Mobile Marketing: Die 6 wichtigsten Unterschiede zwischen Tablet und Smartphone

11.12.2013 |  Von  |  Marketing, Web, Werbung

Geschätzte Lesezeit: 5 minutes

Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Mobile Marketing: Die 6 wichtigsten Unterschiede zwischen Tablet und Smartphone 4.25/5 (85.00%)
4 Bewertung(en)

Smartphone = Tablet = Mobile? Bisher fasste man das Marketing für beide Gerätetypen in der Kategorie “Mobile Marketing” zusammen. Doch bei näherem Hinsehen tun sich zahlreiche Unterschiede auf, die eine Reklassifizierung nötig machen – und damit auch veränderte Marketing-Strategien.

Eines haben Tablets und Smartphones ganz gewiss gemeinsam: Ihre Absatzzahlen wachsen rasant, und damit steigt auch ihre Bedeutung für das Online-Marketing. Doch damit Werbung auf dem jeweiligen Gerät auch passgenau landet, muss man die Unterschiede kennen. Die sechs wichtigsten haben wir für Sie zusammengetragen.



1. Der Nutzungsort

Smartphones werden überall hin mitgenommen, ganz klar. Aber Tablets? Auch wenn sie für eine mobile Nutzung viel geeigeter sind als Notebooks, kommen sie seltener ausser Haus. Das mag zum einen daran liegen, dass nicht alle Tablets über einen mobilen Datenzugang verfügen, zum anderen aber auch daran, dass sie von den Nutzern komplett anders wahrgenommen werden als Smartphones – siehe Punkte 2 und 3.

2. Tablets sind keine Telefone

Ein trivialer Unterschied, der aber fundamentale Auswirkungen hat. Smartphones werden als Notwendigkeit angesehen, da für die allermeisten mobiles Telefonieren nicht mehr wegzudenken ist. Tablets hingegen gelten nach wie vor als Luxus-Anschaffung. Zudem wird das Telefon als Arbeits- oder zumindest Aktivitätsgerät wahrgenommen, das Tablet hingegen eher als Entspannungsmöglichkeit. Dies zeigte bereits 2011 eine Studie des IAB (Internet Advertising Bureau).

Tablets haben insgesamt eine breitere Funktionsspanne als Smartphones, die primär als Telefon und sekundär als Informationszentrale, Kamera und Musikplayer verwendet werden. Kaum jemand verwendet sein Smartphone jedoch als Laptop-Ersatz, schon allein wegen der mühseligen Eingabe und dem kleinen Bildschirm. Tablets kommen jedoch als Alternative zu Notebooks in Frage und werden dementsprechend in ebenso vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt wie diese.





So werden Desktop, Smartphone und Tablet genutzt. (Quelle: Studie des Internet Advertising Bureau)

So werden Desktop, Smartphone und Tablet genutzt. (Quelle: Studie des Internet Advertising Bureau)




3. Reinknien vs. Zurücklehnen

Wie schon angesprochen, tauchen Smartphone-Nutzer meist viel mehr in die Benutzung ihres Geräts ein als dies bei Tablet-Usern der Fall ist. iPad & Co. gelten immer noch als Konsumgeräte und weniger als persönliche Kommunikationszentrale wie ein Smartphone.

Dies hat Auswirkungen auf die Marketingstrategie. So ähnelt das Marketing für Tablets eher dem klassischen desktop-optimierten als dem für die mobil genutzten Smartphones.

4. Smartphones sind persönlich – Tablets nicht immer

Smartphones werden nicht geteilt, jedes ist das persönliche Eigentum eines Individuums. Anders verhält es sich mit Tablets. Sie werden gerne in der Familie herumgereicht und von mehreren genutzt. Deshalb muss sich ein Marketer im Klaren darüber sein, wen er mit seiner Werbung ansprechen will.

5. Smartphones werden überall hin mitgenommen

In gewisser Weise sind Smartphones das einfachere Ziel für Marketingstrategien, weil sie überall hin mitgenommen werden und über eine permanente Internetverbindung verfügen. Zudem können sie SMS empfangen. Die Kurznachrichten aus der Urzeit der mobilen Ära haben ihre Bedeutung keineswegs verloren, im Gegenteil: SMS-Marketing gilt als einer der am schnellsten wachsenden Märkte.

Das Gesagte gilt für Tablets nicht. Auch mit einer konstanten Internetverbindung kann man bei einem Tablet nicht rechnen, da die meisten Modelle standardmässig nur einen WLAN-Adapter mitbringen und eine UMTS- oder LTE-fähige Version oft einen saftigen Aufpreis kostet.

6. Die Nutzer erwarten unterschiedliche Behandlung

Eigentlich ist dieser letzte Punkt ein Konzentrat der letzten fünf. Denn wenn eines klar wurde, dann dies: Smartphone- und Tabletnutzer kann man nicht über einen Kamm scheren.

Der Smartphone-Markt wächst unglaublich schnell, wie die folgende Infografik zeigt. Dabei ist der Erfolg von iPhone, Samung Galaxy & Co. letztlich ein “Raubzug” im Reich der gewöhnlichen Handys (Feature Phones genannt); komplett neue Mobilfunknutzer können die Smartphones kaum anziehen, dafür umso mehr Feature Phone-User zum Wechsel bewegen.

Anteil der Smartphone-Nutzer an allen Mobiltelefonbesitzern in Europa bis 2012

Auch in der Schweiz hat die überwiegende Mehrheit der Mobilfunkteilnehmer ein Smartphone. Tablets werden zwar auch in stetig wachsender Anzahl verkauft, doch die Kurve steigt nicht so schnell.

Das Tablet ist und bleibt eine Luxus-Anschaffung. Aufgrund seines grossen Bildschirms bietet es jedoch grossartige Marketing-Möglichkeiten. Videobotschaften, Bilder und Online-Einkäufe machen auf so einem Gerät einfach viel mehr Spass als auf einem kleinen Smartphone-Display. Während man diese kurz anschaut, eine Aktion durchführt und wieder weglegt, laden jene zum Stöbern und Schmökern ein. Hat man eine Aufgabe mit dem Tablet erledigt, wendet man sich der nächsten zu – wiederum auf dem Tablet.



 

Oberstes Bild: © Robert Kneschke – Fotolia.com



Trackbacks

  1. Tampere – zu Besuch im finnischen Manchester › reiseziele.ch
  2. Touchscreens – Gefährlich oder komfortabel für den Fahrer? › motortipps.ch
  3. Die Eventplanung per Software › events24.ch
  4. Umstrittener Einsatz von Dashcams im Auto › motortipps.ch
  5. Big Brother is watching you – und das im eigenen Auto › motortipps.ch
  6. Technik auf Messen – was brauche ich wirklich? › events24.ch

Ihr Kommentar zu:

Mobile Marketing: Die 6 wichtigsten Unterschiede zwischen Tablet und Smartphone

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.