Mehr Frauen in Sportverbänden: Swiss Olympic startet Kampagne „#TakeTheSeat“
von belmedia Redaktion ➔ business24.ch Allgemein Alltag businessaktuell.ch Content Marketing Familie Inspiration Kampagnen Karriere Magazine Management Marketing Marketing media24.ch Medien nachrichtenticker.ch News Olympia People Personal Social Media Sport sportaktuell.ch Strategie Themen Trends Ⳇ Verbreitung
Frauen prägen den Schweizer Sport seit Jahren erfolgreich mit. In den Führungs- und Entscheidungsgremien von Sportverbänden sind sie jedoch weiterhin deutlich untervertreten. Mit der neuen Kampagne „#TakeTheSeat – Für mehr Frauen in Sportgremien“ wollen Swiss Olympic, alliance F und sporti(f) dies ändern.
Die Kampagne wurde am 19. Juni 2026 im Zielbereich der vierten Etappe der Tour de Suisse in Aarburg offiziell lanciert. Sie soll Frauen ermutigen, Führungsrollen im Schweizer Sport aktiv anzustreben und ihren Platz in den entscheidenden Gremien einzunehmen.
Ein Handzeichen als Symbol
Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein symbolisches Handzeichen: Beide Hände formen gemeinsam eine Sitzfläche beziehungsweise einen Stuhl. Dieses Zeichen steht sinnbildlich für die Botschaft von „#TakeTheSeat“.
Ziel der Initiative ist es, mehr Frauen den Zugang zu Führungspositionen in Sportverbänden zu ermöglichen und ihre Präsenz in strategischen Entscheidungsgremien zu erhöhen.
Prominente Unterstützung aus dem Schweizer Sport
Unterstützt wird die Kampagne von zahlreichen Persönlichkeiten aus dem Schweizer Sport. Zu den Botschafterinnen zählen unter anderem die Radrennfahrerin Marlen Reusser, die Fussballnationalspielerin Lia Wälti, Paracycling-Weltmeisterin Flurina Rigling sowie Swiss-Olympic-Präsidentin Ruth Metzler-Arnold.
Ruth Metzler-Arnold betont: „Mit #TakeTheSeat setzen wir ein Zeichen. Wir Frauen nehmen uns den Platz, der uns zusteht. Wir bringen Perspektiven ein, wir tragen Verantwortung und unterstützen uns gegenseitig.“
Auch Marlen Reusser sieht Fortschritte, aber weiterhin Handlungsbedarf: „Dass 2026 die Tour de Suisse erstmals gleichwertig für Frauen und Männer durchgeführt wird, ist ein erster Schritt – doch abseits des Rampenlichts gibt es noch viel zu tun.“
Vielfalt in den Führungsgremien fördern
Lia Wälti unterstreicht die Bedeutung weiblicher Vorbilder: „Ich weiss, wie wichtig es ist, Vorbilder zu haben. Denn wenn Frauen im Sport auch abseits des Platzes Entscheidungen treffen, verändert das die ganze Kultur für alle, die nach uns kommen.“
Flurina Rigling ergänzt: „Vielfältigere Gremien, in denen auch Frauen präsent sind, können legitimere und nachhaltigere Entscheidungen treffen.“
Aufmerksamkeit und konkrete Förderung
Die Kampagne verbindet öffentliche Sichtbarkeit mit konkreten Fördermassnahmen. Neben Aktivitäten in den sozialen Medien sollen bestehende und zukünftige Führungspersönlichkeiten im Sport gezielt unterstützt werden.
Im Rahmen der Lancierung fand zudem eine Podiumsdiskussion mit Organisatorinnen und Botschafterinnen statt. Darüber hinaus trafen Mentorinnen aus Sport, Wirtschaft und Politik auf Teilnehmerinnen des Mentoringprogramms „Leadership has no gender“.
Mit diesem Programm fördern Swiss Olympic, sporti(f) und SheSkillzGlobal gemeinsam Chancengleichheit, Diversität und die Entwicklung weiblicher Führungskräfte im Schweizer Sport.
Quelle: Swiss Olympic
Bildquelle: Swiss Olympic/Melanie Duchene