Das passende Konto finden – wann ist welches Konto sinnvoll?

12.09.2015 |  Von  |  Allgemein

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Das passende Konto finden – wann ist welches Konto sinnvoll?
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Wenn es um das Thema des Anlegens geht, können Kunden zwischen Callgeldkonten, Sparbüchern oder anderen Anlagemöglichkeiten wählen. Allerdings möchten Kunden nicht immer nur Geld sparen oder anlegen, sondern auch täglich auf ihr Geld zugreifen und mit ihm arbeiten können.

In diesem Fall gibt es eine Reihe von normalen Konten, die auch als Kartenkonten bezeichnet werden. Angefangen von normalen Privatkonten, über Jugendkonten bis hin zu Kontokorrentkonten gibt es einige Modelle, die Sie bei Ihrer Bank auswählen können. Welche das sind und welche Vorteile die einzelnen Konten bieten, zeigt Ihnen der nachstehende Report.

Wenn Sie ein Konto für den alltäglichen Gebrauch eröffnen wollen, werden Sie bei den meisten Banken mit einer Reihe von Angeboten konfrontiert. Zwar haben statistisch die meisten Menschen bereits in jungen Jahren ein Kinderkonto oder zumindest ein Sparbuch bei einer Bank und wechseln diese Bank mit dem Erhalt eines eigenen Privatkontos auch nicht mehr. Wenn Sie aber den Vergleich anstellen, werden Sie schnell feststellen, dass es bei einer anderen Bank oder Direktbank vielleicht viel günstiger wäre.

Bei einem Alltagskonto kommt es – anders als beim Callgeldkonto – weniger auf die gewährten Zinsen an, sondern mehr auf den Service und den Komfort. Auch die Erreichbarkeit spielt bei einem solchen Konto eine große Rolle und sollte in den eigenen Vergleich mit einbezogen werden.

Was ist ein Privatkonto?


Bild: © Dmitry-Kalinovsky – shutterstock.com

Mit der Kredit- oder EC-Karte kann Geld nicht nur bei der Hausbank, sondern ebenfalls bei anderen Banken sowie im Ausland abgehoben werden. (Bild: © Dmitry-Kalinovsky – shutterstock.com)


Das Privatkonto ist das Standard-Konto, wenn Sie ein Konto für den Alltag suchen und ist in der Regel auch als Girokonto bekannt. Dieses Konto dient als Bezug für Überweisungen, Gehaltsübertragungen und anderen Geschäften. Das Girokonto ist eines der ältesten Konten der Banken und wird nahezu von jeder Bank – egal ob Direktbank oder nicht – gewährt.

Das Privatkonto zeichnet sich im Test dadurch aus, dass es als Lohn- und Rentenkonto dient. Das bedeutet, dass alle Zahlungen auf eben dieses Konto laufen und es somit für den täglichen Zahlungsverkehr geeignet ist. In der Regel wird der Zahlungsverkehr in CHF abgehalten, doch gibt es bei einigen Banken auch ein Privatkonto mit Fremdwährungen. Hier werden Euro, Pfund oder US-Dollar aufgeführt. Wer häufig Überweisungen ins Ausland tätigt oder eng mit Kunden aus umliegenden Ländern arbeitet, für den sind solche Fremdwährungskonten durchaus geeignet. Im Inland werden hier aber meist die Privatkonten mit eigener Währung gewählt. Hier entfallen Wechselkursgebühren.

Das Privatkonto kann generell von jeder Person eröffnet werden, sofern keine starken Verschuldungen von Seiten der Bank festgestellt werden. Ein Privatkonto kann nach Abschluss des Vertrages zusätzlich mit einer Kreditkarte ausgestattet werden, die entweder als klassische Kreditkarte funktioniert oder mit einem Prepaid-Guthaben arbeitet. Letztere funktioniert wie eine Guthabenkarte. Mit ihr kann nur das Geld ausgegeben werden, welches Sie auch wirklich auf dem Konto besitzen – ein idealer Schutz vor unnötigen Schulden.

