Schilthornbahn blickt nach Rekordjahr 2025 auf starkes Wachstum und neue Projekte
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An der 64. ordentlichen Generalversammlung der Schilthornbahn AG in Mürren blickte das Unternehmen auf ein Rekordjahr 2025 zurück. Gleichzeitig präsentierte die Bergbahnbetreiberin eine äusserst positive Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2026.
Insgesamt nahmen 597 Aktionäre teil, davon 261 vor Ort im Alpinen Sportzentrum Mürren. Vertreten waren 24’584 Aktienstimmen, was 63,85 Prozent des Aktienkapitals entspricht.
Rekordjahr mit starkem Wachstum
Mit einem Umsatz von rund 38 Millionen Franken, einer starken Nachfrage und positiven Ergebnissen in sämtlichen Geschäftsbereichen erzielte die Schilthornbahn AG 2025 das erfolgreichste Jahr ihrer Unternehmensgeschichte.
„2025 war ein Rekordjahr“, erklärte Verwaltungsratspräsident Johannes Stöckli in seiner Ansprache. Nach der Schliessung des Schilthorngipfels im ersten Quartal sorgte insbesondere die Wiedereröffnung für einen deutlichen Aufschwung bei Besucherzahlen und Umsatz.
Gleichzeitig verwies Stöckli auf Herausforderungen im Zusammenhang mit dem schnellen Baufortschritt, Kostenüberschreitungen und verzögerten Einnahmen. Diese Faktoren führten zu einer angespannten Liquiditätssituation, die sich nach Angaben des Unternehmens inzwischen schrittweise entspannt.
Kapitalband zur Stärkung der Liquidität beschlossen
Zur weiteren Stabilisierung der finanziellen Situation beantragte der Verwaltungsrat die Einführung eines Kapitalbandes. Dieses ermöglicht es, das Aktienkapital bei Bedarf um bis zu 50 Prozent der bisher ausgegebenen Aktien zu erhöhen, ohne erneut die Zustimmung der Generalversammlung einholen zu müssen.
Die Aktionäre genehmigten den Antrag. Ebenfalls beschlossen wurde, trotz des Rekordergebnisses auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten, um die Liquidität des Unternehmens zusätzlich zu stärken.
Darüber hinaus wurden der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung 2025 genehmigt. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung erhielten Entlastung, sämtliche Verwaltungsratsmitglieder wurden für weitere drei Jahre wiedergewählt. Die KPMG AG in Bern bleibt für ein weiteres Jahr Revisionsstelle.
Starker Start ins Jahr 2026
Trotz der geopolitischen Unsicherheiten und deren Auswirkungen auf den internationalen Tourismus ist die Schilthornbahn AG erfolgreich ins laufende Geschäftsjahr gestartet.
Mit der Inbetriebnahme der letzten Funifor-Bahn zwischen Birg und Schilthorn am 2. April 2026 konnte der bauliche Teil des Projekts rund vier Monate früher als geplant abgeschlossen werden. Gleichzeitig wurde ein neues Erscheinungsbild eingeführt, das nun schrittweise umgesetzt wird.
Die Wintersaison 2025/26 brachte gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von 5 Prozent sowie eine Zunahme der Ersteintritte um 10 Prozent. Auf der Luftseilbahn stiegen die Frequenzen sogar um 24,7 Prozent.
Besonders erfreulich entwickelte sich das Drehrestaurant Piz Gloria, das eine Umsatzsteigerung von mehr als 50 Prozent verzeichnete.
Neue Angebote und internationale Vermarktung
In den kommenden Monaten stehen die Fertigstellung der letzten Bauarbeiten sowie die Gestaltung der Umgebung im Mittelpunkt. Am 1. September 2026 soll zudem die neue Intersport-Filiale in der Station Mürren eröffnet werden. Geplant sind eine integrierte T-Bar sowie eine neue Sonnenterrasse.
Nach Abschluss sämtlicher Bauarbeiten will sich die Schilthornbahn AG verstärkt auf die Vermarktung der neuen Bahnanlagen sowie die Bearbeitung nationaler und internationaler Märkte konzentrieren.
Quelle: Schilthornbahn AG
Bildquelle: Schilthornbahn AG