Trojaner tarnen sich als Anti-Viren-Programm

15.12.2014 |  Von  |  Neue Medien
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Trojaner tarnen sich als Anti-Viren-Programm
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Das Thema Virenschutz hat sich in den letzten Jahren nicht nur in der Schweiz zum aktuellen Dauerthema entwickelt. Wer seinen Computer oder sein Smartphone vor Trojanern schützen will, lädt sich die entsprechenden Virenschutzprogramme aus dem Internet herunter. Diese Gelegenheit nutzen verstärkt auch Hacker.

Um ihre Trojaner unbemerkt auf fremden Rechnern installieren zu können, tarnen sie diese als Schutzsoftware. Als normaler Nutzer ist es meist nicht möglich, solche Angebote von seriösen Angeboten zu unterscheiden. Statt eines Schutzprogramms lädt man sich den Trojaner höchstpersönlich auf den Computer oder das Smartphone.



Der Bedarf und die Überzeugung, seinen Computer oder mobile Geräte zu schützen, sind stark gewachsen. Heartbleed und ähnliche Schadprogramme haben viele Nutzer davon überzeugt, dass sie sich dem Schutz ihrer Geräte zuwenden müssen. Zumeist wird in Apps investiert, weil dies für Tablets und Smartphones der populärste Weg ist, seine Geräte zu schützen. Gerade diese Zusatzprogramme sind oft die Einfallstore für Viren und Trojaner. Dabei ist es gleich, ob es sich um ein Android Gerät, ein iPhone oder ein Smartphone von Microsoft handelt.

Virenschutz kann gefährlich sein

Schadsoftware kann in jedem zusätzlichen Programm oder jeder App enthalten sein. Bei getarnten Antiviren-Schutzprogrammen ist es jedoch besonders schwierig, den Schädling zu erkennen. Diese Programme unterlaufen ganz bewusst das Vertrauen und das Sicherheitsbedürfnis und bieten verschiedene technische Eigenschaften zusätzlich zum Schutz im Internet an. Einige Apps versprechen ein sicheres Passwortmanagement. Dadurch können über bestimmte Funktionen Trojaner eingeschleust werden, die es erst den Hackern ermöglichen, an besonders sensible Daten zu gelangen. Vergleichbare Gefahren gibt es auch beim Online-Banking oder in anderen besonders schützenswerten Bereichen.

Prüfen, ob der Publisher der Sicherheits-App präpariert ist



Um die Seriosität einer Schutzsoftware zu erkennen, muss zunächst der Publisher getestet werden. Ein relativ sicheres Zeichen für eine saubere Webseite ist es, wenn der Softwareanbieter oder der Softwareentwickler seine Software im Appstore oder bei Goggle-Play verankert hat. Sobald Zweifel bestehen, dass der Anbieter unbekannt ist oder auch keine weiteren Informationen vorhanden sind, kann dem Publisher nicht absolut vertraut werden. In diesem Fall ist es ratsam, keine Software bzw. App von diesem Publisher zu laden.

Vertrauenswürdige Anbieter hinterlegen weitere Informationen zur Software oder verlinken weiter auf die Webseiten des Unternehmens. Auch hier ist ein gewisses Mass an Vorsicht gut. Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass ein Hacker seine Schadsoftware direkt als Download einschleust. Mit präparierten und seriös erscheinenden Webseiten sind Hacker erfolgreicher.

Informationen anderer Nutzer als wichtiger Indikator

Vom durchschnittlichen Internetnutzer erwartet keiner, dass ihm alle Risiken bekannt sind und er an einer Webpräsenz eines Sicherheitstools für das Internet ein kriminelles Angebot erkennen kann. Es ist daher immer empfehlenswert, die Erfahrung und das Wissen anderer Nutzer auszuwerten und sich so vor dem Download einer Sicherheits-App zu informieren. Bei einigen Apps finden sich auch Informationen direkt im Appstore, meist aber in Kommentaren, Blogs oder Testberichten im Internet.





Immer häufiger werden Trojaner als Anti-Viren-Programm für das Smartphone oder iPhone getarnt. ( Bild : Soliman design / Shutterstock.com)

Immer häufiger werden Trojaner als Anti-Viren-Programm für das Smartphone oder iPhone getarnt. ( Bild : Soliman design / Shutterstock.com)




Nutzer, die auf Malware hereingefallen sind, informieren in den meisten Fällen auch die Netzgemeinde, zum Teil recht detailliert. Auch wenn die Hacker diese Informationen ebenfalls auswerten und mit ihren Programmen an andere Orte umziehen, verbreitet sich das Wissen über Schadprogramme schnell im Netz. Warnungen ausserhalb des Appstores erreichen die Nutzer meist schneller.

Bei Sicherheitstools auf renommierte und erfahrene Anbieter

Bei der Auswahl der Software für die Internetsicherheit eines Computers oder Smartphones orientiert man sich besser an erfahrenen Anbietern, beispielsweise Avira, Symantec mit Norton, AVG, Kaspersky & Co. Sie vereinen die umfangreichen Erfahrungen bei der Internetsicherheit, kennen die Viren und Trojaner und deren Ableger bzw. Weiterentwicklungen besser als das ein einzelner Softwareentwickler kann, der mit eigener Sicherheitssoftware auf den Markt kommt. Grosse Player bieten Extras. Zumal Unternehmen wie Microsoft und andere Hersteller von Betriebssystemen ihre Programme mit mehr Sicherheit ausstatten und hochwertige Programme anbieten. Wer seine Geräte mit Virenschutz und Firewall ausgerüstet hat und diese regelmässig aktualisiert, kann meist auf weitere Apps verzichten.

Regelmässige Updates bieten optimale Sicherheit

Je weiter sich das Internet entwickelt, desto wichtiger werden auch regelmässige Updates der Sicherheitssoftware. Die Entwicklung von Viren und Trojaner schreitet ebenfalls voran. Auch das spricht für die Wahl eines namhaften Unternehmens bei der Auswahl der Sicherheitssoftware. Erfahrungen und Kenntnisse sind hier umfangreicher, sie können auch gewährleisten, dass Apps und die Sicherheitssoftware auf dem Computer zeitnah erweitert werden. Kleinere Anbieter können diesen umfangreichen Service nicht absichern, so dass eventuelle Sicherheitslücken zu spät bemerkt werden. Das Risiko kann so gross sein, wie die direkte Installation eines Schädlings auf dem Smartphone oder Computer.




 

Oberstes Bild: © Christos – Georghiou – Shutterstock.com

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