Diese fünf menschlichen Fähigkeiten bleiben auch im Zeitalter der KI unverzichtbar

Künstliche Intelligenz (KI) absolviert viele Aufgaben besser als der Mensch, welcher folgerichtig fürchtet, von KI verdrängt zu werden. Doch es gibt Hoffnung.

Branchen- und berufsübergreifend „sind die Fähigkeiten, die am widerstandsfähigsten gegen die Verdrängung durch KI sind, diejenigen, die am deutlichsten menschlich sind“, sagt Maria Flynn, Präsidentin und CEO von Jobs for the Future. Die gemeinnützige Organisation konzentriert sich auf die Entwicklung von Arbeitskräften.

Mensch hat „dauerhafte Fähigkeiten“

„Zu den Fähigkeiten des Menschen gehören der Aufbau von Beziehungen, Konfliktlösung, die Fähigkeit, andere Menschen anzuleiten und zu motivieren, sowie ethisches Urteilsvermögen“, betont Flynn. Selbst in Stellenanzeigen für technische Positionen wie den IT-Support geben Unternehmen an, dass sie Kandidaten suchen, die gut kommunizieren und Führungsinitiative zeigen.

Dabei handele es sich um „dauerhafte Fähigkeiten“, die ihren Wert über wirtschaftliche Umbrüche, technologischen Wandel und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt hinweg behalten. „Wir glauben, dass es gerade in dieser Zeit des Fortschritts der KI die dauerhaften Fähigkeiten sind, die einen Arbeitnehmer am Arbeitsplatz wirklich wertvoll machen, unabhängig davon, welche Werkzeuge und Technologien zur Verfügung stehen“, so die CEO von Jobs for the Future.

Aufbau starker persönlicher Bindungen

Die fünf Fähigkeiten, die der Mensch der KI voraus hat, sind Empathie, Pflege von Beziehungen, kritisches Denken, Gewissen und Entscheidungen nach Ermessen. KI könne nicht sensibel auf die Bedürfnisse anderer eingehen. Der Aufbau starker persönlicher Bindungen zu Kollegen, Kunden und Stakeholdern sei eine geschätzte Fähigkeit, die laut Experten von KI-Modellen nur schwer nachgebildet werden kann.

Vertriebsmitarbeiter beispielsweise verfügen, anders als KI, über Akten oder Datenbanken mit Informationen, die sie durch persönliche Interaktion über ihre Kunden gewonnen haben. „KI kann sich durchaus irren. Dann ist der Mensch als Korrektiv gefragt. Wenn man sich fundiertes Fachwissen aneignet, kann man besser erkennen, wenn die von der KI generierten Ergebnisse zu Themen aus der eigenen Branche falsch sind“, sagt Amalia Kaufman von der University of California Irvine.

Die Fähigkeit, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden oder auf das eigene Gewissen zu hören, sei ebenfalls eine Fähigkeit, die der Mensch, aber nicht die KI habe. Kreative Ideen entwickeln und Entscheidungen in unklaren Situationen treffen – beispielsweise bei der Ausarbeitung von Strategien oder der Entwicklung einer Markenidentität – sei ein weiteres wichtiges menschliches Alleinstellungsmerkmal. Diese Fähigkeiten sollten gefördert werden, um Mitarbeiter unentbehrlich zu machen.

 

Quelle: pressetext.redaktion/Wolfgang Kempkens
Bildquelle: Symbolbild © Marko Aliaksandr/Shutterstock.com

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