Barcode und Barcode-Scanner

05.11.2014 |  Von  |  Werbung
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Barcode und Barcode-Scanner
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Vielen Menschen hierzulande sind der Barcode und die Barcode-Scanner fast ausschliesslich vom täglichen Einkauf her bekannt. Dort erlauben die vielen kleinen Strichmuster auf den Verpackungen eine schnelle Eingabe des Preises an der Kasse. Voraussetzung dafür ist natürlich ein entsprechender Barcode-Scanner. Dieser liest den auf der Verpackung aufgedruckten Strichcode ein und macht das Kassieren schnell und bequem.

Wer sich nach dem Einkauf den Kassenbon genauer anschaut, stellt fest, dass hier nicht einfach nur Preise addiert werden. Zu praktisch jeder einzelnen Position gibt es ausser dem Preis weitere Angaben zum Produkt, die den jeweiligen Artikel nachvollziehbar machen. Dies gehört zu den grossen Vorteilen des Einsatzes von Strichcode und Barcode-Scanner. Möglich sind aber auch wesentlich umfassendere Lösungen in der Anwendung.

Was hat es auf sich mit den vielen Strichen?

Der Barcode, auch als Strichcode bezeichnet, ist eine elektronisch lesbare Zeichenfolge. Bei diesen Zeichen handelt es sich hier in aller Regel um schwarze Striche mit weissen Abständen, angeordnet als Balken. Einen eigentlichen Code im Sinne einer Verschlüsselung gibt es hier nicht. Die unterschiedlichen Breiten der Striche und der Abstände definieren die Informationen, die sich hinter dem Strichcode verbergen. Das grosse Spektrum der Möglichkeiten erlaubt hier eine breite Anwendung nicht nur zur Preisauszeichnung von Waren, sondern auch zur Identifikation von Produkten, Leistungen und sonstigen Informationen.

Neben dem klassischen Strichcode als 1D-Code gibt es mittlerweile auch 2D-Codes. Diese sind beispielsweise als QR-Code immer weiter verbreitet. Ein 2D-Code erlaubt eine noch wesentlich grössere Informationsdichte und ergänzt damit die Möglichkeiten des klassischen Strichcodes. Möglich sind auch Sonderformen wie beispielsweise der eigens von der Deutschen Post entwickelte Strichcode.

Die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten

Barcodes lassen sich sehr vielseitig einsetzen. Über den weithin bekannten Einsatzbereich im Handel hinaus werden Strichcodes auch in der industriellen Produktion zur Kennzeichnung von Bauteilen, in der Lagerhaltung und Logistik, aber auch im medizinischen Bereich eingesetzt. Je nach gewünschtem Informationsgehalt lassen sich Barcodes  individuell erstellen. Allerdings sind vor allem im internationalen Warenverkehr bestimmte Normen einzuhalten.

So findet man die bekannten Strichcodes nicht nur auf Waren im Handel, sondern auch auf Halbfertigfabrikaten, auf medizinischen und medizintechnischen Produkten oder auf Umverpackungen. Zum Übertragen bestimmter Informationen können sie auch auf Bildschirmen dargestellt und von dort eingelesen werden.


 Diese QR-Codes sind immer weiter verbreitet. (Bild: © Alexandru Nika - shutterstock.com)

Diese QR-Codes sind immer weiter verbreitet. (Bild: © Alexandru Nika – shutterstock.com)


Barcode-Scanner übersetzen Inhalte

Die sogenannten Barcode-Scanner werden zur technischen Ablesung der Barcodes eingesetzt. In Frage kommen hier zum Lesen der Informationen unterschiedliche Systeme der optoelektronischen Erfassung. Gelesen werden können die Strichcodes von speziellen Kameras wie auch von unterschiedlichen Ausführungen der bekannten Barcode-Scanner.

Bei den Barcode-Scannern unterscheidet man zwischen fest installierten Systemen und Handgeräten. Eine Form der Handgeräte ist ein spezieller Lesestift, der die Hell-Dunkel-Unterschiede im Barcode einliest und so die entsprechenden Informationen auswerten kann. Im Lebensmittelhandel sowie in Lagerhaltung und Logistik kennt und verwendet man vor allem Handscanner.  Diese übermitteln die eingelesenen Informationen entweder kabelgebunden oder über Funk.

Bei Discountern und Supermärkten sind die fest in den Kassentisch installierten Barcode-Scanner in Gebrauch. Hier reicht ein einfaches Überziehen des Barcodes über den Kassentisch, um die erforderlichen Informationen einlesen zu lassen. Meist bestätigt ein akustisches Signal, dass der Code erkannt, eingelesen und registriert wurde.

Ohne Programme läuft nichts

Ein aufgedruckter Barcode und das Einlesegerät allein reichen natürlich nicht aus, um aus einem Barcode eine Information zu gewinnen. Das vom Barcode-Scanner eingelesene System an Zeichenabfolgen muss sozusagen übersetzt werden. Dafür sind spezielle Programme in der angeschlossenen Rechentechnik zu hinterlegen. Sie können aus dem eingelesenen Strichcode klare Informationen auslesen und diese sichtbar und für den Menschen lesbar machen. Auf diese Weise kommt beispielsweise im Handel die Information über Produkt und Preis auf den Kassenbon.

Selbst für das Erstellen eines logischen Barcodes werden Programme benötigt, die aus einer Klartextinformation oder einer numerischen Folge einen Strich- oder QR-Code generieren können.

Barcodes im industriellen und logistischen Einsatz

Barcodes werden auch in der industriellen Produktion zunehmend eingesetzt. Hier werden vornehmlich einzelne Bauteile oder Baugruppen mit einem Strichcode versehen, der unterschiedliche Informationen enthalten kann. So lassen sich hier etwa Angaben zum Zulieferer unterbringen oder bestimmte Materialbeschaffenheiten und andere Informationen unterbringen, die für den Produktionsablauf vonnöten sind.

Auch auf Etiketten in der Lagerhaltung und Logistik finden sich Strichcodes immer häufiger. So können am Wareneingang oder im Versand Informationen über Packungsinhalte und andere Variablen  über den Stichcode übermittelt und eingelesen werden. Auf diese Weise lassen sich auch Versandinformationen deklarieren.

Nicht selten findet sich der Strichcode sogar im medizinischen Bereich. Hier werden in der Krankenhausbetreuung über den Strichcode oftmals spezielle Abrechnungsinformationen gespeichert. Diese können dann zur Kostenabrechnung eingelesen werden, ohne dass handschriftliche oder lange Textabfolgen erforderlich werden. Das lohnt sich zumindest bei solchen Standardbehandlungen, die von den Krankenkassen nach festem Kostensatz abgerechnet werden.



Um im Bild zu bleiben, zeigt sich unter dem Strich, dass Strichcodes trotz ihrer bereits weiten Verbreitung immer neue Anwendungsmöglichkeiten finden und in den unterschiedlichsten Bereichen Prozesse erleichtern können.

 

Oberstes Bild: © Juergen Faelchle – shutterstock.com

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