Kurzarbeit nach Neustart: Bund und Kantone kontrollieren jetzt genau

13.05.2020 |  Von  |  Arbeitsmarkt, News

Nach der Wiedereröffnung grosser Teile der Binnenwirtschaft wird Kurzarbeit weiterhin möglich sein. Doch das Risiko steigt, dass Arbeitgeber das Kurzarbeitsregime missbrauchen.

„Seit Montag schauen wir wieder genau hin, wer wie viel Belegschaft in der Kurzarbeit belässt“, sagte Oliver Schärli, Leiter Bereich Arbeitslosenversicherung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), zur „Handelszeitung“.

„Es gibt einen Missbrauchsspielraum“, sagt Schärli. So können beispielsweise Kurzarbeitsstunden bewusst falsch abgerechnet werden. Das Seco werde „Missbräuche aufdecken und die Fehlbaren bestrafen“, kündigt er an. Die Wirtschaftsforschung zeige aber auch, dass es den Staat und die Wirtschaft deutlich weniger kostet, wenn Firmen bei kurzzeitigen Schocks die Leute auf Kosten der Arbeitslosenversicherung in die Kurzarbeit schicken statt sie zu entlassen. „Das würde weit mehr kosten – und eine verheerende psychologische Wirkung haben“, so Schärli.

 

Quelle: Handelszeitung
Titelbild: Symbolbild / zabanski / shutterstock

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.


Ihr Kommentar zu:

Kurzarbeit nach Neustart: Bund und Kantone kontrollieren jetzt genau

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.