Selbstverantwortung: Konflikte im Team lösen

12.11.2014 |  Von  |  Kommunikation
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Selbstverantwortung: Konflikte im Team lösen
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Mal sind sie eher kleinerer, mal aber auch grosser Natur. Streitigkeiten und Auseinandersetzungen existieren in nahezu jedem Mitarbeiter-Team. Reichte in früheren Zeiten hier schon einmal das Machtwort des Chefs, greift dieser Ansatz in der heutigen Zeit kaum noch. Dazu haben sich die Wertevorstellungen und die Denkweisen zu weit in eine andere Richtung verschoben.

Dass sich der Vorgesetzte in Konflikte einmischt, wird zwar immer noch das ein oder andere Mal praktiziert, die Ideallösung ist dies aber nicht. Laufen gelassen werden sollte ein Streit bzw. Konflikt unter Teammitgliedern aber auch keinesfalls. Dies kann zu einer Eskalation führen.

Stattdessen ist Selbstverantwortung gefragt, gerade wenn der Chef in der Mitarbeiterführung bisher nicht überzeugen konnte. Halten sich die Teams dabei an gewisse Spielregeln, kann der Konflikt oftmals beendet werden.

Team-Konflikt: Machtworte des Chefs taugen nicht unbedingt zur Lösung

Konflikte treten im Arbeitsleben eigentlich immer dann auf, wenn mehrere Personen voneinander in irgendeiner Form abhängig sind. Für Teams wird es dann gefährlich, wenn die Konflikte eskalieren oder sich zu einem unterschwelligen Dauerstreit entwickeln. Schliesslich belasten explizite Auseinandersetzungen das Team emotional, wobei viel Energie gebunden wird. Wichtig ist es daher, unter dem Motto „Anpacken statt Aussitzen“ Initiative zu zeigen. Wer sich nämlich lieber auf das Machtwort des Chefs verlässt, kann weitere Probleme herauf beschwören. Denn: Bei einer autoritären Lösung wird der Kern des Problems bzw. des Konflikts gar nicht aus der Welt geschaffen, stattdessen wird eine notgedrungene Einigung herbei geführt.

Das gesamte Team ist bei der Konfliktlösung gefragt

Auch Vier-Augen-Gespräche oder Alleingänge eines besonders engagierten Teammitglieds bieten sich nur in den seltesten Fällen an. Erfahrene Coaches sehen hier sogar Potenzial für weiteren Zündstoff. Wenn Teammitglieder mit bereits fertigen Lösungen vorstellig werden, kann das nämlich die Interessen anderer Teammitglieder berühren und eventuell verletzen. Stattdessen ist es ratsam, dass sich grundsätzlich das gesamte Team um eine einvernehmliche Lösung bemüht. Etliche Coaches und Unternehmensberater empfehlen diesbezüglich, dass der Chef eigentlich nur dann mit ins Boot geholt werden sollte, wenn er – wie etwa beim Bossing – ein Teil  des Problems ist.

Gespräche müssen zwingend während der Arbeitszeit stattfinden

Entsprechende Konflikte lassen sich aber selten nach Feierabend lösen. Daher sollte die Konfliktbehandlung auch während der normalen Arbeitszeit stattfinden. Eine versuchte berufliche Konfliktlösung nach der Arbeitszeit schwächt dagegen die eigene Position im Betrieb und kann zudem neue Konflikte erzeugen, die dann auch ins Privatleben ausstrahlen. Ein Vorgesetzter muss dann aber auch die entsprechenden Freiräume innerhalb der Arbeitszeiten zur Konfliktbewältigung einräumen. Alleine schon aus Eigeninteresse, da die Produktivität der Teams gemeinhin durch ungelöste Konflikte beeinträchtigt werden kann. Wichtig ist aber immer, dass sich das gesamte Team auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Erst dann sollten Ziele definiert und Lösungen besprochen werden.

 

Oberstes Bild: © Photographee.eu – shutterstock.com


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