Die Dress-Decodierung

09.10.2014 |  Von  |  Allgemein
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Die Dress-Decodierung
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Eigentlich ist der Dresscode eine feine Sache, denn er ermöglicht allen Teilnehmern einer Veranstaltung, in angemessener Kleidung zu erscheinen und so ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe von Personen auszudrücken. Was aber verbirgt sich hinter den Angaben, die sich unter dem Einladungstext von Business-Schreiben finden?

Wir haben alle wichtigen Codes der Geschäftswelt und die daran geknüpften Erwartungen oder Vorschriften für Sie dechiffriert und listen sie in absteigender Relevanz auf.

– hochoffiziell:
Auf einer so bezeichneten Veranstaltung erwartet der Gastgeber Sie in einem schwarzen, anthrazitfarbenen oder dunkelblauen Dreiteiler mit hellem, einfarbigem Hemd. Ein klassisches Anzugmuster wie Nadelstreifen und dezente Manschettenknöpfe sind die einzigen zulässigen Variationsmöglichkeiten für diesen Dresscode. Der Griff zur Krawatte ist bei „hochoffizieller“ Kleidung Pflicht!

– offiziell:
Hier sind neben den oben erwähnten dunklen Farben auch braune Zwei- oder Dreiteiler sowie pastellfarbene, fein gemusterte Hemden und Krawatten erlaubt. Allerdings dürfen Sie nie mehr als zwei verschiedene Designs kombinieren. Achten Sie daher auch auf die Gestaltung Ihrer Schuhe und Ihres Gürtels!

– Day Informal/Business Attire/Tenue de Ville:
Bei einen Termin, den Sie ausserhalb der eigenen Firma bzw. mit externen Geschäftspartnern verbringen, verlangt der Dresscode nach einem dunklen Tagesanzug mit hellem Hemd, zu dem Sie schlichte Schuhe und eine dezent gemusterte Krawatte kombinieren.

– semi-formal:
Auch wenn dieser Dresscode den Schluss nahelegt, es handle sich um eine „halb-formelle“ Veranstaltung, sind die Erwartungen an Ihre Anzugsordnung relativ hoch. Statt in lockerer Freizeitkleidung möchte der Gastgeber Sie in dunklem Anzug, Hemd und Krawatte sehen.

– Come as you are!
Hinter der verlockenden Aufforderung „Komm, wie du bist!“ lauert eine der grössten Dresscode-Fallen des Business. Tatsächlich dürfen Sie dieser leger klingenden Angabe nämlich nur folgen, wenn Sie bereits einen Tagesanzug oder Baumwollhose und Hemd tragen. Nur dann sind Sie für einen „Come as you are!“-Anlass wie ein Geschäftsessen, den regelmässig stattfindenden Unternehmer-Stammtisch oder einen After-Work-Drink richtig gekleidet.

– casual:
Was sich salopp mit „Freizeitlook“ übersetzen lässt, bedeutet im Business immer noch „angemessen und dezent“. Wählen Sie statt der ausgeblichenen Jeans also lieber eine sehr dunkle oder besser noch eine Kord- bzw. Baumwollhose. Dazu passen ein Polo-Shirt, ein Pullover aus feinem Strickmaterial oder ein Hemd in dezenter Farbe. Die Krawatte darf zu Hause bleiben – Shorts und offene Schuhe MÜSSEN es!

 

Oberstes Bild: © Imillian – Shutterstock.com

Über Christiane Dietering

Christiane Dietering hat eine handwerkliche, zwei kaufmännische und eine Autoren-Ausbildung absolviert. Sie arbeitet als freie Texterin, Rezensentin und Journalistin in den Themenbereichen Kunst und Kultur. Ihre Hauptauftraggeber sind Veranstalter von Musikaufführungen, Lesebühnen und Erotik-Events.


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