Zweck und Hintergründe von Teambuilding-Events

12.01.2015 |  Von  |  Organisation
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Zweck und Hintergründe von Teambuilding-Events
Jetzt bewerten!

Werden in einem Unternehmen die Teams neu geformt oder ist die Zusammenarbeit nicht optimal, dann ist Teambuilding angesagt. Darunter versteht man im Allgemeinen Massnahmen, die dazu dienen sollen, dass ein Kollektiv funktioniert. Für diesen Zweck sind Teambuilding-Events geeignet.

Ein Teambuilding-Event ist nicht zum Selbstzweck gedacht, sondern Mittel zur Verbesserung der Leistungen. Das sollte bei der Organisation einer solchen Veranstaltung nicht vergessen werden. Es gibt viele Event-Anbieter, die eine breite Palette an Teambuilding-Möglichkeiten bereithalten. Häufig scheint es dabei allerdings mehr um Originalität als um die Erreichung der Ziele zu gehen.



Breit gefächertes Angebot an Teambuilding-Events

Die Bandbreite solcher Events ist gross. Da gibt es beispielsweise gemeinsame Boots- oder Flossfahrten, Klettertouren, Hüttenwanderungen, Aufenthalte in der Wildnis oder Iglu-Bau, um nur einige zu nennen. Die Liste liesse sich beliebig ausdehnen. Manchmal wird nicht ganz klar, ob es sich vordergründig um Teambuilding oder eher um ein wirtschaftliches Angebot handelt. De facto können die Grenzen hierbei fliessend sein.

Immer im Blick: das Ziel des Teambuildings

Es lohnt, sich zuerst einmal das eigentliche Ziel der  Teambildungsmassnahme zu verdeutlichen. Die Entwicklung einer Gruppe bedeutet aktives und systematisches Handeln, um die Funktionsfähigkeit des Teams nicht zufällig werden zu lassen, sondern gezielt zu fördern. Dabei ist vor allem wichtig, die Kooperationsbereitschaft unter den Teilnehmern zu aktivieren und den Teamgeist zu stärken. Es bedeutet letztlich, das auf eine gemeinsame Aufgabenlösung gerichtete Wir-Gefühl mittels effizienter Arbeit des Teams im Fokus zu behalten.



Ablauf des Teambuildings



Bei der Teamentwicklung werden immer wieder ähnliche Prozesse durchlaufen. Diese lassen sich systematisieren und in mehreren Modellen darstellen. Ein solches beschreibt der amerikanische Psychologe Bruce Tuckmann, indem er beim Teambuilding Phasen unterscheidet: Forming, Storming, Norming, Performing und ggf. Adjourning.



  • Forming bezeichnet die Findungsphase. Hier müssen die Teammitglieder ihre Rolle in der Gruppe erst noch suchen, die Regeln der Zusammenarbeit sind noch nicht deutlich.
  • Storming ist eine häufig konfliktäre Phase, in ihr geht es um die Klarstellung von Führungsrollen, Prioritäten und Zielen im Team.
  • Norming stellt wesentliche Übereinkünfte und Regelungen zur Zusammenarbeit fest. Dabei ist die Rollenfindung bereits weitgehend abgeschlossen. Akzeptanz und Kooperation bestimmen die Phase.
  • Performing ist die Leistungsphase des Teams, in ihr wird der eigentliche Zweck des Teambuildings erfüllt. Dies funktioniert, weil die Gruppenmitglieder in einem Klima gegenseitiger Wertschätzung und des Respekts miteinander arbeiten und sich ganz auf die Erfüllung der Aufgaben konzentrieren.
  • Adjourning steht für die Phase der Teamauflösung, dann, wenn das Ziel erreicht wurde. Relevant ist diese Phase ist vor allem bei längerfristig zusammenarbeitenden Mitgliedern, die nach dem Ende des Projekts wieder getrennte Wege gehen.

Wie die Teamentwicklung hilft 

Die Teamentwicklung setzt primär in den Phasen Forming, Storming und Norming unterstützende Akzente. Sie hilft zur Verkürzung von Selbstfindungsprozessen in Teams, damit diese schneller in die Performing-Phase gelangen. Für das Teambuilding existieren verschiedene methodische Ansätze, unter anderem sind das Coaching, Training, Workshops oder Outdoor-Training.

