Der Businessplan für kleine Projekte

19.05.2015 |  Von  |  Organisation
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Auch bei kleineren Projekten ist es sinnvoll, einen Businessplan zu entwickeln. In der Regel lässt sich eine Idee viel besser vertiefen und intensiver an der konkreten Umsetzung arbeiten, wenn sich alles nicht nur im Kopf abspielt, sondern der Arbeitsprozess niedergeschrieben wird.

Darüber hinaus hilft ein Businessplan sich strukturiert mit einer Idee auseinanderzusetzen, ohne dass einzelne Punkte im Laufe der Zeit verloren gehen.

Gerade bei kleinen Projekten scheint ein Businessplan häufig überflüssig und nur zusätzliche Arbeit zu sein. Doch ein niedergeschriebener Plan hilft auch bei kleinen Projekten nicht nur Struktur herein zu bringen und schützt vor dem Vergessen, er hilft auch gerade kleine und unnötige Fehler zu vermeiden und kann dadurch schneller zum Erfolg führen.

Ein Businessplan für kleinere Online-Projekte

Bei kleineren Projekten ist in der Regel eine abgespeckte Form eines Businessplans durchaus ausreichend, schliesslich muss dieser nicht einer Bank vorgelegt werden, um Gelder zu akquirieren. Im Folgenden zeigen wir Ihnen was aber auch in einem abgespeckten Businessplan nicht fehlen sollte.

Executive Summary

Das sogenannte Executive Summary ist eine Zusammenfassung des Businessplans. So lange der Businessplan nicht für Dritte (bspw. Banken und Investoren) gedacht ist, ist dieser Punkt jedoch nicht zwingend erforderlich.

Die Geschäftsidee

Unter diesem Punkt wird das Produkt oder die Dienstleistung vorgestellt und vor allem der Kundennutzen besonders hervorgehoben. Auch wenn dieser Schritt zunächst vielleicht banal klingt, ist er sehr wichtig, da Sie sich hier intensiv mit der Geschäftsidee auseinandersetzen und versuchen einen möglichst einzigartigen Kundennutzen (USP) zu generieren.

Wettbewerbs- und Marktanalyse

Unabhängig davon ob es sich um einen Online-Shop, eine Nischenseite oder eine App handelt, dürfen Wettbewerbs- und Marktanalyse auf keinen Fall fehlen. Sie sollten wissen wer Ihre Wettbewerber sind oder werden könnten und die Schwächen und Stärken der anderen im Wettbewerb kennen.

Die Zielgruppe sollte sehr genau definiert sein. Alle folgenden Marketing- und Vertriebsstrategien bauen darauf auf. Sie müssen Ihre Zielgruppe genau kennen, um sie zielgerichtet ansprechen zu können.

Marketing- und Vertriebsstrategie

Eine gut durchdachte Marketing- und Vertriebsstrategie darf auf keinen Fall fehlen. Sie müssen darüber entscheiden, welche Marketingmassnahmen Sie einsetzen möchten und eine dafür passende Strategie entwickeln. Gerade der Online-Bereich bietet hier viele Möglichkeiten und hält für unterschiedliche Situationen verschiedene Marketinginstrumente bereit.


Vor allem bei grösseren Vorhaben ist ein gut aufgestellter Finanzplan von grosser Bedeutung. (Bild: © YanLev - shutterstock.com)

Vor allem bei grösseren Vorhaben ist ein gut aufgestellter Finanzplan von grosser Bedeutung. (Bild: © YanLev – shutterstock.com)


Rechtsform

Ausserdem sollte über die passende Rechtsform nachgedacht werden. Statt dem Einzelunternehmer kann es im Internet durchaus sinnvoll sein sich für die Unternehmergesellschaft als Rechtsform zu entscheiden. Bei Haftungsfragen fällt so die persönliche Absicherung leichter.

Der Businessplan für grössere Projekte

Bei kleineren Projekten können die bisher genannten Punkte für einen Businessplan durchaus ausreichend sein. Je grösser ein Projekt wird, wenn mit mehreren Personen zusammen gearbeitet werden soll oder externe Investoren beteiligt werden sollen, kann es jedoch sinnvoll sein den Businessplan zu erweitern.

Das Gründerteam

Vor allem für externe Investoren ist es sehr interessant mehr über die Personen zu erfahren, die an der Gründung beteiligt sind. Hier sollten Lebensläufe eingefügt werden und von Erfahrungen, Qualifikationen aber auch persönlichen Stärken und Schwächen die Rede sein.

Umsetzungsplan

Ein Umsetzungsplan kann durchaus schon für ein kleineres Projekt interessant sein. Hier werden alle wichtigen Meilensteine der Geschäftsidee festgehalten. Sollen Dritte den Businessplan lesen, sollte dieser Punkt jedoch nicht zu ausführlich ausfallen und darauf geachtet werden, dass wirklich nur die wichtigsten Meilensteine übersichtlich aufgeführt sind.

Ausserhalb des eigentlichen Businessplans kann ein weiterer Umsetzungsplan verfasst werden, der nicht für Dritte gedacht ist. Hier können zum Beispiel Monatsziele definiert und detailliertere Meilensteine festgeschrieben werden, die im eigentlichen Businessplan nicht zu finden sind.

SWOT-Analyse

In einer SWOT-Analyse (Strength, Weaknesses, Opportunities, Threats) werden interne Stärken und Schwächen des Projekts untersucht, um anschliessend Chancen und Risiken auf dem Markt zu analysieren. Intern kann diese Analyse wertvolle Erkenntnisse liefern aber vor allem Investoren können sich so ein besseres Bild machen.



Finanzplan

Vor allem bei grösseren Vorhaben ist ein gut aufgestellter Finanzplan von grosser Bedeutung. Schliesslich muss schon vor der Gründung klar sein, wie viel Geld für die Verwirklichung der Geschäftsidee benötigt wird. Ein Finanzplan gibt einen deutlichen Überblick über die benötigten finanziellen Mittel.

 

Originalartikel erschienen auf my-business-blog.de.
Oberstes Bild: © Trueffelpix – fotolia.com


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