Wie die Gebühren für diese Privatkonten aussehen, hängt von den jeweiligen Banken ab. Oft ist es üblich, dass eine geringe monatliche Gebühr erhoben wird. Wird allerdings ein bestimmtes Kundenvermögen erreicht, bieten viele Institute dann eine kostenlose Kontoführung an.

Dienste des Privatkontos:

  • EC-Karte zum Konto
  • Zahlungsaufträge/Überweisungen
  • Bargeldauszahlung an Automaten
  • Geringe Verzinsung
  • Kreditkarte als Zusatz möglich
  • Monatliche Auszahlungsgrenzen möglich
  • Konto für geringe bis mittlere Umsätze

Was bietet ein Kontokorrentkonto?

Das Kontokorrentkonto ist streng genommen ebenfalls ein Privatkonto, wird aber auch gern als Geschäftskonto bezeichnet. Das liegt vor allem daran, weil Kontokorrentkonten kein eigenes Rückzugslimit besitzen. Was versteht man aber unter einem Rückzugslimit? Hiermit ist nicht gemeint, dass Geld nach einer Überweisung zurückgezogen werden kann, sondern handelt es sich hierbei um die Summe, die monatliche vom Konto abgeführt oder abgehoben werden kann. Besitzt ein Privatkonto ein Rückzugslimit von 30.000 CHF, so kann monatlich nur mit eben diesen 30.000 CHF gearbeitet werden. Bei privaten Personen sind solche Rückzugsregelungen meist uninteressant, wenn aber ein eigenes Unternehmen gegründet werden möchte, sollten Sie sich schon einmal mit dem Rückzugslimit beschäftigen.

Bei einem Kontokorrentkonto besitzen Sie in der Regel kein Rückzugslimit, weswegen solch ein Konto immer als Geschäftskonto genutzt wird oder für die Personen in Frage kommt, die gern mit großen Summen arbeiten und handeln.
Apropos Handeln: Das Kontokorrentkonto hat einen weiteren entscheidenden Vorteil. Mit dem Konto können Sie nicht nur in CHF handeln, sondern lassen sich jederzeit auf Fremdwährungen umrechnen und auf das Konto einzahlen. Während bei einem normalen Privatkonto immer eine Gebühr fällig wird oder im schlimmsten Fall ein zweites privates Fremdwährungskonto eröffnet werden muss, kann das Kontokorrentkonto alle Fremdwährungen verarbeiten. Es gibt bei den Transaktionen also keine Umrechnungsverluste.

Wie auch beim Privatkonto, lassen sich auch die Funktionen des Kontokorrentkontos erweitern. So können Sie jederzeit eine Kreditkarte beantragen, die ebenfalls klassisch oder auf Guthabenbasis arbeitet.

Merkmale des Kontokorrentkontos:

  • EC-Karte zum Konto
  • Zahlungsaufträge/Überweisungen
  • Bargeldauszahlung
  • Geringe Verzinsung
  • Fremdwährungen werden ohne Umrechnungsverluste bearbeitet
  • Kein Rückzugslimit
  • Konto für hohe Umsätze

Ein Blick auf das Jugendkonto


Bild: © Denys-Prykhodov – shutterstock.com

Der Zugriff auf das Geld, das auf einem Konto lagert, ist jederzeit möglich. (Bild: © Denys-Prykhodov – shutterstock.com)


Das Jugendkonto zählt zur Familie der Privatkonten und wird ebenfalls als Alltagskonto betrachtet. Der Unterschied zum Privatkonto ist aber in den Konditionen zu finden. Während ein normales Privatkonto meist mit Kontoführungsgebühren eröffnet werden muss, kann ein Jugendkonto ohne Kosten geführt werden. Hier fordern die meisten Banken auch kein Mindestvermögen, welches auf dem Konto vorhanden sein muss. Die Konditionen für solch eine Regelung können bis 18 Jahre laufen, einige Banken bieten den Bonus auch bis die Kunden 20 Jahre alt sind – hier kommt es immer auf die Banken an.

