Wie viel Wartezeit verträgt Ihr Geschäft? (Teil 2)

16.09.2014 |  Von  |  Organisation
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Wie viel Wartezeit verträgt Ihr Geschäft? (Teil 2)
5 (100%)
1 Bewertung(en)

Während wir uns im ersten Teil dieser zweiteiligen Beitragsreihe damit beschäftigt haben, wie Wartezeiten in unterschiedlichen Bereichen optimiert und verkürzt werden können, geht es hier darum, was Sie und Ihre Kunden, Gäste und Klienten mit Wartezeiten anfangen könnten.

Dabei möchten wir auch gleich am Beginn des Beitrages vermitteln, dass Wartezeiten gezielt und ganz bewusst für die Steigerung Ihres unternehmerischen Erfolgs eingesetzt werden können. Aber nur dann, wenn Wartezeiten zur informativen, spannenden und verkaufsfördernden Zeit für Kunden und Klienten werden. Lesen Sie hier, wie Sie Wartezeiten sinnvoll und gewinnbringend für Ihr Geschäft ausnutzen können und dürfen.




Dies ist ein zweiteiliger Bericht:

Teil 1: Wartezeiten optimieren und minimieren
Teil 2: Wartezeiten sinnvoll für das Geschäft nutzen


Weg von Lesezirkel und Illuservice – hin zur Kundenzeitschrift



Sie sind uns gut bekannt und begegnen uns beim Arzt genauso wie in den Wartebereichen beim Coiffeur, in den Lobbys von Mittelklassehotels oder in der Anwaltspraxis. Die mehr oder minder aktuellen Zeitschriften in den Hüllen von Lesezirkel und Illuservice liegen allenthalben aus und sollen Kunden, Patienten und Klienten die Wartezeiten verkürzen. Ein guter Versuch, allerdings nicht für Ihr Geschäft selbst.

Wer solche Angebote zur Verkürzung der Wartezeit umsatzsteigernd und gewinnbringend für das eigene Geschäft nutzen will, sollte doch lieber auf die viel zu oft vernachlässigte Kundenzeitschrift zurückgreifen. Wer als Kunde in den unterschiedlichen Bereichen Wartezeiten in Kauf nimmt, hat es verdient, auch punktgenau richtig informiert zu werden. Was interessiert mich als Mann beim Coiffeur die Frauenzeitschrift? Und auch die Auto- oder Sport-Illustrierte ist vielleicht nicht das, was ich jetzt brauche. Viel interessanter könnte es da sein, mehr Informationen über das Geschäft, seine Entwicklung, die Mitarbeiter und die Geschichte des Ladens angeboten zu bekommen. Die Kundenzeitschrift ist dafür das ideale Mittel. Hier veröffentlichen Sie in regelmässigen Abständen Geschichten und Storys, Kundenmeinungen, Erfolge und interessante Informationen, die den Kunden fesseln, binden und ganz nebenher auch mit der punktgenauen Werbung versorgen.

Zu teuer? Der erste Eindruck täuscht. Kundenzeitschriften müssen nicht teuer sein. Suchen Sie sich einfach einen erfahrenen Schreiber, eine günstige Druckerei und schon können Sie eine Zeitschrift auslegen, die wirklich etwas mit Ihrem Geschäft zu tun hat. Und wenn Ihnen einmal die Themen ausgehen, dann veranstalten Sie einen Schreib- und Leserwettbewerb, etwa um die besten Erfahrungen mit Ihrem Angebot oder mit spannenden Urlaubsgeschichten Ihrer Angestellten und Kunden. Zu berichten gibt es immer etwas. Vergessen Sie dabei nicht, was es in Ihrem Laden alles zu umwerben gibt. Von der Sonderaktion bis zu begleitenden Angeboten findet sich da eigentlich immer etwas.

