Die virtuelle Realität weist für Unternehmen immenses Potenzial auf

08.06.2020 |  Von  |  Digitalisierung, News

Um im Wandel der Digitalisierung Wettbewerbsvorteile zu sichern und nicht im zukunftsorientierten Rennen hinten abzufallen, gilt es für Unternehmen, die Vorteile neuer Entwicklungen zu erkennen und sich innovativ aufzustellen.

Eine Entwicklung, die im privaten Bereich der Unterhaltung bereits fussfassen konnte, verbreitet sich nun auch zunehmend in der Wirtschaft: Die virtuelle Realität (VR) bietet im Unternehmen eine Vielzahl an Einsatzfeldern und kann hier Kosten senken und Produktivität steigern. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen PwC stellt Untersuchungen im Bereich der virtuellen Realität in Unternehmen an und sieht für die Technologie immenses Potenzial.

Mehr als ein Gaming-Gimmick

Die virtuelle Realität konnte sich in den vergangenen Jahren zunehmend in den Privathaushalten etablieren, wo die VR-Brille den Konsum digitaler Inhalte zunehmend revolutioniert. Beim Spielen von Videospielen heisst es für Konsumenten nun: Mittendrin statt nur dabei. Durch die virtuelle Realität wird ihnen der Schritt in die dritte Dimension ermöglicht, der sie mit allen Sinnen vollkommen in die Welt des Spiels treten lässt.

Bereits eine Vielzahl an bekannten Videospielen wurden für die virtuelle Realität angepasst, erst im März erschien zudem das lang ersehnte Spiel Half-Life: Alyx, ein pures VR-Game von Valve, das die Aliens des Spiels virtuell ins eigene Wohnzimmer bringt. Auch traditionelle Spiele wie Poker werden durch die immersive Technologie in die dritte Dimension gehoben. Die virtuelle Realität ist auf dem Vormarsch und aktuell dabei, die Welt der Videospiele zunehmend auf den Kopf zu stellen. Der Gesamtumsatz mit virtueller Realität auf dem weltweiten Konsumentenmarkt soll sich Prognosen zufolge bis 2021 auf 19 Milliarden US-Dollar belaufen, Trend aufwärts. Dieses Potenzial zeigt sich jedoch nicht nur im Privatbereich, sondern auch für Unternehmen.



Grosse Bedeutung für Unternehmen

Die Technologien der erweiterten und virtuellen Realität gewinnen in der Wirtschaft zunehmend an Bedeutung. Dieser Trend zeichnet sich auch in der zukünftigen Entwicklung weiter ab, wie eine Analyse des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PwC im November 2019 ergab. Sie schätzen das wirtschaftliche Potenzial der Technologien weltweit bis 2030 auf 1,5 Billionen US-Dollar.

Durch die erweiterte und virtuelle Realität sollen mitunter die Produktivität gesteigert und die Ausbildung von Mitarbeitern sowie die menschliche Zusammenarbeit massgeblich verbessert werden, was bis zu 23 Millionen Jobs weltweit beeinflussen soll. Aktuell werden etwa 824.000 Arbeitsplätze durch die immersiven Technologien tangiert. Während die erweiterte und virtuelle Realität heute im Konsumentenbereich überwiegen, soll sich dies in den nächsten Jahren massgeblich verändern: Es wird prognostiziert, dass die industrielle VR-Nutzung bereits bis 2023 dreimal so hoch sein wird wie die der Konsumenten. Wer auf diesen Zug nicht aufspringt und die Vorteile der virtuellen Realität im eigenen Unternehmen nicht implementiert, riskiert, an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.

Besser ausgebildete Mitarbeiter

Ein Bereich, der besonders durch die virtuelle Realität verändert und revolutioniert wird, ist die Aus- und Weiterbildung. Firmeninterne Schulungen verändern sich bereits seit geraumer zunehmend und machen sich die Digitalisierung zunutze. Schon 2017 widmete die Berufsmesse Zürich einen eigenen Bereich für Lehrberufe in der digitalen Zukunft und zeigte unter anderem, welche Auswirkungen die virtuelle Realität auf verschiedene Lehrberufsfelder haben könnte.

Die immersiven Technologien helfen dabei, Programme schneller, effizienter und kostengünstiger zu implementieren und Lerneffekte besser zu kontrollieren. Aus- und Weiterzubildende können mithilfe der virtuellen Realität wirklichkeitsgetreue Situationen und Herausforderungen virtuell erleben und auf besonders lebensnahe Weise erlernen, ohne dass ein Risiko eingegangen werden muss.

Durch virtuelle Meetings und Seminare kann ein Wissensaustausch auch über tausende von Kilometern hinweg erfolgen, ohne an Effektivität zu verlieren. Dies spart Zeit und Kosten und bringt zudem besser ausgebildete Mitarbeiter hervor, die dank der virtuellen Realität produktiver, effizienter und genauer arbeiten können. Dies erhöht auch das Mass an Sicherheit. So nutzt etwa der Schweizer Stromkonzern BKW die virtuelle Realität, um Mitarbeiter auszubilden. Auszubildende Elektriker haben hier die Möglichkeit, Schalthandlungen virtuell zu erlernen, ohne im Umgang mit Hochspannung ein Risiko einzugehen. Das Potenzial der virtuellen Realität auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung ist immens und zeigt bereits heute erste Wirkung.

Der digitale Wandel hält zunehmend Einzug in die Gesellschaft und geht bereits weit über die Unterhaltungsbranche hinaus. Das Potenzial der virtuellen Realität in der Wirtschaft ist immens und wird Arbeitsabläufe in Zukunft massgeblich beeinflussen und verbessern. Unternehmen sollten die vielen Vorteile der innovativen Technologie erkennen und den Anschluss während der Digitalisierung nicht verpassen, um Wettbewerbsvorteile zu sichern.

 

Titelbild: TierneyMJ – shutterstock.com

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