Desweiteren überzeugen die Jugendkonten mit zahlreichen Sonderdienstleistungen. Während Kreditkarten bei normalen Privatkonten meist monatlich oder jährlich bezahlt werden müssen, können Jugendkonten kostenlose Kreditkarten beantragen. Ist das nicht der Fall, gibt es häufig auch Vergünstigungen in den jährlichen Gebühren. Allerdings werden die Jugendkonten nur selten mit klassischen Kreditkarten ausgestattet. Die Banken und auch der Staat wollen somit verhindern, dass Jugendliche sich schon in jungen Jahren stark verschulden. Aus diesem Grund können Jugendkonten oft nur mit Guthaben-Kreditkarten ausgestattet werden.

Eine Sonderform des Jugendkontos ist das Ausbildungskonto. Dieses Konto kann nur dann als solches umgewandelt oder eröffnet werden, wenn die Bank einen gültigen Ausbildungsvertrag vorliegen hat. Während der Zeit der Ausbildung bekommt der Kunde dann besondere Vorteile geschenkt. So werden oft Vorteilszinssätze gewährt oder es werden die monatlichen Gebühren erlassen. Solch ein Ausbildungskonto bietet also die Vorteile, die auch ein Jugendkonto bietet. Einziger Unterschied: Das Ausbildungskonto kann auch dann genutzt werden, wenn Sie über 20 Jahre alt sind.

Merkmale des Jugendkontos/Ausbildungskontos:

  • Alle Merkmale des Privatkontos
  • Vergünstigungen und Sondertarife möglich
  • Jugendkonto maximal für Kunden bis 20 Jahren
  • Ausbildungskonten für Kunden bis 30 Jahren möglich

Das Depotkonto – eine spekulative Angelegenheit

Eine Sonderform der Kontoführung ist das Depotkonto. Anders als beim Privatkonto wird dieses Konto nur selten für alltägliche Zahlungen genutzt, ist für so manchen Kunden aber eine alltägliche Anlaufzentrale. Auf einem Depotkonto lagern Sie gewünschte Geldsummen, mit welchen Sie dann im Anschluss an der Börse handeln können. Sie legen das Geld in Wertpapiere an, müssen hierfür aber immer gewisse Transfergebühren zahlen. Und hier liegt der große Unterschied zwischen den Banken.

Nicht jede Bank bietet günstige Gebühren an, wenn Sie mit dem Geld vom Depotkonto handeln wollen. So kann es sein, dass Sie bis zu 200 Franken zahlen müssen, um ein Wertpapier zu kaufen. Für Kleinanleger kann solch ein Depotkonto dann schnell sehr unattraktiv werden. Sollten Sie also Ihr Geld spekulativ anwenden wollen, sollten Sie sich im Vorfeld eine Bank aussuchen, bei der die Transfergebühren möglichst gering ausfallen. Gerade bei jungen Start-Up-Unternehmen kann sich ein Börsengang lohnen, wenn im Voraus ein gewisses Kapital angehäuft wurde. Der Einstieg ist auch für Privatpersonen nicht immer einfach, da viel Erfahrung an der Börse benötigt wird.

Merkmale eines Depotkontos

  • Kein Konto für Alltagsgeschäfte
  • Konto für den Börsengang
  • Spekulativ
  • Hohe Gewinne möglich
  • Hohe Risiken
  • Erfordert viel Erfahrung

Fazit

Egal ob Sie als Jugendlicher ein neues Konto eröffnen wollen oder bereits seit Jahren ein Privatkonto besitzen – in beiden Fällen kann sich ein Blick über die Angebote und die verschieden Boni und Vorteile lohnen. Die Banken stehen im engen Konkurrenzkampf, wovon Sie in erster Linie profitieren!

 

Artikelbild: © Andrey_Kuzmin – shutterstock.com

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