Die CSR ist wichtiger Baustein für die langfristige Unternehmensentwicklung

30.03.2014 |  Von  |  Organisation
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Die Herstellung von Waren oder Dienstleistungen ist neben der Schaffung von Arbeitsplätzen wichtiger Teil der Unternehmenspolitik. Doch gerade in der Wirtschaft ist in der letzten Zeit ein Wertewandel zu beobachten. Aufgrund von Globalisierung und der wachsenden Transparenz der Unternehmenstätigkeit müssen Firmen ihren Fokus neu ausrichten.

Es geht nicht mehr hauptsächlich um kurzfristige Profitmaximierung, sondern die sozialen Belange stehen vermehrt im Mittelpunkt. Das Zauberwort dazu heisst CSR und meint das magische Dreieck zwischen Ökologie, Ökonomie und Sozialem.



Was versteht man unter CSR genau?

CSR, also Corporate Social Responsibility, ist wichtiger Bestandteil einer langfristigen Entwicklung im Unternehmen und beinhaltet dessen soziale, ökonomische und ökologische Tätigkeiten. Diese drei Elemente werden auch als magisches Dreieck, als sogenannte „triple-bottom-line“ bezeichnet. Die drei genannten Bereiche sind in einem gut geführten Unternehmen gleichberechtigt und werden demgemäss weiter entwickelt. Die Idee, die dahinter steckt, ist ganz einfach formuliert: Es geht darum, dass Unternehmen ein Teil der Gesellschaft sind und damit sich dessen Handeln an den gesellschaftlichen Belangen zu orientieren hat.

Welche Vorteile hat ein Unternehmen, das CSR umsetzt?

Wer als Inhaber eines Unternehmens das CSR-Konzept in die Realität umsetzen möchte, muss sich darüber klar sein, dass er Zeit und Kosten investieren muss. Deshalb stellt sich im Vorfeld die Fragen, welchen Profit er damit für seinen geschäftlichen Erfolg erreichen kann. Klar ist, dass unternehmerische Verantwortung in der Gesellschaft Vertrauen und Sicherheit beim Kunden aufbaut. Das wiederum motiviert diesen, dem Unternehmen treu zu bleiben und eine langfristige Kundenbindung einzugehen.



Was die Mitarbeiter in der Firma betrifft, so hat CSR den Sinn, eine Art Identifikationsmöglichkeit zu geben. Zudem erleichtert es die interne Kommunikation, die langfristig die Mitarbeiter an das Unternehmen bindet und sie bei ihrer Arbeitsleistung bzw. Produktivität zusätzlich motiviert. Aus gesellschaftlicher Sicht verbessert sich das Image der Firma, was über kurz oder lang ein Vertrauenswachstum auslöst. Eine Politik der Verantwortung schafft in jedem Fall ein stabiles Umfeld und das Image in der Öffentlichkeit profitiert letztendlich auch davon, womit man sich gut von der Konkurrenz und dem Mitbewerb absetzen kann.

Wichtig ist, dass die einzelnen Elemente des magischen Dreiecks nicht isoliert voneinander betrachtet werden. Denn Überschneidungen, Synergien oder gemeinsame Effekte können durchaus positive Auswirkungen haben. Von Synergien spricht man dann, wenn die Umsetzung von CSR zu Win-win-Lösungen führt. Damit kann das Unternehmen eine Vorreiterrolle in der Öffentlichkeit einnehmen, die über kurz oder lang den wirtschaftlichen Erfolg absichert. Und genau der ist mehr als wichtig, um konkrete Projekte etwa im sozialen oder ökologischen Bereich umzusetzen.

Gibt es bei CSR auch Nachteile?



Wer offen mit der Thematik der CSR umgeht, muss auch die Nachteile nennen, so gering diese auch sind. Denn derzeit herrscht in der Öffentlichkeit noch ein verhältnismässig geringes Wissen über die Wechselwirkung zwischen CSR und der Performance des Unternehmens. Das hat zur Folge, dass es oft nur unzureichende Schulungen der Beteiligten gibt, was sich natürlich negativ auf die Umsetzung auswirkt. Viele, die CSR in ihrem Betrieb umsetzen möchten, tun sich schwer, eine allgemein gültige Strategie dafür zu finden.



Manchmal mangelt es auch schlichtweg an Verständnis seitens der Investoren, ein durchdachtes CSR-Projekt an den Start zu bringen. Ein wesentlicher Nachteil kann aber auch sein, wenn sich ein sogenannter Zielkonflikt aufbaut. Dies wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn die Preisgestaltung Auswirkungen auf den Umweltschutz hat. Unternehmen, die sich für diesen einsetzen, haben naturgemäss ein gutes Image in der Öffentlichkeit, doch die meist höheren Kosten müssen auch von den Kunden getragen werden.

Natürlich gibt es auch den Effekt, dass gerade aufgrund von erhöhtem Umweltbewusstsein Innovationen ausgelöst werden, die im besten Fall die Produktionskosten senken oder sogar den Produktwert steigern können.

Was definiert das „magische Dreieck“?

Die Elemente, die im „magischen Dreieck“ umfasst sind, werden durch eine grosse Anzahl von individuellen Kriterien charakterisiert und definiert. So gehört etwa die Betrachtung der allgemeinen Werte im ökologischen Bereich dazu. Doch die konkrete Auswahl, welche Kriterien für das einzelne dezidierte Dreieck für ein Unternehmen relevant sind, ist sehr unterschiedlich und wird vor allem von der Unternehmenspolitik im Detail geprägt.

Aber auch ökonomische Werte wie etwa die Steigerung des Bruttoinlandproduktes oder die Erhöhung der Effizienz bei der Produktion und die Ertragsentwicklung spielen eine Rolle. Gesundheit, Sicherheit der Angestellten sowie eine angemessene Sozialpolitik haben in der Gesellschaft eine wichtige Rolle als soziale Werte. Dies hat auch Auswirkungen auf die Werte des „magischen Dreiecks“, wobei hier eine Unterscheidung in „harte“ und „weiche“ Faktoren erfolgt.

Unter die erstgenannte Rubrik fallen zum Beispiel Umweltbewusstsein und die individuelle Spendenpolitik eines Unternehmens. Aber auch rechtliche Strukturen, Stakeholder und die Position am Arbeitsmarkt sowie Corporate Governance dürfen nicht unberücksichtigt bleiben. Geht es um „weiche“ Faktoren, die allerdings bei Weitem schwerer zu messen und zu kategorisieren sind, handelt es sich meist um ethische Normen oder aber den Umgang mit den Mitarbeitern.

tree23

Globalisierung. (Bild: surassawadee / Shutterstock.com)

Die wirtschaftliche Entwicklung im Zeichen der fortschreitenden Globalisierung machen es notwendig, in Zukunft nicht mehr nur ertragreich unternehmerisch tätig zu sein, sondern auch mit gutem Gewissen.



 

Oberstes Bild: © weerapat kiatdumrong / Shutterstock.com


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