Geopolitik und KI bremsen kleine Unternehmen im internationalen Handel zunehmend aus
von belmedia Redaktion -schweizweit ➔ business24.ch Allgemein Business Business businessaktuell.ch Digitalisierung Distribution Experten Handel Innovation Magazine Management nachrichtenticker.ch News Produkte Regionen Schweiz Technologie Themen Unternehmen Wirtschaft Ⳇ Verbreitung
Für international agierende kleine Unternehmen sind Geopolitik und Künstliche Intelligenz (KI) die Hauptgründe für ihre Beeinträchtigungen im globalen Handel. Das zeigt eine globale Umfrage des Finanzdienstleisters Payoneer unter 8’626 Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern aus 20 Ländern.
Aus den kürzlich im „Global Business Sentiment Survey“ von Payoneer für das zweite Quartal 2026 veröffentlichten Umfrageergebnissen geht hervor, dass 55 Prozent dieser Unternehmen mit erheblichen Betriebsstörungen konfrontiert waren. Dabei verzeichneten asiatische Märkte die höchsten Raten, da viele Firmen ihre Lieferanten diversifizieren und ihre Einstellungsstrategien überdenken.
Asiatische Märkte besonders anfällig
Geopolitische Konflikte und technologische Veränderungen einschliesslich KI entwickeln sich laut Payoneer-Umfrage zu den Hauptursachen für Störungen bei grenzüberschreitend tätigen Kleinunternehmen. Beide Faktoren wurden von je 14 Prozent der Befragten genannt. Dahinter folgen Wechselkursschwankungen und Zinsänderungen, die den Druck auf die Finanzplanung und die Margen von Firmen erhöhen, die Waren und Dienstleistungen international verkaufen.
Zölle weniger problematisch
Zölle hingegen stellen trotz wachsender Besorgnis unter Warenverkäufern ein geringeres Problem dar und wurden lediglich von 7,5 Prozent der Firmen genannt. Die Besorgnis darüber teilen vor allem Unternehmen, die physische Güter verkaufen und von Fertigung und Zulieferern aus Asien abhängig sind.
Aktuell ist der Welthandel den Payoneer-Experten zufolge geprägt von Unsicherheit hinsichtlich globaler Lieferketten, Instabilität auf Schifffahrtsrouten in und um die Strasse von Hormus sowie vom Wettbewerb zwischen den USA und China um hochentwickelte Halbleiterchips, die für KI verwendet werden. Dieser Wettbewerb und Beschränkungen hätten Technologieunternehmen veranlasst, ihre Fertigungs- und Liefervereinbarungen zu überdenken, während geopolitische Spannungen, die wichtige Schifffahrtsrouten beeinträchtigen, die Transportkosten erhöhen und zu Verzögerungen führen können.
„Die Weltwirtschaft durchläuft einen tiefgreifenden Strukturwandel, und wir beobachten, dass geopolitische Entwicklungen weitaus grössere Auswirkungen haben als traditionelle Steuer- und Handelspolitik“, bemerkt Adam Cohen, der bei Payoneer für globalen Handel, Kundenwachstum und die Geschäftsstrategie verantwortlich ist. Firmen reagieren auf das sich wandelnde Umfeld, indem sie Lieferketten und Produktionsmöglichkeiten diversifizierten und in Finanz- und Technologie-Infrastruktur investierten, so Cohen abschliessend.
Quelle: pressetext.redaktion/Lutz Steinbrück
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