Drei Strategien, mit denen Ihr Unternehmen ein Social Business wird

11.07.2014 |  Von  |  Kommunikation, Organisation
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Drei Strategien, mit denen Ihr Unternehmen ein Social Business wird
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Der Erfolg eines Unternehmens zeigt sich nicht nur in den Bilanzen. Vor allem die Entwicklung hin zum Social Business ist heute ein wichtiger Indikator dafür, wie sich ein Unternehmen auch künftig am Markt etablieren kann. Dabei geht es in erster Linie darum, dass sich ein Unternehmen in mehrfacher Hinsicht weiterentwickeln kann. Standen bislang reine Zahlen im Mittelpunkt der Unternehmensbewertung, so sind es künftig vor allem Faktoren, die einen Betrieb als soziale Stätte der Arbeit, des zwischenmenschlichen Kontaktes und damit der Fortentwicklung definieren.

Im folgenden Beitrag werden die drei wichtigsten Strategien zur Entwicklung eines Unternehmens zum Social Business beschrieben. Dabei kommt es entscheidend darauf an, alle drei Strategien miteinander zu verknüpfen, ohne dabei aus dem Auge zu verlieren, dass Unternehmen letztlich auch die Orte der Leistungserbringung sind. Allerdings wird das künftig nur noch dann nachhaltig gelingen, wenn sich der Begriff der Arbeit in eine Richtung entwickelt, die als gemeinschaftliche Arbeit an gemeinsamen Zielen verstanden wird.



Unternehmen sind Teile der Gesellschaft

Grundlegend muss erkannt werden, dass Unternehmen untrennbare Bestandteile einer Gesellschaft sind. Wenn sich ein Betrieb von der gesellschaftlichen Entwicklung loslöst, läuft es Gefahr, den Anforderungen an die Arbeit der Moderne nicht mehr gerecht werden zu können. In der Folge werden solche Unternehmen vom Markt verdrängt und können dem Wettbewerb nichts mehr entgegenbringen. Dieser Prozess wird sich selten von einem Tag auf den anderen offenbaren, jedoch bedeutet hier der Verlust an Zeit vor allem auch einen Verlust an Möglichkeiten, an der aktuellen Entwicklung teilhaben zu können.

Oftmals werden Unternehmen noch nach der alten Art geleitet und lediglich als Orte der reinen Leistungserbringung verstanden. Starre Hierarchien und das falsche Verständnis, dass Mitarbeiter lediglich austauschbare Produktivkräfte sind, prägen diese alte Sichtweise auf unternehmerische Arbeit. In der Folge fühlen sich hier die Mitarbeiter weder wirklich angenommen noch gebraucht, was letztlich Auswirkungen auf das Engagement und die Arbeitsqualität hat. Dort, wo Arbeit lediglich als Broterwerb verstanden wird, verliert sie ihren Wert als schöpferischer Beitrag zur Lebensgestaltung und löst sich ab von der realen gesellschaftlichen Entwicklung.

Drei Strategien zur Entwicklung eines Social Business



Ein Social Business ist geprägt von einem hohen Mass an Wertschätzung jedes einzelnen Mitarbeiters, der weitreichenden Verknüpfung der Beschäftigten untereinander und einem gemeinsamen Bemühen um die besten Ergebnisse über Hierarchiegrenzen hinweg. Die Verknüpfung der Mitarbeiter untereinander erfolgt hier nicht nur durch das blosse Kennenlernen direkt am Arbeitsplatz, sondern vor allem durch eine breite Streuung von Informationen und Teilhabe am gesamten Prozess der Wertschöpfung im Unternehmen.

Drei wichtige Strategien ermöglichen die Entwicklung althergebrachter Unternehmen hin zu zukunftsorientierten Social Business-Bereichen. Diese Strategien sind:



  1. Die Transformation der Firmenkultur in alle Bereiche des Unternehmens und darüber hinaus.
  2. Die Definition klarer Ziele und die persönliche Identifikation aller Beschäftigter in allen Unternehmensbereichen mit diesen Zielen.
  3. Die entsprechende Unterstützung des Managements in allen Phasen der Entwicklung des Social Business.

