Alt-Bundesrat Leuenberger wird von BAV-Direktor angegriffen

14.01.2016 |  Von  |  News

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In Bundesbern kommt die Einmischung von Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger in den Abstimmungskampf über die zweite Gotthardröhre schlecht an: «Das nervt mich», erklärt Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamtes für Verkehr, im Interview mit der „Handelszeitung“.

Er bezeichnet die Äusserungen Leuenbergers als „Verzweiflungstat“. Der frühere Verkehrsminister hatte kürzlich erklärt, kein Mensch glaube, dass beim Bau einer zweiten Gotthard-Röhre der Einspurbetrieb eingehalten werde. Füglistaler wirft seinem früheren Chef vor, die Bevölkerung bewusst hinters Licht zu führen. „Auch Leuenberger weiss, dass die Verfassung nur mit einem Volksentscheid geändert werden kann.“

Füglistaler warnt vor den negativen Folgen im Falle eines Neins zur zweiten Gotthardröhre. Die Lastwagen während der Zeit der Sanierung des Strassentunnels durch den neuen Gotthard-Basistunnel zu führen, beanspruche dort sehr hohe Kapazitäten. Dadurch werde das Risiko für Verspätungen im Schienenverkehr steigen – und das wirke sich schweizweit aus. „Die Fernzüge fahren quer durch das Schienennetz weiter nach Zürich und Basel. Bekommen sie am Gotthard Verspätung, wirkt sich das aufs ganze Netz aus.“ Laut Füglistaler wird die zweite Röhre nicht zu einer Verlagerung der Verkehrsströme auf die Strasse führen. „Nur weil zwei einspurige Röhren durch den Gotthard führen, wird der Transit durch die Schweiz für den Schwerverkehr nicht interessanter.“

 

Artikel von: handelszeitung
Artikelbild: © Natali Glado – shutterstock.com

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