Erfolgreiche Unternehmen profitieren vom strategischen Management

30.04.2015 |  Von  |  Organisation
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Verschaffen Sie sich im Folgenden einen kleinen Überblick über das strategische Management.

Es werden dazu einige grundlegende Zusammenhänge erläutert sowie zwei Modelle (Market-based-view und Resource-based-view) vorgestellt.

Strategisches Management

Allgemein beschrieben bedeutet strategisches Management die zielorientierte Gestaltung unter langfristigen, strategischen, globalen, umweltbezogenen und entwicklungsorientierten Gesichtspunkten. Im Unterschied zur operativen Planung ist das strategische Management auf einen sehr langfristigen Zeithorizont ausgelegt. Zudem ist es nicht auf eine bestimmte Abteilung konzentriert, sondern betrifft alle Bereiche eines Unternehmens.

Das strategische Management umfasst diese Punkte:

  1. Planung
  2. Kontrolle
  3. Information
  4. Organisation
  5. Unternehmenskultur
  6. Strategische Leistungspotenziale

Unternehmen müssen sowohl ihre eigenen Fähigkeiten im Fokus haben als auch das gesamte Marktumfeld. Daher beinhaltet die strategische Planung von Unternehmen die beiden folgenden Modelle. Sie nutzt diese, um fundiertere Strategien entwickeln zu können.

Market-based-view

Das Fundament des market-based-view ist das sogenannte Structure-Conduct-Performance-Paradigma. Was zunächst ziemlich kompliziert klingt, bedeutet aber im Grunde genommen nichts anderes, als dass von der Marktstruktur (Structure) das Marktverhalten (Conduct) der Marktteilnehmer abhängig ist – und aus dem Marktverhalten wiederum das Marktergebnis (Performance) hervorgeht.

Die Erfolgsfaktoren dieses Modells ergeben sich demzufolge aus den Marktanforderungen bzw. den Umweltfaktoren. Daraus resultiert eine eher reaktive und defensive Grundposition, denn man reagiert auf die Marktstruktur und das -verhalten der anderen Teilnehmer und gebraucht nicht seine eigenen Alleinstellungmerkmale und Ressourcen. Ebenso wird die Innovation als forcierende Kraft des unternehmerischen Erfolges hier eher vernachlässigt.

Resource-based-view

Der resource-based-view bildet das Gegenstück zum market-based-view. Bei ihm stellt die Qualität der unternehmenseigenen Ressourcen die Quelle des Erfolges dar. Dieses Modell baut auf das vorhandene Potenzial, aus welchem die Strategie erwächst. Diese wiederum determiniert die Performance, also den Erfolg des Unternehmens.

Ressourcen sind die Stärken eines Unternehmens. Mit ihnen können sie sich in der sich verändernden Umwelt erfolgreich positionieren. Gelingt ihnen diese Positionierung, schaffen es solche Firmen, ihren langfristigen Unternehmenserfolg zu behaupten; sie erreichen das höchste unternehmerische Ziel.

Welche Ressourcen unterscheidet man?

Es werden drei verschiedenen Ressourcen unterschieden, die den resource-based-view-Ansatz beeinflussen:

  1. Tangible (= greifbare) Ressourcen -> beispielsweise Gebäude, Maschinen usw.
  2. Intangible (nicht greifbare) Ressourcen -> z. B. Lizenzen, Fertigungsverfahren, Image
  3. Human Resources -> Know-how, Erfahrungen, Fähigkeiten und Motivation der Mitarbeiter

Human Resources: Know-how, Erfahrungen, Fähigkeiten und Motivation der Mitarbeiter (Bild: © Rawpixel - shutterstock.com)

Human Resources: Know-how, Erfahrungen, Fähigkeiten und Motivation der Mitarbeiter (Bild: © Rawpixel – shutterstock.com)


Die strategische Planung

Sie ist der erste Schritt im strategischen Management, der als informationsverarbeitender Prozess bezeichnet werden kann. Es handelt sich um einen Vergleich der Umweltanforderungen mit den Potenzialen des Unternehmens. Schlussfolgernd werden die Ergebnisse dazu genutzt, auf diese aufbauend jene Strategien zu entwickeln, die zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beitragen sollen.

