Warum Unternehmen ein Corporate Blog betreiben sollten

07.08.2013 |  Von  |  Marketing, Web, Werbung
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Noch sind es wenige Firmen, die ein eigenes Blog betreiben. Dabei kann ein solches Tool echten Mehwert bringen – nicht nur bei der Kundenakquise.



Blogs werden bisher überwiegend von Privatpersonen betrieben, als eine Art Online-„Tagebuch“, um darin ihre Erlebnisse oder Sichtweisen zu publizieren. Als „Corporate Blog“ hat das Instrument bisher nur in den USA weite Verbreitung gefunden. Doch auch im deutschsprachigen Raum könnte es ein Trend werden, wenn noch mehr Unternehmen das enorme Potenzial des Blogs erkennen.

Gewöhnliche Blogs sind aus der Ich-Perspektive geschrieben und beinhalten die direkten Erfahrungen und Meinungen einer Person. Dadurch erreichen sie ein Maximum an Authentizität und Glaubwürdigkeit. Genau dies können sich auch Unternehmen zunutze machen, die eine Aussendarstellung primär nur über stark manipulierende und stilisierende Werbung herstellen können. Natürlich kann eine solche transparente Präsentation auch in sozialen Netzwerken erfolgen. Hier hat man jedoch das Browserfenster nicht nur „für sich“ und muss dementsprechend mit Informationen und Medien knausern.

Das erste wichtige Erfolgskriterium für ein Corporate Blog sind die Verfasser. Sie sollten sich stark mit dem Unternehmen identifizieren und gleichzeitig einen guten Überblick über die Firmenphilosophie sowie die Produkte haben. Hierfür müssen sie nicht immer aus der Marketingabteilung kommen – schliesslich geht es ja nicht in erster Linie um Werbung. Auch sollte ein Corporate Blog kein blosses Sammelbecken für Unternehmens- und Pressemitteilungen sein. Hierfür gibt es bereits bewährte Kanäle.



Durch eine positive und transparente Aussendarstellung kann ein Corporate Blog Menschen an ein Unternehmen binden. Dafür ist nicht nur Offenheit, sondern auch Kompetenz gefragt. So können etwa Hintergrundinformationen zu bestimmten Produkten oder „Tipps & Tricks“ einen wesentlichen Mehrwert für Besucher darstellen, sofern sie fachlich hochwertig sind. Es darf natürlich auch „Infotainment“ betrieben werden – so etwa beim Blog von Daimler.
Diese Kombination aus Emotion und Expertise ist hochgradig geeignet, Kunden (langfristig) an das Unternehmen zu binden.

Aber es muss nicht immer direkt ums Geschäft gehen. Corporate Blogs wirken auch auf potenzielle Mitarbeiter, vor allem junge, sehr anziehend. Die Young Professionals können so schon vorab weit mehr in die Welt des Unternehmens eintauchen, als dies eine konventionelle Webseite erlaubt. Bewerbungsgespräche versprechen dadurch effektiver und effizienter zu verlaufen.

Ein weiterer klarer Vorteil eines Corporate Blogs ist die gute Auffindbarkeit bei Google. Durch die ständige Aktualisierung des Blogs mit immer neuem Content ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, über die Suchmaschine gefunden zu werden. Mit einem Corporate Blog kann also richtiges Content Marketing betrieben werden.



Nicht zuletzt aber kann ein Corporate Blog sogar eine richtige Community werden, so geschehen bei Ritter Sport. Hier können die User sogar über neue Schokoladensorten mitbestimmen. Eine Einbindung von Facebook & Co. ist natürlich sinnvoll, am Ende sollte der Traffic aber wieder auf der eigenen Seite landen – denn hier hat das Unternehmen immer noch die meiste Kontrolle über den Inhalt.

Die Kunden- und Mitarbeiterbindung, verbesserte Aussendarstellung, direkte Feedbacks auf Produkte sowie die verbesserte Positionierung bei Google sprechen also klar für Corporate Blogs. Vermutlich werden sie auch hierzulande bald zum Trend.

 



Oberstes Bild: © z_amir – Fotolia.com



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