Jobs im Segment Business Intelligence – hier macht Geldverdienen Spass

09.05.2014 |  Von  |  Finanzen
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Jobs im Segment Business Intelligence – hier macht Geldverdienen Spass
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Wer will nicht richtig Geld verdienen, wenn er denn kann? Geld ist ein wichtiger Motivationsfaktor für moderne menschliche Arbeit und für den einen oder anderen ohnehin der wichtigste Grund zu arbeiten. Besonders für die künftigen Abgänger höherer Schulen lohnt sich hier der Blick in die Beraterbranche.

Es sind nicht unbedingt Unternehmensberater und Betriebswirtschaftler generell, die gefragte Experten sind. Vor allem die Business-Intelligence-Berater in der IT-Branche wittern seit Jahren Morgenluft. Und das konstant. Sie verdienen zudem oftmals deutlich mehr als in ähnlichen Zweigen Beschäftigte. Nachfolgend geben wir einen Überblick über das Job-Segment Business Intelligence.



Chemie- und Pharmaindustrie zahlt am besten

Mit durchschnittlich bis zu 79’000 Euro gehören die BI-Berater in der Chemiebranche zu den Spitzenverdienern in diesem hochspezialisierten Segment. Gleich danach lockt die Pharmaindustrie mit attraktivem Salär. Erstaunlicherweise steht also nicht die Finanzbranche an der Spitze, die doch sonst häufig alles dominiert, was mit IT, EDV-Architektur und dem gesamten Umfeld bis hin zur Beratung zu tun hat. Die untere Verdienstschwelle für IT-Berater liegt in der Vergleichsgruppe mit Experten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich bei durchschnittlich 42’500 Euro, in der Spitzengruppe verkaufen die IT-Berater ihre Expertise für immerhin schon bis zu 86’000 Euro. Dazu kommen Boni, die bei den Männern durchschnittlich 5’800 Euro, bei Frauen jedoch nur knapp 2’100 Euro betragen. Nicht nur hier hängen die weiblichen BI-Berater trotz vergleichbarer Qualifikation und Arbeit deutlich zurück.

Was Business-Intelligence-Berater aus der IT-Branche so interessant macht

Die elektronische Datenverarbeitung ist in der Wirtschaft längst schon nichts Neues mehr. Von den Anfängen der elektronisch ausgestellten Lohnstreifen über die elektronische Datenerfassung und -Auswertung bis hin zur modernen Verknüpfung von Wertschöpfung, Datenverarbeitung und Vernetzung gehört die IT-Struktur heute in fast allen Unternehmen zum wirtschaftlichen Alltag einfach dazu. Zur physischen Infrastruktur kommt die Software, die heute alles andere als einheitlich und standardisiert ist. Nahezu jedes grosse Unternehmen lässt sich eine individualisierte und spezialisierte Softwarelösung für die unterschiedlichsten Prozesse passgenau erstellen.



Damit eine möglichst tiefe und vor allem produktive Implementierung von IT-Systemen und wirtschaftlich intelligenter Software gelingen kann, braucht es der Expertise der Business-Intelligence- und IT-Berater. Die verdienen als Teil einer Beratungsfirma übrigens deutlich weniger, als wenn sie fest angestellt im Betrieb oder selbstständig arbeiten. Dabei leben die Berater in diesem Segment vor allem von individualisierten Leistungen, die punktgenau auf das einzelne Unternehmen zugeschnitten sind. Weit weg von der Einheitssoftware aus dem Elektronik- oder Computermarkt schreiben Experten Programme und entwickeln dazu die passenden Schnittstellen, die genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens abgestimmt sind. Dabei verpassen die Experten natürlich nichts, was ihre Lösungen unentbehrlich und speziell macht. Genau aus dieser Spezialisierung entsteht dann auch die hohe Kompetenz der BI-Berater, die dann schnell für die entsprechenden Unternehmen unentbehrlich werden. Daraus resultieren dann die üppigen Gehälter der IT-Spezialisten.

Vom Einsteiger zum Spezialisten. (Bild: bloomua / Shutterstock.com)

Vom Einsteiger zum Spezialisten. (Bild: bloomua / Shutterstock.com)

Vom Einsteiger zum Spezialisten



Jeder Beruf hat seine Einsteiger. Sie sind in aller Regel schlechter bezahlt als langjährig Erfahrene, bringen aber heutzutage eine Ausbildung mit, die vergleichsweise breit gefächert ist und sich längst nicht mehr mit der relativ einseitigen Berufsausbildung der 1980er-Jahre vergleichen lässt. Gegenwärtig werden besonders in der IT-Branche vielseitig gebildete Fachleute gebraucht, die zugleich echte Spezialisten sind. Eine breite Allgemeinbildung und vertiefte Spezialkenntnisse im Bereich Computertechnik, Software und Netzwerke ist die beste Basis für wirklich erfolgreiche IT-Berater – gerade dann, wenn sie im Bereich Business Intelligence einstiegen wollen.

Die Einsteiger starten mit einem eher durchschnittlichen Gehalt in den Job, um später – im reifen Alter und mit jeder Menge Berufserfahrung ausgestattet – auf wahrhaft fürstliche Bezüge hoffen zu dürfen. Allerdings dürften es die meisten vom Einstieg bis zum Gipfel des Erfolgs nicht in einem einzigen Unternehmen aushalten. Im Durchschnitt bleiben IT-Experten ihrer Firma nur etwa sechs Jahre treu. In Österreich sind es genau 7,8 Jahre, in Deutschland 6,2 und in der Schweiz nur 5,8 Jahre, die es BI-Experten in einem Unternehmen hält.



Diese Experten haben sich vorher schon durchschnittlich 7,5 Jahre aus unterschiedlichem Antrieb und beruflichem Interesse mit Business Intelligence befasst. Die 39 bis 45 Jahre alten Beschäftigten führen hier die Altersliga an, gefolgt von den 26- bis 35-Jährigen. Die Zeit davor wird meist in eine klassische Ausbildung im Bereich Betriebswirtschaft oder EDV investiert. Diese ist die Grundlage für die ganz persönliche Qualifizierung und Spezialisierung.

Vollzeit ist auch bei Beratern Pflicht

Mit nur drei Prozent unter dem höchstmöglichen Wert sind bei den BI-IT-Beratern überdurchschnittlich viele Beschäftige in Vollzeit angestellt. Die Zeiten, in der sich solche Leistungen nebenher als Hobby oder eben in Teilzeit erbracht werden konnten, sind längst vorbei. Business Intelligence ist in vielen Unternehmen ein noch recht neues, aber durchaus gefragtes Instrument. Hier verbinden sich das geballte Wissen und das gesamte Humankapital eines Unternehmens mit der technischen Intelligenz zu einer wirtschaftlichen Macht, die nur noch richtig eingesetzt werden muss. Zu diesen Ressourcen zählen die BI-Berater, auf die kein modernes Unternehmen wirklich verzichten will, selbst wenn sich dem einen oder anderen der Inhalt dieser Beratungen schlecht, zögerlich oder zunächst gar nicht erschliesst.



 

Oberstes Bild: © Sergey Nivens – Shutterstock.com

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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