Die Personalwirtschaft und ihre 10 Aufgaben

29.04.2015 |  Von  |  Organisation, Personalleitung

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Die Personalwirtschaft und ihre 10 Aufgaben
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Mit diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über die Aufgaben der Personalwirtschaft innerhalb eines Unternehmens. Die Mitarbeiter sind bekanntermassen das wichtigste Kapital einer Organisation und aus diesem Grund ist die Personalwirtschaft von eminenter Bedeutung.

Je nachdem, wie die Personalabteilung arbeitet, bestimmt sie in einem hohen Masse über die Arbeitsleistung, die Motivation, die Innovationsfähigkeit und Zufriedenheit der Mitarbeiter. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen gewähren der Personalwirtschaft oftmals nur geringe Beachtung. Ich würde ihnen aber unbedingt vorschlagen, dass sie sich einmal die grossen Firmen ansehen, wie diese Personalwirtschaft betreiben.

Versuchen Sie, aus den Erkenntnissen dieses Beitrags oder aus Ihren eigenen Beobachtungen potenzielle Umsetzungsmöglichkeiten abzuleiten. Denn Ideen und Vorgehensweisen können Sie aus der Literatur zum Thema Personalwesen nicht 1:1 für kleinere Unternehmen adoptieren, vielmehr sollten Ihnen die Prozesse und Herangehensweisen von bedeutenden Unternehmen als Inspirationsquelle dienen.

Personalplanung

Die Personalplanung ist in den Büchern als eine „gedankliche Vorwegnahme des zukünftigen Personalgeschehens im Unternehmen“ definiert. Das heisst nichts anderes, als dass man versucht zu planen, wie viel Personal mit welchen Fähigkeiten man in Kürze im Betrieb benötigt.

Kleine Unternehmen reagieren oft erst dann auf einen Personalmangel, wenn es bereits zu spät ist. Dann merkt man, dass man selbst oder seine Mitarbeiter einen sehr hohen Workload leisten muss. Bis dann endlich ein neuer Mitarbeiter eingestellt ist, dauert es im Normalfall auch noch eine gewisse Zeit.

Daher: Eine frühzeitige Personalplanung hätte vermutlich viel Stress erspart.

Personalbeschaffung

Personalbeschaffung heisst, die für das Unternehmen notwendigen Arbeitskräfte zu rekrutieren. Diese sollten natürlich sowohl in qualitativer, quantitativer als auch zeitlicher Hinsicht passen und geeignet sein.

Schliesslich ist jeder Arbeitnehmer ein Individuum. Das Unternehmen muss einerseits schauen, dass es genügend Arbeitskräfte beschafft (quantitativer Aspekt), dass die Personen die richtigen Fähigkeiten mitbringen (qualitativer Aspekt) und dass die Mitarbeiter zur richtigen Zeit zur Verfügung stehen.



Über das Internet ergeben sich für kleine Unternehmen ideale Möglichkeiten, kostengünstig hoch qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Meist können sie sehr einfach über Karriere-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn rasch passende Kandidaten entdecken.

Personaleinsatz

Wird eine neue Arbeitskraft eingestelt, beginnt der Personaleinsatz – mit dem Verlassen des Unternehmens endet er. Im Rahmen des wirtschaftlichen Personaleinsatzes gilt es zum einen, bestmögliche Leistungen mit einem Mitarbeiter zu erzielen, zum anderen aber auch, seine Zufriedenheit zu fördern. Das Ganze sollte mit einem geringstmöglichen Kosteneinsatz verbunden sein.

Personalführung

Die Personalführung trägt Sorge dafür, dass die Unternehmensziele und strategische Entscheidungen jeweils durch die Vorgesetzten effektiv umgesetzt werden.

Führungskräfte müssen heutzutage eine Anzahl von bestimmten Fähigkeiten mitbringen, um ihre Mitarbeiter bestmöglich anzuleiten.


Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital einer Organisation. (Bild: © auremar - shutterstock.com)

Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital einer Organisation. (Bild: © auremar – shutterstock.com)


Personalentlohnung

Bei der Entlohnung des Personals spielen vor allem drei Punkte eine Rolle:

Lohnfindung

Welchen Lohn soll ein Mitarbeiter für seine Arbeit erhalten? Dabei muss er einigen Kriterien gerecht werden: der Qualifikation, dem Markt, dem Sozialgefüge, der Leistung und den Anforderungen.

Entgelt

Welche zusätzlichen Erfolgs- oder Kapitalbeteiligungen soll der Mitarbeiter erhalten?

Personalkosten

Erfasst werden die Personalbasiskosten und die Personalzusatzkosten wie beispielsweise. Sozialleistungen.

Personalentwicklung

Die Personalentwicklung bedeutet, dass in einem Unternehmen dafür gesorgt wird, dass die Mitarbeiter stets weiterqualifiziert werden.

Namentlich in kleineren und mittleren Unternehmen steht oftmals wenig Geld für Weiterbildungsmassnahmen zur Verfügung. Trotzdem sollten kleine Unternehmen alles versuchen, um ihre Mitarbeiter stetig voranzubringen.

Nicht nur teure Seminare in der Schweiz bieten Weiterbildungen für Ihre Mitarbeiter, denkbar sind zum Beispiel auch Webinare im Internet. Oder – schaffen Sie für Ihre Mitarbeiter Zeiten, um Fachmagazine und Internetseiten zu lesen und sich auf diese Weise weiterzubilden.

Personalfreistellung

Unter Personalfreistellung versteht man eine gewisse Anpassung von Arbeitsverhältnissen, allerdings ohne dass es zwangsläufig zu Entlassungen kommt.

Bei einer internen Personalfreisetzung wird ein Mitarbeiter nicht entlassen, sondern die Personalabteilung nutzt Massnahmen wie z. B. den Abbau von Mehrarbeit, die Einführung von Kurzarbeit oder eine Versetzung.

Personalverwaltung

Die Personalverwaltung ist mit verschiedenen dauerhaften bzw. ständigen Aufgaben der Personalwirtschaft betraut. So geht es in der Personalabteilung beispielsweise um diverse administrative Tätigkeiten (z. B. die Gehaltsrechnung).

Kleine Unternehmen können dahingehend Ressourcen sparen, wenn sie bestimmte administrative Arbeiten an spezielle Dienstleister outsourcen.

Personalpolitik

Im Rahmen der Personalpolitik geht es um Grundsätze und Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Das betrifft die wechselseitigen Beziehungen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, den Angestellten untereinander und zwischen den Mitarbeitern und ihrer Arbeit.

Je nach Unternehmensphilosophie können Festlegungen der Personalpolitik in der Unternehmenssatzung, in Ordnungen, schriftlichen Anweisungen oder auch mündlich erfolgen.



Personalcontrolling

Das Personalcontrolling ist Verbindungsglied zwischen der Personalwirtschaft mit seiner Planung, Kontrolle sowie Steuerung und der Informationsversorgung.

Es sammelt also in erster Linie Informationen und wertet diese im Anschluss aus.

Ich hoffe, dass Sie durch meinen Artikel zur Inspiration und die eine oder andere Idee für Ihr eigenes Unternehmen gelangen konnten.

 

Originalartikel erschienen auf my-business-blog.de
Oberstes Bild: © Minerva Studio – shutterstock.com


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