Die Transformation der Firmenkultur

Eine Firmenkultur muss sich in jedem Unternehmen entwickeln. Im höchsten Masse ist die Ausprägung der Firmenkultur davon abhängig, was das obere Management unter Firmenkultur versteht. Grundsätzlich ist die Firmenkultur die Art und Weise des Umgangs der Beschäftigten untereinander, das Verständnis von Leitung und Unterordnung sowie die Ausprägung des wirtschaftlichen Denkens bei allen Mitarbeitern in jedem Bereich. Bestimmt wird die Firmenkultur davon, wie es gelingt, das Unternehmen zum Lebensbereich der Beschäftigten zu machen und ihnen das Gefühl zu vermitteln, gebrauchter und wertvoller Bestandteil des Unternehmens zu sein.

Ist eine solche Firmenkultur geschaffen, muss diese in alle Bereiche des Unternehmens transferiert werden. Dabei steht jeder einzelne Mitarbeiter im Fokus der Bemühungen, die letztlich auch darauf ausgerichtet sind, Verknüpfungen zwischen den einzelnen Bereichen und Mitarbeitern zu schaffen, zu fördern und auszubauen. Das bedeutet in einem hohen Masse auch den Informationsaustausch, der allen Beschäftigten die erforderlichen Informationen für das Ausüben ihrer Tätigkeit und wenn nötig auch darüber hinaus an die Hand gibt. Informierte Mitarbeiter sind in der Regel die besseren Beschäftigten, weil hier auch übergreifende Zusammenhänge der eigenen Arbeit verstanden werden.

Ziele müssen definiert und klar kommuniziert werden. (Bild: Dooder / Shutterstock.com)

Ziele müssen definiert und klar kommuniziert werden. (Bild: Dooder / Shutterstock.com)

Ziele müssen definiert und klar kommuniziert werden

Oftmals sind in Unternehmen die Zielstellungen nur im oberen Management klar. Die Führungskräfte im mittleren und unteren Management wissen davon ebenso wenig, wie die Beschäftigten in den einzelnen Bereichen. Hier wird meist nur Dienst nach Vorschrift getan, die Arbeitsergebnisse orientieren sich an Massstäben, deren Zusammenhänge mit anderen Bereichen kaum bekannt sind.



Klar definierte Ziele im Social Business müssen allerdings in alle Bereiche gestreut werden und letztlich auch jeden Arbeitsplatz erreichen. Dazu bedarf es einer klaren Kommunikation in allen Hierarchieebenen. So weiss letztlich auch jeder Beschäftigte, welchen Beitrag er zum Erreichen der gesamtwirtschaftlichen Unternehmensziele leisten kann. Das stützt die Verbindung über Bereichsgrenzen hinweg und klärt die wichtige Stellung eines jeden Mitarbeiters im Unternehmen.

Die Unterstützung des Managements

Im Idealfall geht das Management bei der Entwicklung zum Social Business voran. Eine umfassende und klare Kommunikation gehört genauso dazu, wie die hohe Wertschätzung jedes Beteiligten über die eigentliche berufliche Qualifikation hinweg. Auf diese Weise spielt das Management von Beginn an eine unterstützende Rolle bei der Entwicklung hin zum Social Business. Darüber hinaus sollen, müssen und dürfen aber auch alle anderen Beschäftigten das Management im Prozess der Entwicklung zum Social Business unterstützen. Alle Ideen und Anregungen sollten hier aufgegriffen werden, um das Unternehmen zu einem Ort zu entwickeln, an dem sich jeder Mitarbeiter angenommen, wertgeschätzt und gebraucht fühlt. Das entwickelt neue Identitäten und bringt neue Leistungsreserven hervor. Die Verknüpfung der Mitarbeiter über die Hierarchieebenen hinweg ist dabei der entscheidende Schritt hin zum Social Business mit allen Chancen der fortschreitenden Entwicklung für eine gesicherte Unternehmenszukunft.



 

Oberstes Bild: © nopporn – Shutterstock.com

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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