Teambuilding-Events bilden ein geeignetes Instrument für Unternehmen, um die Zusammenarbeit von Gruppen und deren Teamgeist zu verbessern. (Bild: CREATISTA / Shutterstock.com)

Teambuilding-Events bilden ein geeignetes Instrument für Unternehmen, um die Zusammenarbeit von Gruppen und deren Teamgeist zu verbessern. (Bild: CREATISTA / Shutterstock.com)

Outdooraktivitäten mit Event-Bezug

Als Outdoor-Training werden Massnahmen in der freien Natur bezeichnet. Bei diesen werden Erlebnisse und Eindrücke als pädagogische Instrumente genutzt, die das spätere Verhalten beeinflussen. Diesbezüglich kommen auch Teambuilding-Events ins Spiel. Ein Event ist als besonderes Ereignis stets erlebnisbildend. Hier unterscheidet man drei Typen von Trainings respektive Events:

  • Residentials
  • Survivals
  • Expeditionen.

Residentials finden in aller Regel in der Umgebung eines Seminarhotels statt. Häufig werden dabei Indoor-Aktivitäten mit Outdoor-Übungen – typisch sind spielerische Aufgaben – verknüpft. Als Beispiele dafür wären zu nennen: Kletterwände, Hochseilgärten, Wippen, Bootsbau usw. Residentials werden oft mit einem Rahmenprogramm angeboten und auch als Incentive eingesetzt. Ein Hotel inklusive Übernachtung und Verpflegung bildet dafür einen festen Rahmen.

Survivals sind Teambuilding-Veranstaltungen, bei denen es um die Gruppen-Zusammenarbeit geht, sodass diese in der freien Natur „überlebt“. Hierbei gibt es keine von vornherein festgelegte Aufgaben, sie ergeben sich aus der Situation. Nahrungsmittel, Trinkwasser und Biwak müssen vom Team weitestgehend ohne Hilfsmittel organisiert werden. Dabei bietet die Nähe zur Zivilisation eine gewisse Sicherheit.

Expeditionen stellen die anspruchsvollste und exklusivste Form des Outdoor-Trainings dar. Es handelt sich dabei um länger dauernde Aufenthalte in freier Natur. Neben dem „Überleben“ sind herausfordernde Aufgaben zu bewältigen, zum Beispiel die Überwindung einer schwierigen Strecke wie die Überquerung eines Gewässers oder Ähnliches. Bevorzugt sind dafür dünn besiedelte, dennoch nicht ganz zivilisationsferne Gegenden, zum Beispiel das nördliche Skandinavien, die schottischen Highlands oder bestimmte Regionen in den Alpen.

Wirksamkeit von Teambuilding-Events  

Im Outdoor-Training lernen sich die Teilnehmer sowohl untereinander als auch selbst besser kennen. Das daraus erwachsene, gestärkte Selbstbewusstsein hilft, die eigene Position im Team zu erkennen, sie zu verstehen und letztlich einzunehmen. Damit sind bedeutende Voraussetzungen dafür geschaffen, dass eine gute Zusammenarbeit im Team funktioniert. Die Teamentwicklung stützt sich dabei immer auf ein ausgearbeitetes Konzept, das auf einer Ist-Analyse basiert und geeignete Massnahmen zur Realisierung des Teamentwicklungs-Ziels absteckt. In diesem Rahmen haben Teambuilding-Events ihren Platz, wobei es weniger um Originalität als um deren Wirksamkeit geht.




 

Oberstes Bild: © Joachim Wendler – Shutterstock.com

Über Agentur belmedia

Die Agentur belmedia GmbH beliefert die Leserschaft täglich mit interessanten News, spannenden Themen und tollen Tipps aus den unterschiedlichsten Bereichen. Nahezu jedes Themengebiet deckt die Agentur belmedia mit ihren Online-Portalen ab. Wofür wir das machen? Damit Sie stets gut informiert sind – ob im beruflichen oder privaten Alltag!


Ihr Kommentar zu:

Zweck und Hintergründe von Teambuilding-Events

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.