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Der Schweizer PC-Markt ist in der Krise – auch der Tablet-Boom kann die Talfahrt nicht stoppen

16.07.2014 |  Von  |  News

Geschätzte Lesezeit: 3 minutes

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Im letzten Jahr wurden in der Schweiz knapp ein Fünftel weniger Computer verkauft, womit auch die Preise eingebrochen ist. Selbst der Trend zu Tablets konnte den Umsatzeinbruch nicht verhindern.

Preisverfall hat sich beschleunigt



Insgesamt sank der Umsatz am PC-Sektor um 18,2 % auf 1,961 Milliarden Franken, nachdem ein Jahr davor noch von einem Umsatzwachstum gesprochen werden konnte. Das Plus bei den Verkaufszahlen geht mit einem dramatischen Preisverfall einher. Während ein Gerät im Durschnitt heute 706 Franken kostet, waren es vor einem Jahr noch um ein Fünftel mehr. 2012 mussten die Kunden noch 885 Franken für einen PC auf den Tisch legen.

Den grössten Rückgang in Sachen Preisgestaltung mussten die Tablets hinnehmen, bei denen ein Einbruch von mehr als 44 % erfolgte. Ursache ist hier die vermehrte Konkurrenz mit Billiggeräten, die gerade den teuren iPads vom Geräteriesen aus Kalifornien, Apple, massiv zusetzt. Infolge der vielen Tiefpreistablets und Spezialangebote bekannter Grossmarktketten, hat sich der Durchschnittspreis fast halbiert und beträgt 450 Franken.

Tabletmarkt ist rückläufig

Tablets boomten in der letzten Zeit wie kaum eine andere Technik, noch vor einem Jahr schoss die Stückzahl der Verkäufe um 88 % nach oben. Insgesamt wurden 1,13 Millionen Flachcomputer umgesetzt. Am stärksten zugelegt hat Samsung, das den Absatz mehr als verdoppelt hat und inzwischen ein Fünftel des Marktes beherrscht. Dahinter folgt Asus, der die Verkäufe ebenfalls maximieren konnte.

iPhone wurde entthront

Sogar der Smartphone-Verkauf stösst in der Schweiz schön langsam an seine Grenzen. Denn der gesamte Handyumsatz konnte zwar ein Plus von 1,3 % und vier Millionen verkaufte Geräte erzielen, doch die Smartphones legten nur um knapp 1 % zu und kamen auf eine Stückzahl von 2,8 Millionen Geräte. Erstmals haben sich die Android-Geräte die Spitze in den Verkaufscharts gesichert, denn hier konnte ein Umsatzplus von 45,1 auf 49,5 % erzielt werden. Als Grund für den Einbruch bei den Smartphones werden die Lieferschwierigkeiten von Apple beim iPhone 5 angesehen.



 

Oberstes Bild: © Telnov Oleksii – Shutterstock.com


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