Das bringt 2014: Experten erklären die Mega-Trends (Teil 1)

01.01.2014 |  Von  |  Marketing, Web, Werbung
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Das bringt 2014: Experten erklären die Mega-Trends (Teil 1)
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2013 ist Vergangenheit, 2014 beginnt. Obwohl sich Trends nicht für Jahreszahlen interessieren, ist der Jahreswechsel doch ein guter Zeitpunkt um vorauszublicken: Welche Trends werden wahrscheinlich ganz gross werden? Insider und Experten aus dem Web- und Technologiebusiness haben sich dazu geäussert.

Wer irgendwie geschäftlich mit dem Internet zu tun hat, kann enorm davon profitieren, auf wachsende Trends eingestellt zu sein. Auch wenn die Experten keine Propheten sind: Allein die Beschäftigung mit der Fragestellung kann schon entscheidende Impulse bringen.



Die Sozialen Medien verändern sich: Sich selbst zerstörende Nachrichten und Posten mit angezogener Handbremse

Das Internet vergisst nichts, und Facebook noch weniger: Mit diesem Problem haben viele Nutzer in Zeiten steigender Überwachung zu kämpfen. Und selbst wenn die NSA nicht hinter den Daten her ist, googelt oder facebookt vielleicht schon ein Personaler nach Ihren Personalien. Deswegen glaubt Marcus Tandler, dass „vergessliche“ soziale Medien à la Snapchat immer grösseren Zulauf bekommen werden. Tandler ist Mitbegründer von OnPage.org und einer der wichtigsten deutschen Experten in Sachen Suchmaschinenoptimierung.

Snapchat bietet die Möglichkeit, Nachrichten mit eingebauter Selbstzerstörung zu versenden. Die Zukunftsträchtigkeit des Konzepts lässt sich auch mit Zahlen belegen: Facebook war bereit, für Snapchat 3 Milliarden US-Dollar zu bezahlen. Doch Snapchat-Gründer Evan Spiegel hat bisher abgelehnt. t3n-Mitbegründer und -Chefredakteur Jan Christe ist übrigens der Meinung, dass der Verkauf 2014 fällig ist. Aber nicht an Facebook.

Edward Snowdens Enthüllungen haben viele Menschen geschockt - und die Nutzung sozialer Medien verändert. (Bild. forkART - fotolia.com)

Edward Snowdens Enthüllungen haben viele Menschen geschockt – und die Nutzung sozialer Medien verändert. (Bild. forkART – fotolia.com)




Die gesteigerte Sensibilität im Umgang mit öffentlichen Postings wird laut der Profilagentin Kixka Nebraska ferner dazu führen, dass sich deren Charakter verändert. Während Menschen in den Anfangsjahren des Social Web authentisch und frei ihre Gedanken äusserten, geschieht das jetzt nur mehr mit „angezogener Handbremse“. Offenen Schlagabtausch werde man laut Nebraska in Zukunft nur noch in Untergrund-Foren finden.

Google+ wird unaufhaltsam aufsteigen

Google+ wird immer noch von vielen als „Geisterstadt“ bezeichnet, weil dort viel weniger Aktivität zu verzeichnen ist als auf Facebook. Dennoch, sagt Marcus Tandler, wird das soziale Netzwerk immer wichtiger werden. Und das nicht obwohl, sondern gerade weil es keine echte Konkurrenz zu Facebook darstellt. „Im Gegensatz zu Facebook geht es Google  mitnichten um den Aufbau einer neuen sozialen Netzwerk-Supermacht, sondern vielmehr darum, jede Bewegung im Internet zu protokollieren, um noch treffendere Persönlichkeitsprofile zu erstellen und somit auch online Geteiltes besser hinsichtlich der Relevanz für andere User zu evaluieren.“

Laut Tandler kann Google hier durch sein Betriebssystem Android einen entscheidenden Vorteil ausspielen. Android-Nutzer müssen nämlich zwingend einen Google+-Account anlegen. Dadurch kann Google ihr Nutzungsverhalten sowie ihre räumlichen Bewegungsprofile viel leichter auswerten. Fazit: Google dürfte noch aufdringlicher darin werden, Leuten die Google+-Nutzung aufzuschwatzen.

