Smart Clothes: Kleidung, die smart macht?

03.08.2019 |  Von  |  Digitalisierung, Technologie
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Heutzutage sind Handys, Tablets und computergesteuerte Dinge nicht mehr wegdenkbar. Das zeigt ebenso die Verbreitung der IoT (Internet of Things oder Internet der Dinge genannt), bei der bestimmte Gegenstände über digitale Geräte gesteuert werden. Bei der sichtbar fortschreitenden Digitalisierung ist der Schritt zur Programmierung von Kleidungsstücken nicht mehr allzu gross.

Digitale Technisierung von Bekleidung ist keinesfalls eine wohlklingende Zukunftsmusik. Denn die Technologie wird bereits vielfach von der Sportindustrie genutzt. Die digitale Programmierung beginnt bereits bei der Einarbeitung von Sensoren in Sportschuhen zur Verbesserung der Funktionalität und geht weiter mit der Entwicklung, Vermarktung und Verbreitung von smarten Bekleidungsstücken. Doch was bietet smarte Kleidung und ist sie für die breite Masse interessant?

Smarte Kleidung: begehrte digitale Stoffe oder Ausnahmeerscheinung für den Profisport

Funktionsbekleidung, die bestimmte Eigenschaften wie schnelle Trocknung, Atmungsaktivität und Robustheit aufweist, reicht den Entwicklern der Sportbekleidungsindustrie offensichtlich nicht mehr aus. Denn smarte Kleidung liegt derzeit im Trend. Wer etwas auf sich hält, lässt sich nicht mehr nur durch die üblichen Werbeversprechen, die auf die herkömmliche Tauglichkeit für bestimmte Aktivitäten hinweisen zum Kauf verleiten. Das neue Kleidungsstück muss vor allem Merkmale aufweisen, die es smart machen.

Was macht Bekleidung smart?

Smarte Kleidung wird bereits seit einiger Zeit auf dem Markt vertrieben. Aktuell spricht man von smarter Bekleidung 4.0, was den Fortschritt der Entwicklung der Digitalisierung von Kleidungsstücken anzeigt. Die sogenannten Smart Clothes verfügen über eine Reihe von Zusatzfunktionen, welche über elektronische Bauteile zur Verfügung gestellt werden. Diese werden in den Stoff eingearbeitet.


Die fortschreitende Technologie macht auch bei unserer Kleidung nicht halt. (Bild: Syda Productions – shutterstock.com)


Das Gewebe kann Funktionen übernehmen wie die des Fitnessarmbandes, der Sportuhr oder des Brustgurtes. Denn der smarte Stoff hat die Fähigkeit, die Atmung oder die Herzfrequenz zu messen. Des Weiteren sind die digitalen Sensoren sogar in der Lage, zurückgelegte Geschwindigkeiten und vergangene Zeit zu messen. Die intelligente Kleidung kann zudem Widerstände und Krafteinwirkungen messen.

Wer jetzt der Meinung ist, dass er eine solche Funktionsbekleidung unbedingt benötigt, sollte wissen, dass die begehrten Kleidungsstücke kostspielig und pflegeintensiv sind. Ausserdem stehen sie derzeit lediglich für Sportbekleidung zur Verfügung. Allerdings wird in der Modeindustrie derzeit untersucht, inwieweit die Stoffe aktuell zu der alltagstauglichen Mode passen. Dabei wurden bereits einige digital funktionierenden Modelle auf den Laufstegen der Welt vorgeführt. Die Antwort auf die Frage, ob die Hightech-Mode den Sprung in die Massenproduktion schafft steht jedoch noch aus.

So trägt sich digitale Funktionskleidung

Die hoch technisierte Bekleidung bietet einen angenehmen Tragekomfort. Das Vorhandensein des elektronischen Komforts ist kaum spürbar und lässt alle Bewegungen zu, die der Träger ausführen möchte. Dank leitender Garne und Sensorzwirn werden Kleidungsstücke zu angenehm zu tragender Lieblingsbekleidung, die bei Kälte warm hält, bei Aktivität den Schweiss nach aussen befördert und hautfreundliche Eigenschaften besitzt, was sich durch ein gutes Hautgefühl äussert.

Die digitale Technik wird vorwiegend zur Herstellung von Textilien verarbeitet, die in der Sportindustrie genutzt werden. Sie kommt Sportverbänden und Profisportlern zugute, die sie zur Verbesserung von sportlichen Leistungen nutzen. Doch in naher Zukunft könnte smarte Kleidung auch im Alltag vieler Privatleute eine hervorragende Rolle spielen.

Smarte Kleidung und smarte Schuhe: Ein Must-have oder Spielerei?

Wer im Sportbereich etwas auf sich hält, trägt Schuhe, die sich digital steuern lassen. Schnürsysteme, Dämpfungseigenschaften und Passgenauigkeit lassen sich bequem über eine App einstellen. Schuhe von Hand zu schnüren, das gehört für viele Sportler bereits der Vergangenheit an. Andere betrachten die gebotenen Features eher als Spielerei, stellen die App ab und passen ihre Sportschuhe von Hand an. Diese Möglichkeit ist immerhin noch gegeben, sodass die Roboter-Technik das Leben nicht voll und ganz übernehmen kann.



Bei der smarten Bekleidung kann dieser Umstand wiederum vollkommen anders aussehen. Denn die digitale Technik übernimmt bestimmte Eigenschaften selbstverständlich, ohne dass etwas eingestellt werden müsste. Demnächst suchen wir wahrscheinlich unsere Sportbekleidung danach aus, welche Leistungen wir abrufen möchten. Wer seine sportlichen Eigenschaften verbessern möchte, wird an smart Clothes ohnehin nicht mehr vorbei kommen.

Wann wird smarte Kleidung ein nicht wegzudenkender Teil unseres Alltagslebens?

Falls sich die Stoffe im Profisport bewähren, wird es nicht lange dauern, bis sie für die breite Masse erschwinglich werden. Denn aktuell schrecken viele Verbraucher wegen der hohen Kosten vor dem Kauf der Hightech-Bekleidung zurück. Hochtechnisierte Sportbekleidung wird sich wahrscheinlich als Erstes durchsetzen und durch entsprechende Sportschuhe ergänzt werden. Das ist deswegen möglicherweise in naher Zukunft denkbar, da es bereits einige Studien für digital verarbeitete Stoffe im Profisport gibt.

Wahrscheinlich wird die Modeindustrie bei der Verarbeitung digital funktionierender Modebekleidung nachziehen. Denn aktuell gibt es bereits einige Versuche, die Funktionen im Alltag nutzbar zu machen. Da smarte Kleidung auf Atmung reagieren kann, wird untersucht, inwiefern diese für Asthmatiker nützlich sein könnte. Auch in der Bekleidung für Babys und Kleinkinder kann die Verarbeitung von Hightech-Stoffen sinnvoll sein, zum Beispiel um Eltern auf eine veränderte Atmung der Kleinen aufmerksam zu machen.

 

Titelbild: alphaspirit – shutterstock.com


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