Augen auf bei der privaten und beruflichen Nutzung von Computer und Smartphone

05.02.2015 |  Von  |  Allgemein, Web
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Augen auf bei der privaten und beruflichen Nutzung von Computer und Smartphone
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Nicht allein Ihr Personal Computer unter dem Schreibtisch und grosse Rechneranlagen in Unternehmen und Behörden sind durch Angriffe von Cyberkriminellen gefährdet, sondern auch alle mobilen Geräte, die Sie zur digitalen Kommunikation nutzen. Zahlreiche Viren, Trojaner und Backdoor-Programme sind im World Wide Web unterwegs und warten nur darauf, dass sich eine Lücke in Ihrem Sicherungssystem auftut, durch die sie einen Angriff auf Ihre Daten starten können.

Obwohl das Thema immer wieder auf der Agenda steht – insbesondere wenn wieder ein gefährlicher Wurm in die Rechner dieser Welt eingedrungen ist –, nehmen die Fälle von Cyberkriminalität zu. Über Datensicherheit und den Einsatz von Virenschutzprogrammen sollten Sie deshalb auch dann nachdenken, wenn Sie bisher von Schadsoftware auf Ihrem Laptop, Tablet oder Smartphone verschont geblieben sind.



Datendiebstahl von einem privaten Rechner kann sehr ärgerlich sein, aber wenn Computer einer Firma oder von Behörden betroffen sind, ist der Schaden ungleich grösser. In jedem Jahr betragen die Einbussen, die durch Datenspionage bei Schweizer Unternehmen entstehen, Millionen Schweizer Franken. Deshalb machen sich alle Betriebe, ob verarbeitendes Gewerbe oder Dienstleister, Gedanken über die Datensicherheit und versuchen Massnahmen zu ergreifen, um einen Angriff von Hackern in ihr System unmöglich zu machen. Dennoch gelingt es immer wieder, besonders über tragbare Rechner und Smart- oder iPhones an sensible Daten zu gelangen.

Deshalb sollte man immer auf mobile Geräte aufpassen, auch während einer Pause zwischen zwei Sitzungen oder wenn ein Kaffee vom Buffet geholt wird. Wenn die Bluetooth-Technologie verwendet wird, sind die Datenverbindungen von Spezialisten leicht anzuzapfen Und selbst das schnelle Herunterladen von Daten über eine USB-Verbindung soll vorkommen, wenn der Besitzer des Geräts unaufmerksam ist und gerade nicht in der Nähe ist. Besonders schlimm ist, dass der Angriff auf die Daten oftmals lange unerkannt bleibt und erst bemerkt wird, nachdem die Daten widerrechtlich benutzt wurden und der Schaden bereits entstanden ist.

Zahlreiche Viren, Trojaner und Backdoor-Programme sind im World Wide Web unterwegs (Bild: Eugene Sergeev / Shutterstock.com)

Zahlreiche Viren, Trojaner und Backdoor-Programme sind im World Wide Web unterwegs (Bild: Eugene Sergeev / Shutterstock.com)

Dagegen hilft nur die höchste Sicherheitsstufe, die für den Einsatz mobiler Rechner und Smartphones vorgesehen ist. Alle Datenverbindungen sollten geschlossen werden, wenn sie für eine längere Zeit nicht genutzt werden oder unbeaufsichtigt sind. Und die Eingabe eines Passwortes sollte immer dann vorgesehen sein, wenn ein Gerät nach einer Arbeitspause wieder hochgefahren werden soll.



Selbst beim Austausch von Daten unter Geschäftspartnern sollte man sich immer vergewissern, dass sich unter den Dateien nicht auch ein Virus oder Trojaner befindet, der, einmal installiert, für den Zugriff auf Daten, die eigentlich geheim bleiben sollten, sorgt. Wenn die Datenspionage erkannt wird, ist es zwar mit der Partnerschaft vorbei, der Schaden aber auch schwer wieder rückgängig zu machen.



Würde man den Schaden durch Cyberkriminelle und die Kosten für ein professionelles Virenschutzprogramm in Relation setzen, wäre wohl jeder Nutzer digitaler Medien sofort bereit, Geld locker zu machen, um es in die Prävention zu stecken. Private Nutzer geben sich häufig mit kostenlosen Angeboten oder Probeversionen von Sicherheitsprogrammen zufrieden. Für Unternehmen und Behörden ist aber die Zusammenarbeit mit einem professionellen Anbieter von Sicherheitssoftware notwendig, um ständig auf aktuelle Bedrohungen reagieren zu können. Da andauernd neue Schadprogramme entwickelt werden, ist es notwendig, darüber rechtzeitig Bescheid zu wissen und Gegenmassnahmen einleiten zu können.

Wenn Sie privat und beruflich Computer und Smartphone brauchen, sollten Sie bei den beiden Anwendungen verschiedene Geräte verwenden. Private Kommunikation, Spiele und zum Beispiel auch Onlinebanking sollte auf dem einen Rechner stattfinden und die beruflichen Dinge auf einem anderen. Auch die Passwörter sollten sich natürlich unterscheiden. So vermeiden Sie, dass Daten Ihres Unternehmens mit privaten Angelegenheiten vermischt werden und Schadprogramme, die zufällig auf Ihrem Privatrechner gelandet sind, das System im Büro infizieren ‑ oder umgekehrt. Das gleiche gilt für Smart- und iPhone. Das Handling ist möglicherweise etwas kompliziert und die Anschaffung auch teurer, aber nur so bekommen Sie eine saubere und übersichtliche Trennung hin.

Wenn Sie sich bei der Nutzung des Computers und des Natel nur auf die Dinge konzentrieren, die wirklich wichtig sind, können Sie sich schon vor den meisten Viren und Trojanern schützen. Kurze Videos, Bilder, Werbung oder Gutscheine kursieren in grosser Zahl im Internet. Sie stellen eine grosse Versuchung dar, sie sich doch einmal anzuschauen, um ein wenig Spass in den tristen Alltag zu bringen und über die neuesten Themen Bescheid zu wissen. Gerade diese Programme, die heruntergeladen werden wollen, können Schadsoftware beinhalten, die nur darauf aus ist, an sensible Daten zu kommen.

Ein besonderes Problem, das seit Neuem vermehrt auftritt, ist das Phishing. Dabei werden angebliche Onlinerechnungen von Telefonunternehmen in E-Mails versendet mit dem Ziel, sensible Daten von den Kunden dieser Unternehmen zu erhalten. Sollte Ihnen die Rechnung verdächtig vorkommen, fragen sie vor dem Öffnen der Datei erst beim Anbieter telefonisch nach. Rechnungen dieser Unternehmen werden in der Regel nicht verschickt, sondern stehen auf der Homepage zur Verfügung. Erst wenn Sie sich dort angemeldet haben, sollten Sie Zugriff auf Ihre Rechnungen haben. Die meisten Firmen bieten auch immer noch den Service an, die Rechnungen auf Papier zu versenden, wenn auch oft gegen eine geringe Gebühr. Vielleicht ist Ihnen das ja das Mehr an Sicherheit wert und auch bequemer, als monatlich das Passwort zu suchen, mit dem Sie sich dann selbst die Rechnung ausdrucken können.



 

Oberstes Bild: Aktuelle Virenschutzprogramme schützen Computer und Smartphones effektiv. (© Rashevskyi Viacheslav / Shutterstock.com)

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