Google+ – das unterschätzte soziale Netzwerk und seine Chancen für Unternehmen

17.05.2014 |  Von  |  Allgemein
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Google+ – das unterschätzte soziale Netzwerk und seine Chancen für Unternehmen
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Nach ersten erfolglosen Versuchen mit Google Buzz und Google Wave startete das bereits durch die gleichnamige Suchmaschine bekannte Unternehmen Google Inc. mit Hauptsitz in Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien im Sommer 2011 mit Google+. Was zunächst in einer geschlossenen Betaphase begann, wurde bereits im September 2011 als soziales Netzwerk einer breiten Öffentlichkeit zugeführt und steht heute in direkter Konkurrenz zu Facebook.

Google+ im Porträt



Ähnlich wie bei Facebook legen User bei Google+ ein Nutzerprofil mit persönlichen Angaben an, die in eine Vielzahl von Feldern gegliedert sind und nicht zwingend hinterlegt werden müssen. Der User kann festlegen, für wen welche Angaben sichtbar sind: nur für ihn selbst, für festgelegte Kreise oder für die gesamte Öffentlichkeit. Darüber hinaus ist es möglich, Fotos und Videos hochzuladen oder Links auf externe Inhalte zu setzen, die beispielsweise auf die eigene Website oder einen Blog verweisen.

Bilddateien können in beliebiger Zahl hochgeladen und in Alben archiviert werden. Dass die Suchmaschine Google und Google+ in einem Unternehmen zu Hause sind, hat den Vorteil, dass Informationen aus Google+ in die über Google erzielten Suchergebnisse integriert werden.

Google+ für mobile Anwendungen

Google hat frühzeitig für einen mobilen Zugriff auf Google+ gesorgt und entsprechende Apps für Smartphones, Tablets und das iPad bereitgestellt, welche die Betriebssysteme Android sowie Apple iOS unterstützen. Auf diese Weise können Profile oder auch Organisationsseiten über Apps verwaltet und Beiträge kommentiert werden. Gleiches gilt für die private und geschäftliche Kommunikation, wobei mittlerweile auch umfangreiche Bildbearbeitungsfunktionen zur Verfügung stehen. Mit Google+ hat sich Google den Traum vom eigenen sozialen Netzwerk, komprimiert auf Hosentaschenformat, erfüllt und es geschafft, die Vormachtstellung von Facebook anzukratzen und näher an die Konkurrenz heranzurücken.



Circles – eine Spezialität von Google+



Es gibt auch Unterschiede zwischen den sozialen Netzwerken. Anders als beispielsweise bei Facebook muss man sich bei Google+ nicht zwingend mit anderen Nutzern anfreunden, um deren eingestellte Inhalte abonnieren zu können. Bei Google+ organisiert man sich in sogenannten Circles, wobei die jeweiligen Kontakte nicht bei Google+ als Nutzer angemeldet sein müssen, um einem Kreis anzugehören. Vorteil dieser Circles ist, dass eingestellte Inhalte auf einen bestimmten Personenkreis reduziert oder auch für alle Mitglieder eines oder auch mehrerer Circles freigegeben werden. Mit dem Schutz der Sphäre dieser Circles steigt auch die Wahrscheinlichkeit deutlich an, wirklich interessante Inhalte zu erhalten.

Hangouts und andere Besonderheiten von Google+

Ein weiteres Extra von Google+ sind die sogenannten Hangouts, die die Möglichkeit bieten, Videokonferenzen oder Videochats abzuhalten, die auch aufgezeichnet und auf Webseiten, in Blogs oder auf YouTube hochgeladen werden können. Eine weitere Besonderheit ist das Autorship-Prinzip. Über Tags können sich Autoren mit einem verfassten Artikel identifizieren, so dass das über Google Gesuchte im Ergebnis nicht nur den Urheber namentlich anzeigt, sondern auch sein in Google+ hinterlegtes Profilbild. Dies geschieht mithilfe der Funktion des Crosslinking und hat für den User den Vorteil, dass auf diese Weise eine unabhängige Reputation aufgebaut und der Bekanntheitsgrad erhöht werden kann.

Unternehmen aufgepasst: die Google+-Seite



Zu den Zielgruppen von Google+ zählen neben Privatpersonen auch Unternehmen, Dienstleister, Institutionen und Vereine. Während für geschäftliche Zwecke eine Anmeldung bei Google+ mit dem Unternehmensnamen empfehlenswert ist, können Privatpersonen auch ein sogenanntes Alias, also einen anderen als den Klarnamen, verwenden. Privatpersonen als natürliche Personen und unternehmerisch tätige Personen werden unterteilt in Google+-Profil und Google+-Seite, wobei sich beide Varianten nur geringfügig in der Darstellung sowie in ihren Möglichkeiten voneinander unterscheiden.

Der Unterschied zwischen einer Google+-Seite und einem von einer Privatperson angelegten Profil ist, dass zu einer Google+-Seite nur solche Personen den Kreisen hinzugefügt werden können, die diese Seite bereits selbst besucht und hinzugefügt haben, wodurch insbesondere Spams zu Unternehmenswebsites erfolgreich unterbunden werden. Weitere Sicherheit bietet die manuelle Überprüfung der Authentizität einer Google+-Seite, die vom Inhaber beantragt werden kann. Ist die Seite erfolgreich überprüft worden, wird sie mit einem Häkchen-Symbol gekennzeichnet, was gleichzeitig sicherstellt, dass sie auch tatsächlich von dem genannten Unternehmen oder dem Dienstleister verwaltet wird. Diese Sicherheitsüberprüfung ist allerdings auf Seiten begrenzt, die eine bestimmte Anzahl von Nutzern vorweisen können.

Der Nutzen von Google+ für Unternehmen

Die Unternehmensseiten bei Google+ dienen werblichen Zwecken und der Intensivierung bereits vorhandener Kundenbeziehungen. In Analogie zu Facebook haben Unternehmen auch bei Google+ die Möglichkeit, eine für das Unternehmen passende Kategorie auszuwählen, beispielsweise Produkt, Unternehmen, Marke, Kunst, Sport oder auch lokales Geschäft. Im Unternehmensprofil werden alle für Kunden interessanten Informationen über das Unternehmen sowie Produkte und Dienstleistungen hinterlegt. Bei Unternehmenswebsites gibt es voreingestellte Kreise, beispielsweise Kunden oder Teammitglieder. Diese können jedoch bearbeitet, also ergänzt werden, beispielsweise durch eine Produktsparte, was eine zielgruppengenaue Ansprache ermöglicht.

Über die Funktion der „Hangouts“ ist ein direkter Austausch über einen Video-Chat mit Kollegen und auch mit Kunden möglich, wodurch beispielsweise Kundenanfragen zeitnah beantwortet werden können. Viele Unternehmen haben Google+ noch nicht für sich entdeckt, was angesichts des grossen Spielraums der Nutzung auch über mobile Endgeräte nicht nachzuvollziehen ist.



 

Oberstes Bild: © Twin Design – Shutterstock.com



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