KI Traffic wächst rasant und verändert digitale Infrastruktur, Sicherheit & Geschäftsstrategien
von belmedia Redaktion ➔ business24.ch Allgemein Alltag Arbeitswelt Bildung & Arbeit Business Business businessaktuell.ch Dienstleistungen Digitalisierung Europa Experten Innovation Magazine Management Medien nachrichtenticker.ch News Orte People Sicherheit Strategie Technologie Themen Übersee Unternehmen Wirtschaft Ⳇ Verbreitung
KI-Anfragen haben zwischen Januar und Mai dieses Jahres um rund 30 Prozent zugenommen. Das ist etwa 6,5 Mal schneller als der menschliche Traffic im gleichen Zeitraum. Zu dem Fazit kommt der Content Delivery, Computer- und Sicherheitsanbieter Fastly in seiner neuen Studie.
Strategisches Denken
„Unternehmen bewegen sich weg von einer Welt, in der Menschen die primären Nutzer digitaler Erlebnisse sind. Die Herausforderung besteht nicht mehr nur darin, Bots zu blockieren. Es geht darum zu verstehen, welche maschinellen Interaktionen beschleunigt, verwaltet, hinterfragt oder gestoppt werden sollten“, so Fastly-Gründer und CTO Artur Bergman.
Obwohl KI-Traffic weiter an Bedeutung gewinne, würden die aktuellen Forschungsergebnisse darauf hindeuten, dass die „bedeutendere Verschiebung darin liegt, wie KI-Systeme mit digitaler Infrastruktur interagieren“. Während das Blockieren schädlicher Bots wichtig bleibe, müssten Firmen zunehmend strategisch denken und handeln, um den wachsenden Mehrwert aus automatisierten Interaktionen zu erschliessen.
KI-Crawler und KI-Fetcher
Fastly unterteilt KI-Traffic in KI-Crawler und KI-Fetcher. Erstere sammeln systematisch Infos aus dem Web, um KI-Modelle aufzubauen und zu aktualisieren, während KI-Fetcher Infos als Reaktion auf spezifische Nutzeranfragen über KI-Assistenten und aufkommende agentische Anwendungen abrufen. Die Daten vom Mai würden zeigen, dass beide Workloads die Infrastruktur unterschiedlich beanspruchen.
51 Prozent der KI-Anfragen erfordern demnach Origin-Zugriff, verglichen mit weniger als neun Prozent bei menschlichen Anfragen. Einzelne KI-Dienste wuchsen besonders schnell: So nahm der mit Claude verbundene Traffic gegenüber Januar 2026 um mehr als 555 Prozent zu, heisst es in der Studie. KI-Traffic würde sich von einer Sicherheits- und Infrastrukturthematik zu einer umfassenderen Geschäftsstrategie entwickeln.
Smarte Geschäftsmodelle
Doch trotz aller Erwartungen bleiben auch Zweifel. Populäre KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Microsoft 365 Copilot sind zwar im Büroalltag vieler Unternehmen angekommen, doch ihr Potenzial bleibt in der Praxis häufig ungenutzt. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Paderborn in ihrer aktuellen Untersuchung, wie pressetext berichtete.
Die Umsetzung von KI-Vorteilen in tragfähige neue Geschäftsmodelle erweist sich als Challenge: Laut der Customer-Engagement-Plattform braze haben nur 61 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Umsatzziele 2025 erreicht oder übertroffen – verglichen mit 66 Prozent in den USA, 66 Prozent in Grossbritannien und 68 Prozent in Frankreich, wie pressetext ebenfalls berichtete.
Quelle: pressetext.redaktion/Florian Fügemann
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