Nachwuchs für die Denkmalpflege

08.12.2014 |  Von  |  Allgemein
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Nachwuchs für die Denkmalpflege
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Werden Arbeiten an historischen Gebäuden notwendig, kommen speziell geschulte Handwerker zum Einsatz. In der Schweiz gibt es derzeit noch genügend Fachkräfte, die in der Lage sind, diese Arbeit professionell auszuführen.

Handwerker im Bereich Denkmalpflege müssen nicht nur hohe fachliche Kompetenz aufweisen, sondern auch ein grosses Gespür und Interesse für das spezifische Arbeiten der Denkmalpflege aufweisen. Damit Nachwuchs folgen und in die Arbeit hineinwachsen kann, ist es wichtig, dass jungen Leuten, die Möglichkeit gegeben wird, Erfahrungen auf dem Gebiet Denkmalpflege zu sammeln, sich weiterzubilden und im entsprechenden Metier einzuarbeiten.

Der Bedarf an Fachleuten wird in der Schweiz nicht versiegen. In den verschiedenen Fachrichtungen braucht es immer Spezialisten, damit sichergestellt werden kann, dass das reiche kulturelle Erbe und die wertvollen historischen Gebäude erhalten bleiben. Einige moderne Maschinen, die bei Neubauten zum Einsatz kommen und die Arbeit erleichtern, können in historischen Objekten nicht verwendet werden. In der Denkmalpflege müssen Handwerker Kenntnisse über frühere Materialien, Techniken und Werkzeuge besitzen. Die Berufsprüfung Handwerker/in Denkmalpflege kann in einigen Fachrichtungen seit 2012 abgelegt werden.

Stuckateur ist eine dieser Fachrichtungen. Stuckateure spielten schon in den frühen Epochen des Barock, der Renaissance und des Klassizismus eine grosse Rolle, ging es um die Gestaltung kirchlicher oder anderer repräsentativer Innenräume. Genauso wie Maler und Bildhauer, die alle miteinander arbeiteten, galten sie als Künstler. Bei dem typisch überladenen Dekor an Wand- und Deckenfresken im Rokoko war es üblich, dass der Handwerker selbst der Architekt war. Wer sich für die Denkmalpflege entscheidet, auf den wartet also eine spannende und anspruchsvolle Arbeit.

Wer den Berufsabschluss „Handwerker/in in der Denkmalpflege mit eidg. Fachausweis“ anstrebt, kann zwischen unterschiedlichen Fachrichtungen wählen: Trockenmauerwerk, Stuck, Möbel und Innenausbau, Gartenbau, Naturstein, Mauerwerk und Verputz, Malerei oder Holzbau. In einzelnen Modulen werden die Qualifikationen erworben. Die Ausbildung findet berufsbegleitend statt und dauert 2 Jahre. Sie ist der Grundstein für folgende abwechslungsreiche Karrieremöglichkeiten. Weiterbildungen können besucht werden, die die Befähigung zur Unternehmensführung und damit die Gründung eines eigenen Betriebs zum Ziel haben. Ebenso gut können auf der Höheren Fachschule Bildungsgänge in verwandten Fachbereichen besucht werden oder im Anschluss ein Fachhochschulstudium begonnen werden.

Weitere Informationen gibt es bei der Trägerschaft der Berufsprüfung Handwerker/Handwerkerin in der Denkmalpflege im Kanton Bern, in Hofstetten. Die Fachzeitschrift „applica“ hält viel Wissenswertes zum Nachlesen bereit. Der Nachwuchs wird gebraucht und auch der Auftraggeber selbst, die Denkmalpflege, ist gefragt. Sie muss den jungen Leuten eine Chance geben, um sicherzustellen, dass die zukünftigen Pensionäre rechtzeitig ihre Erfahrungen und ihr Wissen weitergeben können.

 

Oberstes Bild: © Alexander Raths – shutterstock.com

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