Die vier Phasen des strategischen Managements

23.04.2015 |  Von  |  Marketing
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Die vier Phasen des strategischen Managements
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Es handelt sich um eine noch relativ junge Disziplin der Betriebswirtschaftslehre – das strategische Management. Nachfolgend sollen die vier Phasen genauer betrachtet werden, aus denen sich schrittweise das strategische Management entwickelte.

Eine Zeit lang verliefen Veränderungen am Markt deutlich langsamer und weniger stark, sodass tatsächlich keine Notwendigkeit bestand, in den Unternehmen ein strategisches Management zu verfolgen.

Selbst ohne aufwendige Analysen waren Marktveränderungen relativ leicht vorherzusehen. Firmen konnten sich darauf verlassen, dass sich der entsprechende Handel in den Folgejahren nur gering verändern würde.

Heute wissen alle, dass sich durch das Internet und die Globalisierung zahlreiche weitere Entwicklungen vollzogen. Sie führten dazu, dass Firmen schnell und flexibel auf neue Gegebenheiten am Markt reagieren müssen. So würde eine reine Finanzplanung bei Weitem nicht mehr reichen, um erfolgreich ein Unternehmen zu führen. Aber – lassen Sie uns einen Blick in die Vergangenheit werfen:

Phase der Finanzplanung

Bis zum Anfang der Fünfzigerjahre war die Planung eines Unternehmens ausschliesslich an der Finanzwirtschaft orientiert. Man konzentrierte sich auf genau diese Kennzahlen. Man versuchte gar nicht erst, davon abweichend irgendwelche Entwicklungen vorherzusagen.

So war etwa Marktwachstum aus damaliger Sicht einfach nicht zu prognostizieren. Es war auch nicht notwendig, weil sich der Markt ja nur sehr langsam veränderte.

Phase der langfristigen Planung

Als die wirtschaftlichen Prozesse Schritt um Schritt immer komplexer und dynamischer wurden, bemerkten Manager und Unternehmer, dass die Finanzplanung Grenzen erreichte. Nun mussten neue Methoden entwickelt werden, mithilfe derer Betriebe erfolgreich zu führen waren.

Mitte der Fünfzigerjahre begannen Unternehmen damit, längerfristig zu planen. Sie betrachteten dafür nun auch Veränderungen der Umwelt, die auf das eigene Geschäft Einfluss haben konnten.

Es wurden Mehrjahres-Budgets festgeschrieben, man sah auf Trends und projizierte diese voraus. Es ging um 3 bis 5 Jahre, was sich in der damaligen Zeit als recht praktikabel erwies, da Markttrends deutlich länger andauerten und leichter vorhersagbar waren.

Phase der strategischen Planung

Die Veränderungen der unternehmerischen Umwelt gingen immer stärker und immer schneller vonstatten. Firmen mussten sich von Neuem anpassen, allerdings war es mit den herkömmlichen Planungsansätzen unmöglich, flexibel auf die Veränderungen zu reagieren.

Man versuchte ab diesem Zeitraum nicht mehr nur Entwicklungen in die Zukunft zu übertragen, sondern wollte vielmehr diese Entwicklungen verstehen.

Deshalb schob sich die Umwelt- und Wettbewerbsanalyse beständig mehr in den Fokus. Die Unternehmen konnten Veränderungen der Umwelt besser vorherbestimmen und gewandter auf sie reagieren, aber es gab eine Schwierigkeit: Sie vernachlässigten darüber ihre internen Strukturen und Arbeitsprozesse.

Es ist zwar sehr wichtig, das Marktumfeld zu kennen und zu analysieren, mindestens genauso bedeutsam ist es aber auch, die internen Systeme an dieses Marktumfeld anzupassen und zu integrieren.

Phase des strategischen Managements

Die strategische Planung erfuhr eine Weiterentwicklung und ist heute Teil des strategischen Managements. Das strategische Management ist mit der Planung von Strategien befasst, es bedeutet Steuerung der Strategieumsetzung und Gestaltung interner Strukturen und Systeme. Es betrachtet ausserdem eine Reihe von variablen Grössen, welche das Unternehmen beeinflussen, wozu politische, sozio-psychologische sowie technische und ökonomische Aspekte zählen.

 

Originalartikel erschienen auf my-business-blog.de
Oberstes Bild: © Ribah – shutterstock.com


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