Eigenwerbung ist die gewinnbringende Art, im Wartebereich abseits von Lesezirkel und Musiksender für Unterhaltung und Gewinn zu sorgen. (Bild: Julian Rovagnati / Shutterstock.com)

Eigenwerbung ist die gewinnbringende Art, im Wartebereich abseits von Lesezirkel und Musiksender für Unterhaltung und Gewinn zu sorgen. (Bild: Julian Rovagnati / Shutterstock.com)

Weg vom Fernsehen, hin zur Information



In vielen Wartebereichen haben mittlerweile auch schicke Flatscreens Einzug gehalten. Hier wird das Fernsehprogramm angeboten, meist Musiksender oder Nachrichtenkanäle. Das mag zwar unterhaltsam sein und den Wartenden die Zeit verkürzen, hat aber auch nichts mit Ihrem Geschäft zu tun. Dabei gibt es auch beim Einsatz moderner Technik jede Menge Möglichkeiten, ganz eigene Angebote in den Mittelpunkt der Unterhaltung zu stellen. So können Sie beispielsweise in der Arztpraxis interessante Beiträge über Krankheiten, Prophylaxe und Behandlungsmöglichkeiten zeigen, die Ihrer Spezialisierung entsprechen. Dazu die Eigenwerbung, Vorstellung der Praxis und der Mitarbeiter als kurze Videoclips und ergänzende Informationen. Das ist allemal interessanter als die landläufige Musikunterhaltung der vielen Musiksender, die nicht immer den Geschmack der Patienten treffen. Auch für andere Bereiche mit Wartezeiten sind themen- und geschäftsbezogene Clips immer wieder die bessere Lösung.



Raten Sie mal!

Nein, nicht Sie als Geschäfts- oder Praxisinhaber sind jetzt dran mit dem Rätseln. Lassen Sie doch einfach Ihre Kunden rätseln. In vielen Altersgruppen sind Kreuzworträtsel, Sudoku, Bilderrätsel und andere Rätsel immer sehr beliebt. Auch damit lassen sich Wartezeiten prima ausfüllen. Stellen Sie dazu Ihren Kunden und Klienten einfach genügend Rätselhefte zur Verfügung und streuen Sie ab und an auch kleine Gewinnrätsel ein, bei denen es etwas aus Ihrem Angebot zu gewinnen gibt. Die interessierten Kunden und Klienten werden gar nicht merken, wie schnell die Zeit vergeht. Vorausgesetzt, Sie halten auch immer ausreichend unbeschriebene Rätsel und natürlich auch Stifte bereit. Thema Stifte: Hier legen Sie natürlich Kugelschreiber mit Ihrer eigenen Werbung zum Mitnehmen aus. Einfacher geht Eigenwerbung wirklich nicht.

Verknüpfen Sie die Möglichkeiten

Neben diesen Möglichkeiten der Beschäftigung in den Wartezeiten gibt es natürlich noch eine Menge anderer Angebote, die Sie nur selbst für sich und Ihr Geschäft nutzen müssen. Überlegen Sie dabei immer, ob Ihre Angebote zur Überbrückung der Wartezeit auch etwas mit Ihrem Geschäft zu tun haben. Verabschieden Sie sich von der Kopie tausendfach vorhandener Pausenfüller und bestimmen Sie auch hier Ihren ganz eigenen Stil.

Übrigens können Sie unterschiedliche der hier genannten und nicht genannten Möglichkeiten der informativen und kurzweiligen Gestaltung von Wartezeiten auch unkompliziert miteinander verknüpfen. So kann Ihre Kundenzeitschrift auch ein Preisrätsel enthalten und im Videoangebot dürfen Sie selbstredend auch auf Ihre Kundenzeitschrift hinweisen. In der persönlichen Begegnung mit Kunden und Klienten fragen Sie selbstverständlich nach, wie die Überbrückung der Wartezeiten gefallen hat und erfahren so auch, was sich Ihre Kunden und Klienten sonst noch wünschen.

So gestalten Sie Wartezeiten sinnvoll und generieren dabei unter günstigen Umständen auch noch Gewinn für Ihr Unternehmen.




 

Oberstes Bild: © Kzenon – Shutterstock.com

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


Ihr Kommentar zu:

Wie viel Wartezeit verträgt Ihr Geschäft? (Teil 2)

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.