Immer mehr Start-ups beteiligen Mitarbeiter mit Unternehmensanteilen am Geschäftserfolg

Immer mehr Start-ups setzen auf Mitarbeiterbeteiligungen, um im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte attraktiver zu werden. Laut einer Umfrage des Digitalverbands BITKOM beteiligen derzeit 36 Prozent der Start-ups in Deutschland ihre Beschäftigten am Unternehmen, weitere 41 Prozent können sich dies künftig vorstellen.

Wie viele Mitarbeitende tatsächlich von einer Beteiligung profitieren, unterscheidet sich jedoch deutlich. Das zeigt eine Online-Befragung von 102 Tech-Start-ups, darunter 37 Unternehmen mit entsprechenden Beteiligungsmodellen.

27 Prozent der Start-ups mit Mitarbeiterbeteiligungen beziehen ihre gesamte Belegschaft ein. Weitere 32 Prozent beteiligen ausgewählte Beschäftigte. Bei den übrigen Unternehmen bleibt die Beteiligung auf einen kleinen Personenkreis beschränkt. Bei 19 Prozent profitieren ausschliesslich die Gründer, bei weiteren elf Prozent lediglich Gründerteam und Management.

„Wer keine üppigen Festgehälter zahlen kann, setzt im Wettbewerb um die klügsten Köpfe oft auf Erfolgsbeteiligungen. Viele Start-ups haben hier noch Potenzial, indem sie grössere Teile der Belegschaft beteiligen. Voraussetzung dafür sind gesetzliche Vorgaben, die wirklich einfach und steuerlich attraktiv sind“, sagt BITKOM-Präsident Ralf Wintergerst.

Virtuelle Anteile gewinnen an Bedeutung

Am häufigsten setzen Start-ups auf sogenannte virtuelle Anteile. Dabei handelt es sich um vertragliche Zusagen, die Beschäftigte beispielsweise bei einem Unternehmensverkauf am Erlös beteiligen, ohne dass sie zu Gesellschaftern mit Stimmrechten werden.

84 Prozent der Start-ups mit Mitarbeiterbeteiligungen nutzen inzwischen dieses Modell. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 71 Prozent. Reale Unternehmensanteile kommen dagegen nur noch bei acht Prozent der befragten Start-ups zum Einsatz, nachdem ihr Anteil im Vorjahr noch 20 Prozent betragen hatte.

Auch Anteilsoptionen verlieren an Bedeutung. Aktuell setzen elf Prozent der Start-ups auf dieses Modell, nachdem es im Vorjahr noch 23 Prozent waren. Einige Unternehmen kombinieren mehrere Beteiligungsformen miteinander.

 

Quelle: pressetext.redaktion/Florian Fügemann
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