Texte optimieren – 5 Tipps: Gut lesbare Texte zu schreiben, ist gar nicht so leicht

29.04.2015 |  Von  |  Marketing
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Texte optimieren – 5 Tipps: Gut lesbare Texte zu schreiben, ist gar nicht so leicht
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In diesem Artikel möchten wir Ihnen ein paar weitere, subtilere Tipps geben, mit denen sich Ihre Texte positiv von anderen Ausarbeitungen absetzen können.

Solides Fundament muss stehen – erst dann können Details überzeugen

Die wichtigste Aufgabe beim Verfassen eines guten Textes ist, ein klares Konzept zu formulieren. So können die Gedanken geordnet und auf eine oder ein paar wenige Kernbotschaften verdichtet werden, und der Text erhält den unbedingt notwendigen roten Faden.

Dieser Punkt ist für die Nachhaltigkeit eines Textes wichtig. Wenn ein Leser nicht schnell merkt, welche Botschaft der Text vermitteln möchte, wird er entweder nur noch oberflächlich weiterlesen, bis er einen interessanten Punkt bemerkt oder – wenn der Leser wirklich interessiert ist – er versucht, sich mehr oder weniger jedes Wort zu merken, in der Hoffnung, so doch noch irgendeinen roten Faden zu entdecken. Beide Möglichkeiten möchte man seinem Publikum eigentlich ersparen, weshalb eine gute Artikelstruktur mit einer Kernbotschaft als Standard angesehen werden sollte.


Für einen guten Text muss ein solides Fundament stehen. (Bild: Ollyy / Shutterstock.com)

Für einen guten Text muss ein solides Fundament stehen. (Bild: Ollyy / Shutterstock.com)


Wie kann man diesen Standard noch weiter verbessern?

Es gibt viele Methoden, wie ein Text verbessert werden kann. Vor allem mit der Sprache und Grammatik lassen sich Ecken und Kanten abschleifen.

  • Setzen Sie öfters auf die aktive Form: So kommen Sie mit weniger Wörtern aus und Ihr Text liest sich insgesamt flüssiger, als es mit vielen Passivkonstruktionen der Fall wäre.

Beispiel: „Texte lassen sich durch die Verwendung des Aktivs verbessern“ (8 Wörter, 55 Zeichen) ist länger als „Die Verwendung des Aktivs verbessert Texte“ (6 Wörter, 41 Zeichen).

  • Prüfen Sie Ihre Sätze auf Einschübe: Manchmal setzt man als Autor, ob bewusst oder nun unbewusst, viele Nebensätze, Appositionen und Aufzählungen, die vielleicht die eigenen Gedanken widerspiegeln, aber letztlich für die Leser anstrengend sind. Solche Sätze müssen in zwei Sätze aufgespalten oder sprachlich „entrümpelt“ werden.
  • Das Verb nach vorne ziehen: Die deutsche Sprache hat die Eigenart, dass zum einen das Verb meist am Ende eines Satzes steht und dass zum anderen gerade auf das Verb ein sehr hoher sinngebender Anteil entfällt. Die Bedeutung eines Satzes erschliesst sich damit erst, wenn das Verb gefallen ist – also relativ spät. In manchen Fällen bietet sich die Chance, ein Verb auch früher zu setzen, z. B. vor einem Nebensatz anstatt danach. Leser werden Autoren dankbar sein, wenn sie nach diesen Gelegenheiten Ausschau halten und sie nutzen.

Ein Beispiel: „Das Einstellen eines Journalisten ist ein Weg, wie Ihr Content aus dem Meer von seichten Werken, die nach dem Motto „Der erste Gedanke ist der beste Gedanke“ erstellt werden, herausstechen kann.“

Hier wurde der Gedankengang aus Teil 1 des Satzes erst ganz zum Schluss zu Ende geführt. Es geht aber auch anders:

„Das Einstellen eines Journalisten ist ein Weg, wie Ihr Content aus dem Meer von seichten Werken herausstechen kann, die nach dem Motto „Der erste Gedanke ist der beste Gedanke“ erstellt werden.“ Der Gedanke ist auf diese Weise bereits vor dem letzten Nebensatz zu Ende geführt.

  • Passen die Adjektive/Attribute wirklich zu den Nomen? Das ist nur eine Kleinigkeit, die Lesern vielleicht nicht einmal aktiv auffällt, aber sie kann einen Text unterbewusst „unrund“ erscheinen lassen. Beispielsweise versteht jeder den Satz „Die Verwendung anderer Komponenten führt zu einer höheren Lebenszeit des Verschleissteils“. Lebenszeiten sind aber nicht höher und tiefer, sondern kürzer und länger. Auf diese Weise können Sie Ihre Texte gezielt untersuchen – wenn dabei drei Korrekturen herauskommen, hat sich der Text insgesamt spürbar verbessert.
  • Haben Sie wirklich das gesagt, was Sie sagen wollen? Manchmal kann es passieren, dass ein Satz zwar die gewünschte Botschaft enthält, aber der Schwerpunkt doch auf einer anderen Aussage liegt. Der Satz ist dann nicht pointiert genug geschrieben. Um solche Dinge erkennen zu können, lohnt sich der Tipp aus Isla McKetta Text „Die Kunst der Kürze“: Geben Sie Ihrem Text ein paar Tage Zeit zum Atmen und lesen Sie ihn danach noch einmal Korrektur. Sehr oft hilft auch ein fremdes Augenpaar zum Aufspüren und Verbessern solcher Sätze.


Diese 5 Tipps können dafür sorgen, dass sich ein Text positiv von anderen guten Texten abhebt. Perfekte Details können ein unzureichendes Textfundament natürlich nicht kompensieren. Darum macht es erst dann Sinn, sich mit diesen Feinheiten zu befassen, wenn eine solide Textstruktur vorliegt, wie sie z. B. von Isla McKetta zusammengetragen wurde.

 

Oberstes Bild: © igor.stevanovic / Shutterstock.com


1 Kommentar


  1. Missratener Literat

    Es ist wirklich beängstigend zu betrachten, was sie aus Journalismus machen. Die Tipps spiegeln ungefähr den Stand eines Erstsemesters wieder, das von ihnen benutzte Video zur Veranschaulichung eines „guten“ Schreibstils; wer auf diese Weise argumentiert, verneint von vorneherein jeden eigen Stil und Einzigartigkeit auf Seiten der Autorschaft, also genau jenes Alleinstehungsmerkmal, das einen Text erst interessant macht.
    .

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