Inhalte der strategischen Planung

  1. Zielbildung
  2. Umweltanalyse
  3. Unternehmensanalyse
  4. Strategiewahl
  5. Strategieimplementierung
  6. Strategische Kontrolle (Soll-Ist-Vergleich)

Die Zielbildung

Unternehmen verfolgen diverse Ziele, die von unterschiedlichen Verantwortlichen vorgegeben werden. Sie orientieren sich meistens an den Anforderungen des jeweils höhergestellten Ziels. Das wichtigste Ziel eines Unternehmens ist jedoch keines, welches man zahlenmässig erfassen kann, ganz im Gegenteil, es ist ein sehr abstraktes Ziel: die Unternehmensvision. Eine Unternehmensvision zu entwickeln bedeutet, einen äusserst schwierigen Prozess zu durchlaufen. Hierüber werde ich demnächst einen ausführlichen Artikel veröffentlichen.

Aus der Vision eines Betriebes entsteht das Unternehmensleitbild, das häufig ein Muster für das Verhalten aller Beschäftigten in einem Unternehmen darstellt. Es folgen die Unternehmensziele, welche man in Formalziele und Sachziele einteilen kann. Die Unternehmensziele werden an die unterschiedlichen Geschäftsbereiche weitergegeben, und diese müssen nun ihre jeweils eigenen Ziele abstecken, um gemeinsam die Unternehmensziele erreichen zu können.

Umwelt- und Unternehmensanalyse als Basis

Die Umweltanalyse und die Unternehmensanalyse werden zusammen als strategische Analyse bezeichnet. Auf deren Ergebnisse baut später die Strategiewahl auf.

Die Analyse der Umwelt umfasst zunächst die Untersuchung des eigenen Marktumfelds, weitet dann aber den Analyse-Radius deutlich aus. So werden global gesehen auch ökonomische, technische, politisch-rechtliche und sozio-kulturelle Wandlungen analysiert. Hierbei finden solche Analyse-Modelle wie das Five-Forces-Modell von Porter Anwendung.

Im Kontext der Unternehmensanalyse werden eigene Stärken und Schwächen der Firma analysiert. Anschliessend werden die Ergebnisse der Umwelt- und Unternehmensanalyse oftmals in einer SWOT-Analyse miteinander kombiniert und verknüpft.

Die Implementierung

Alle Aktivitäten, die zur Umsetzung einer Strategie erforderlich sind, werden als Strategieimplementierung bezeichnet. Im Wesentlichen sind dies drei Aufgaben:

Sachliche Aufgabe

Bei der Realisierung der sachlichen Aufgabe wird die Strategie in durchführbare Einzelmassnahmen zerlegt.

Organisationale Aufgabe

Hierbei wird die Strategie in die Ablauforganisation eingebettet.

Personale Aufgabe

Alle Mitarbeiter sollten die Strategie verstehen, deshalb ist eine klare und deutliche Kommunikation zwischen Verantwortlichen und Mitarbeitern unerlässlich.

Die strategische Kontrolle

Abschliessend folgt die strategische Kontrolle – ein systematischer Prozess – welcher parallel zur strategischen Planung läuft und diese somit als kontinuierlichen Vorgang begleitet. Innerhalb der strategischen Kontrolle kommt es zur Feststellung von Abweichungen zwischen den Plangrössen und den Vergleichsgrössen. Deshalb werden gegebenenfalls geeignete Massnahmen vorbereitet, um weitere Abweichungen zu verhindern.



So weit dieser kurze Einblick ins strategische Management mit seinen Prozessen und Aufgaben. Wie gesagt, in der nächsten Zeit wird eine umfassendere Artikelserie zum Thema strategisches Management starten, wobei deutlich tiefgründiger auf die einzelnen Phasen und Prozesse eingegangen werden wird. Die Beitrasserie soll aber nicht darin verharren, den Ablauf des strategischen Managements theoretisch zu analysieren, sondern es werden auch einige Praxisbeispiele aufgenommen. Anhand derer wird man sich anschauen können, mithilfe welcher Strategien sich Unternehmen erfolgreich in einem bestimmten Markt platzieren konnten.

 

Originalartikel erschienen auf my-business-blog.de
Oberstes Bild: © Pressmaster – shutterstock.com


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