Stressfaktor Schreibtisch – wenn der Arbeitsplatz krank macht

25.04.2014 |  Von  |  Allgemein, Organisation
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Stressfaktor Schreibtisch – wenn der Arbeitsplatz krank macht
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Der Arbeitsplatz beeinflusst das Stresslevel jedes Einzelnen. Vor allem wenn man in einem Grossraumbüro tätig ist, kann es sein, dass sich der Einzelne unter den ganzen Kollegen gestresst und manchmal sogar entnervt fühlt. Doch jeder kann etwas dafür tun, das Wohlfühlklima im Büro zu steigern.

Mindestanforderungen an jeden Arbeitsplatz



Ein Meter Rückrolltiefe für den Bürostuhl und exakte 1,28 Quadratmeter für die Schreibtischfläche, das sind die gesetzlichen Vorgaben für einen Arbeitsplatz. Dazu kommt, dass das Büro eine Raumhöhe von mindestens zweieinhalb Metern haben muss. Doch diese Vorgaben sind Mindeststandards und bedeuten nicht, dass man sich hier wirklich wohlfühlt.

Klar ist, dass der Stresslevel jedes Einzelnen steigt, wenn sich viele Personen ein Büro teilen. Am wenigsten gestresst fühlen sich aber Mitarbeiter in Kleingruppenbüros, wo sie weder alleine und ohne Ansprechpartner sind noch einen hohen Lärmpegel ertragen müssen. Warum viele Unternehmer trotzdem auf Grossraumbüros setzen, hat einen einfachen Grund. Dieser ist wirtschaftlicher Natur und liegt in den niedrigeren Betriebskosten für Heizung und Strom. Dem gegenüber stehen motivierte und gesunde Mitarbeiter in kleineren Büros, die ihrer Tätigkeit effizient und motiviert nachgehen.

Keine Zuteilung der Arbeitsplätze von oben

Oft beginnt der Stress für einen Arbeitnehmer bereits bei der Entscheidung für ein Einzel-, Kleingruppen- oder doch ein Grossraumbüro. Hier muss die Individualität des Einzelnen berücksichtigt werden, denn während der eine vor allem Ruhe zum Arbeiten benötigt, ist die andere erst so richtig motiviert, wenn es rundherum lebendig zugeht. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass nicht jeder Mitarbeiter bei der Wahl seines Schreibtisches selbst entscheiden kann.



Es soll daher vermieden werden, dass Arbeitsplätze einfach zugeteilt werden. Die Angestellten sollten stattdessen in die Entscheidung einbezogen werden. Vielleicht bewährt sich ja eine Testphase, in der ein Grossraumbüro ausprobiert wird. Wenn diese Form nicht zur Verfügung steht, ist es umso wichtiger, dass es entsprechende Pausenräume gibt, in denen Ruhe herrscht und möglicherweise sogar individuelle Entspannung für jeden Einzelnen möglich ist. Auch eine gut eingerichtete Küche mit den richtigen Küchenhelfern schafft eine Atmosphäre, in der man sich gut erholen kann.





Grossraumbüros können das Stresslevel der Mitarbeiter wesentlich erhöhen (Bild: Monkey Business Images / Shutterstock.com)

Grossraumbüros können das Stresslevel der Mitarbeiter wesentlich erhöhen (Bild: Monkey Business Images / Shutterstock.com)

Subjektes Wohlfühlgefühl steht im Vordergrund

Wenn keine Ruhezonen vorhanden sind, ist es für den einen oder anderen angenehm, während der Mittagspause einen kleinen Spaziergang zu machen. Diesbezüglich ergibt es auch Sinn, ausser Haus seine Mahlzeiten einzunehmen oder sogar Sport zu treiben. Bewegung ist gegen aufkommenden Stress immer sehr positiv und bringt die Stimmung schnell wieder in Gleichklang.



Viele Büros haben eine einfache Deckenlampe, die dafür sorgt, dass ausreichend Licht zum Arbeiten vorhanden ist. Doch wenn dieses eher grell und kalt ist, bleibt die Atmosphäre auf der Strecke. Hier gehen moderne Bürotrends dahin, einzelne Spots anzubringen, die gekonnt und effektiv gewisse Bereiche beleuchten, während in der Umgebung eine angenehme Atmosphäre entstehen kann.

Vor allem aber sollte die Schreibtischgestaltung den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben angepasst sein. Das kann durchaus ein kleiner Teddybär als Maskottchen oder ein bestimmtes Familienfoto neben dem Bildschirm sein. Andere wiederum fühlen sich wohl, wenn die Schreibtischplatte vor ihnen komplett leer und aufgeräumt ist. Hier ist es wichtig, dass nicht aufkommendes Chaos den Stresspegel erhöht. In jedem Fall sollte genügend Stauraum vorhanden sein, um eine perfekte Ablage ganz nach den individuellen Bedürfnissen vornehmen zu können. Denn nichts bremst Kreativität und Arbeitseifer so sehr wie Aktenberge und Papierstapel, die längst abgearbeitet sind.

Mehrere Studien haben belegt, dass Pflanzen eine wichtige Rolle für die Atmosphäre in einem Büroraum spielen. Ein wenig Grün kann nämlich neben der Luftfeuchtigkeit auch das Wohlbefinden steigern. Am besten eignen sich hier die Zimmerlinde und das Zyperngras, die die Luftfeuchtigkeit um bis zu 15 % steigern können. Und die Farbe Grün hat nicht nur Wirkung auf den Blättern der Pflanze, sondern wirkt allgemein auf die Kreativität der Mitarbeiter. Damit ist klar, dass auch die Farbgestaltung des Arbeitsplatzes wichtigen Einfluss darauf hat, wie produktiv und motiviert jemand seiner Tätigkeit nachgeht.

Also, etwas Grün, eine ausgeglichene Zimmertemperatur, die nicht zu kalt und nicht zu warm ist, und gute, frische Luft, schon herrscht perfektes Klima für optimale Leistung, ganz unabhängig davon, ob es ein Grossraum-, Gruppen- oder Einzelbüro betrifft. Wenn dann noch der Bürostuhl ergonomisch ist und man sich an seinem Schreibtisch wohlfühlt, herrscht eine angenehme Atmosphäre an dem Platz, an dem man sich den Grossteil des Tages aufhält. Dazu kommen dann noch die entsprechende Wertschätzung und richtige Mitarbeiterkommunikation und man geht nicht nur arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, sondern weil man gerne im Büro ist.



 

Oberstes Bild: Die Gestaltung des Arbeitsplatzes beeinflusst das Stresslevel jedes Einzelnen (Bild: vetkit / Shutterstock.com)



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