Bargeldoser Zahlungsverkehr wächst rasant

07.10.2015 |  Von  |  News
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Bargeldoser Zahlungsverkehr wächst rasant
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Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist im starken Wachstum begriffen. Dies zeigt der World Payments Report (WPR) von Capgemini und der Royal Bank of Scotland (RBS).

Das Gesamtvolumen dieser Zahlungen wird 2014 voraussichtlich um 8,9 Prozent auf ein neues Allzeithoch von 389,7 Milliarden Transaktionen steigen und damit die Wachstumsrate von 7,6 Prozent aus dem Jahr 2013 deutlich übertreffen.

Der World Payments Report 2015 beschäftigt sich mit den neuesten Entwicklungen im Hinblick auf den globalen Zahlungsverkehr. Die in der Studie verwendeten Daten sind aus dem Jahr 2013. Die Daten für das Jahr 2014 werden auf dieser Basis prognostiziert und sind für 2015 noch nicht verfügbar.

Faktoren wie das solide Wachstum an bargeldlosen Transaktionen in Indien, China und anderen asiatischen Schwellenländern und die zunehmende Akzeptanz mobiler Zahlungsmethoden in den etablierten Märkten (Asien-Pazifik-Region mit Australien, Japan, Singapur und Südkorea sowie Europa und Nordamerika) trugen dazu bei, dass das Gesamtvolumen an bargeldlosen Transaktionen 2013 stärker anstieg als das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP).


Diese Statistik zeigt die Ergebnisse einer Umfrage zu den Gründen für die Verwendung von Kreditkarten in der Schweiz im Jahr 2014. (Bild: © bonus.ch)

Diese Statistik zeigt die Ergebnisse einer Umfrage zu den Gründen für die Verwendung von Kreditkarten in der Schweiz im Jahr 2014. (Bild: © bonus.ch)


Als Gründe für das 2014 prognostizierte Wachstum werden die kontinuierlich voranschreitende Konjunkturerholung in etablierten Märkten, die rasche Expansion in China, die zunehmende Akzeptanz mobiler und kontaktloser Technologien sowie der globale Trend zu Echtzeit-Zahlungen angeführt. Letzteres sind Zahlungen, mit denen ein Geldtransfer von einem Konto zum anderen innerhalb von Sekunden durchgeführt werden kann und der Zugriff auf die eingehende Zahlung ebenso schnell möglich ist.

Auch Umfang verborgener Zahlungen nimmt zu

Der Umfang verborgener Transaktionen, also über Nicht-Banken abgewickelte Zahlungsvorgänge, wird mittlerweile auf einen Anteil von 10 Prozent (40,9 Milliarden) des Gesamtvolumens an bargeldlosen Transaktionen im Jahr 2014 geschätzt. Ein Anteil, der in den kommenden Jahren noch weiter ansteigen wird.


Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist im starken Wachstum begriffen. (Bild: © Denys Prykhodov - shutterstock.com)

Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist im starken Wachstum begriffen. (Bild: © Denys Prykhodov – shutterstock.com)


Der Mangel an belastbaren Daten zu verborgenen Transaktionen, zu denen auch Zahlungen mittels Closed-Loop-Karten (z. B. Geschenkkarten), mobiler Apps, digitaler Geldbörsen oder Transaktionen durch virtuelle Währungen zählen, stellt Banken wie Nicht-Banken vor zusätzliche Herausforderungen, wenn es darum geht, geeignete Geschäfts- und Abwicklungsmodelle für diesen Markt zu entwerfen. Da verborgene Zahlungen keiner Regulierung unterliegen, gibt es zudem Verbraucherschutz-Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, der Informationssicherheit, der Konfliktlösung, der Betrugsbekämpfung und der Geldwäsche. Ein entsprechendes Mass an Regulierung ist notwendig, um diese Risiken zu minimieren.

Trotz alternativer Zahlungslösungen – Banken bleiben zentral

Auch wenn es immer mehr konkurrierende Anbieter und alternative Zahlungsmethoden wie digitalen Geldbörsen und mobilen Anwendungen gibt, sind Banken weiterhin in einer starken Position, wenn sie den Kundenanforderungen durch neue innovative Lösungen gerecht werden wollen.

Banken sind deutlich besser aufgestellt als ihre Konkurrenz, da sie ganzheitliche Lösungen über alle Instrumente und Kanäle hinweg anbieten können. Sie sind als zentraler Zahlungsdienstleister effizienter, weil sie nicht auf verschiedene Anbieter für jeden einzelnen Zahlungsvorgang zurückgreifen müssen. Während Banken weiterhin daran arbeiten, ihre ganzheitlichen Lösungen zu verbessern, können sie mit Hilfe von Echtzeit-Zahlungsverkehrssystemen neue Leistungen entwickeln und das Wachstum vorantreiben.



Eine weitere mit grossen Auswirkungen auf den Zahlungsverkehrsmarkt verbundene Technologie ist die Blockchain. Sie wurde ursprünglich zur Unterstützung von Bitcoins und anderen Kryptowährungen entwickelt und basiert darauf, die Leistung individueller Rechner zu bündeln, um damit Transaktionen zu erfassen und zu speichern.

Die drei wichtigsten Eigenschaften von Blogchain sind Transparenz, Dezentralisierung und Keysigning. Diese Mixtur birgt das Potenzial, Finanztransaktionen effizienter zu machen und das globale Netzwerk für Transaktionen zu verändern. Diese Technologie ist in der Lage, die Umlaufgeschwindigkeit von Geld zu beschleunigen und in der Zukunft
eine echte Alternative zu den traditionellen Banksystemen darzustellen.

Der Report zum Download: worldpaymentsreport.com

 

Artikel von: Capgemini
Artikelbild: © Denis Rozhnovsky – shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.


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