Doch was für Privatpersonen eher nervig ist, kann für Unternehmer bares Geld bedeuten. Denn Google Authorship als Bindeglied zwischen verfassten Inhalten und der eigenen Person wird laut Kixka Nebraska 2014 durchstarten. Selbstständige und Unternehmer können so ihre Auffindbarkeit deutlich verbessern.

Die Möglichkeiten von Google+. (Bild: Phillipp Steuer - www.googleplusinside.de)

Die Möglichkeiten von Google+. (Bild: Phillipp Steuer – www.googleplusinside.de)

3D-Druck

Bislang noch als futuristische Technologie nur am Rande des industriellen Bewusstseins wahrgenommen, könnte der 3D-Druck eine industrielle Revolution auslösen, meint Marcus Tandler weiterhin. Wenn die 3D-Drucker für den privaten Gebrauch erschwinglich werden, könnten sie bald in viele Wohnzimmern stehen. Chinaware könnte dann ernsthafte Konkurrenz durch selbst gedruckte Plastikgegenstände bekommen. Doch auch Industriedesigner dürften um ihre Jobs fürchten, wenn die 3D-Drucker sich durchsetzen. Insgesamt gibt es für die Technologie für eine Massentauglichkeit noch einige rechtliche Fragen, wie z.B. nach dem Urheberrecht von Industriedesign, zu klären.

iBeacon – Bezahlen bald ohne Kasse?

iBeacon ist Apples Antwort auf NFC (Near Field Communication). Die Technologie basiert ebenso wie NFC auf dem Bluetooth-Standard, der sich für Kommunikationsvorgänge über kurze Distanz als sehr praktisch erweist. iBeacon könnte sich jedoch durchsetzen, meint Unternehmensberater Thilo Specht, denn „wie schön wäre es, in der überfüllten Boutiqe nicht Schlange stehen zu müssen, um bezahlen zu können?“. In seinem Stores hat Apple die drahtlose Bezahlmöglichkeit bereits integriert.



Video on Demand (Vod) erobert unsere Wohnzimmer

Kaum überraschend: 2014 wird VoD sich noch weiter verbreiten. Durch YouTube massentauglich und durch Watchever und iTunes bezahlbar gemacht, kommt es den Wünschen der Nutzer sehr entgegen. Sofortige Verfügbarkeit und riesige Auswahl sprechen für sich. Kombiniert mit Flatrate-Tarifen könnte Video on Demand ein Riesenerfolg werden. Im Weg stehen laut Thilo Specht nur die TV-Hersteller mit ihren umständlich zu bedienenden Apps. Denn der Sprung vom Rechner auf den Fernseher ist noch nicht ganz gelungen.

Frauen werden präsenter

Hinsichtlich der Lohngleichheit wird schon lange diskutiert, aber auch in der digitalen Welt sind sie bislang unterrepräsentiert. Das wird sich 2014 ändern, meint Kixka Nebraska. Selbst dort, wo Männer das Sagen haben, würden diese eine stärkere Beteiligung von Frauen einfordern, sei es in Top 10-Listen oder bei Vorträgen. Ob das über eine blosse Frauenquote hinausgeht? Man darf gespannt sein.





Frauen sind im Web unterrepräsentiert? Das könnte sich ändern. (Bild: fotomek - fotolia.com)

Frauen sind im Web unterrepräsentiert? Das könnte sich ändern. (Bild: fotomek – fotolia.com)

Startups: Intelligente Hardware wird der Renner

Der Markt für neue Hardware-Entwicklungen ist noch lange nicht ausgereizt, meint Jan Christe. Nur intelligent müssen sie sein. Das man so Erfolg haben kann, zeigt der Minicomputer Raspberry Pi. Weitere Startups stehen in den Löchern: Rocki reaktiviert die alte Stereoanlage; tado steuert die Heizung je nach Bedarf; Bonaverde präsentiert eine intelligente Röst-Brüh-Mahl-Kaffeemaschine.

Intelligente Technologie am Körper

Die Anfänge sind bereits da. Armbänder wie das Nike Fuelband, Jawbone Up und Fitbit Flex, Smartwatches wie Pebble oder Galaxy Gear und Google Glass integrieren digitale Technologie in anschmiegsame Alltags-Accessoires. Bisher stehen einer Massenverbreitung aber noch Kinderkrankheiten im Weg. Laut Christe könnte, wie so oft, Apple die Perfektionierung hinbekommen.



 

Oberstes Bild: © vege – Fotolia.com



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