Unternehmensführung – ein Überblick

14.04.2015 |  Von  |  Organisation
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Jetzt bewerten!

Die Unternehmensführung – das Management – ist die Zentrale eines Unternehmens, hier entscheidet sich der wirtschaftliche Erfolg des Betriebes. Denn wenn die Unternehmensführung richtig entscheidet, stellt sie die entscheidenden Weichen für die ökonomischen Ergebnisse.

Im umgekehrten Fall, nämlich dann, wenn das Managemet die falschen Entscheidungen trifft, kann das unter Umständen fatale Folgen für das Unternehmen haben. Somit ist es kein Wunder, dass sich in der Unternehmensführung der Erfolg bzw. Misserfolg einer Firma manifestiert.

In Folgenden soll auf die drei Management-Ebenen eingegangen werden. Gleichzeitig werden sie im Einzelnen erläutert.

Die Unternehmensführung funktioniert auf 3 Management-Ebenen

Das Top-Management

Die oberste Unternehmensleitung, das sogenannte Top-Management, besteht aus der Geschäftsführung oder bei Aktiengesellschaften aus dem Vorstand. In diesem Bereich werden meist Grundsatzfragen geklärt und die langfristigen strategische Festlegungen getroffen.

Fehlentscheidungen des Top-Managements beeinflussen ein Unternehmen natürlich besonders schwerwiegend. Allerdings muss sich das nicht unbedingt auch auf den beruflichen Erfolg sowie auf das Gehalt eines Managers auswirken.

Generell bin ich nicht der Verfechter hoher Manager-Gehälter. Jedoch halte ich es für absolut untragbar, dass Manager, die einen wirklich schlechten Job machen und dem Unternehmen sogar Schaden zufügen, dennoch ein Gehalt überwiesen bekommen, das das aller Mitarbeiter bei Weitem übersteigt.

Oft genug erhalten diese Leute obendrauf noch eine achtstellige Abfindung – und das für ein gänzliches Führungsversagen.

Für gute Arbeit hingegen sollten Manager ruhig auch sehr gut bezahlt werden, denn schliesslich müssen sie deutlich länger arbeiten als viele Mitarbeiter. Zudem tragen sie natürlich eine beachtliche Verantwortung.

In solchen Fällen sollte der Aufsichtsrat eingreifen – und die Vergütung der Vorstände an den langfristigen Erfolg des Unternehmens gekoppelt sein. Zwar kann ein schnelle Verkauf von Unternehmenssparten die Firmenbilanz „aufhübschen“ (Windowdressing) und der Vorstand kann den Aktionären zeigen, wie gut doch die Firma läuft.

Langfristig allerdings können solche Verkäufe eventuell zulasten des Unternehmens gehen und sich dann eher als schädlich herausstellen. Natürlich sind Verkäufe oft auch recht sinnvoll; sie werden  aber leider auch missbraucht, nur um Aktionäre zufriedenzustellen.

Der Vorstand besteht aus:

  • dem/den Vorstandsvorsitzenden
  • den Direktoren für die einzelnen Aufgabenbereiche wie z. B.
  • CFO „Chief Financial Officer“ – zuständig für Finanzen
  • CTO „Chief Technology Officer“ – Leiter für Forschung und Entwicklung
  • COO „Chief Operating Officer“ – zuständig für das operative Geschäft
  • CIO „Chief Information Officer“ – zuständig für Datenverarbeitung

In einer GmbH beispielsweise kann die oberste Unternehmensleitung ganz anders aussehen, wobei auch hier gerne der Titel des CEO, CFO oder weiterer Chief Officer verwendet wird, (zumindest in Start-Ups), was aber genau genommen natürlich nicht richtig ist.

Mittlere Führungsebene

Dem Top-Management unterstellt ist die mittlere Führungsebene (Middle-Management). Hierunter zählen z. B. Abteilungsleiter.

Das Middle-Management hat die Aufgaben, die Vorgaben des Top-Management umzusetzen und Abläufe zu strukturieren.

Oft ist vor allem das Mittlere Management noch weiter unterteilt. So gibt es Abteilungsdirektoren, Hauptabteilungsleiter, Abteilungsleiter oder Gruppenleiter.

Die Entscheidungen umfassen einen mittelfristigen Zeithorizont, der in der Regel nicht länger als ein bis zwei Jahre misst. Gerade dieser Aspekt kann je nach Unternehmensgrösse und Branche sowie für jedes einzelne Unternehmen individuell sehr stark variieren.

Untere Führungsebene

Die Massnahmen der unteren Führungsebene (Lower-Management) sind auf einen kurzfristigen Zeithorizont ausgerichtet. Als Beispiel dient hier der Meister, welcher für Azubis oder andere Mitarbeiter verantwortlich zeichnet.

Zum Lower-Management gehören oft auch Projektleiter. Sie sind dafür verantwortlich, die Vorgaben des mittleren Managements in einzelne Arbeitsschritte zu unterteilen. Selbstredend sollten sie nach Möglichkeit die gesteckten Ziele auch erreichen.

Verallgemeinernd kann man sagen, je höher die Führungsebene , desto höher ist die Verantwortung und daraus folgend auch das Gehalt.

Voraussetzungen für die oberen Führungsebenen sind vor allem: sehr hohes Durchsetzungsvermögen, gute Soft-Skills, Fachkenntnisse in der Branche sowie allgemeine Kenntnisse der Betriebswirtschaftslehre.

Es gilt: Mit steigender Führungsebene haben Entscheidungen auch grössere Folgen für das Unternehmen – und wer dann keine betriebswirtschaftlichen Fachkenntnisse besitzt, der kann oftmals die Tragweite seiner Entscheidungen nicht richtig einschätzen. So lautet jedenfalls die Meinung vieler Personaler.



Wer jetzt glaubt, das Lower-Management sei für den Unternehmenserfolg nicht so wichtig, der irrt. Arbeitet das Lower-Management nicht effektiv, kann das Top-Management noch so ausgeklügelte Strategien entwickeln. Also – erst die Zusammenarbeit und die Qualität der einzelnen Führungsebenen zusammen können zu einem unternehmerischen Erfolg führen.

 

Originalartikel erschienen auf my-business-blog.de
Oberstes Bild: © IAKOBCHUK VIACHESLAV – shutterstock.com


Ihr Kommentar zu:

Unternehmensführung – ein Überblick

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.