box im April?

Die Konkurrenz schläft nicht! So plant der Internetriese Amazon ebenfalls eine eigene Settop-Box, die aktuellen Berichten zufolge ähnlich wie der Chromecast konzipiert sein soll. Der Blog TechCrunch berichtet, der Amazon-Stick könne nicht nur Inhalte von Smartphones und Tablets oder PCs streamen, sondern soll auch komplette Spiele auf dem Fernseher wiedergeben können. Damit würden Spielekonsolen künftig überflüssig. Unterschiedliche Gamingportale hatten in der Vergangenheit immer wieder über eine eigene Amazon-Konsole spekuliert. Einen weiteren Hinweis darauf liefert ein Controller, der angeblich eigens für Amazon entwickelt wurde. Bis zur Vorstellung der Settop-Box bleibt es also durchaus spannend!

Einem Bericht des „Wall Street Journals“ zufolge soll Amazons Streaming Box im April auf den amerikanischen Markt kommen und auf dem Googles Betriebssystem Android basieren. Natürlich werden Nutzer den amazoneigenen Streaming Dienst Prime Instant Video über das Gerät nutzen können. Ob Prime-Kunden von einem besonders günstigen Kaufpreis profitieren, bleibt abzuwarten.



 

Oberstes Bild: © ABB Photo / Shutterstock.com

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden – seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.


Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden – seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.



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