Architektur & Design: Monumentale Skulpturen im Hôtel de Sully zur Paris Design Week 2026
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Joseph Walsh Studio übernimmt im September 2026 das Hôtel de Sully in Paris mit einer grossangelegten Installation im Rahmen der Paris Design Week und Art Basel Paris.
Unter dem Titel „Arcanum Formae, Hôtel de Sully par Joseph Walsh“ entfaltet sich die Ausstellung vom 10. September bis 25. Oktober im historischen Hôtel de Sully an der Place des Vosges. Die Präsentation markiert einen bedeutenden Moment in Walshs europäischer Praxis und erstreckt sich vom Inneren der Orangerie bis in die Gartenanlagen des 17. Jahrhunderts.
Konzipiert als ortsspezifische Installation verwandelt das Projekt das Hôtel de Sully, eines der bemerkenswertesten Hôtel particuliers im Marais, in eine immersive Umgebung. Architektur, Licht, Geschichte und Landschaft treten in einen kontinuierlichen Dialog mit Walshs Arbeiten.
Neue Werkgruppe zwischen Material und Transformation
Die Ausstellung vereint eine vollständig neue Werkgruppe aus Auftragsarbeiten und freien Studio-Explorationen. Eine monumentale Skulptur der Serie „Magnus“ markiert im Garten den Eingang. Die kreisförmige Form verbindet Bronze und Holz, veredelt mit Blattgold.
Der untere Teil ist in Bronze gegossen und bewahrt die Spuren der Handarbeit, während der obere Abschnitt aus Hochleistungseiche in einem dreidimensionalen Laminationsverfahren gefertigt wurde. Die vergoldete Oberfläche reflektiert Licht und schützt zugleich das Material.
Im Inneren der Orangerie entfaltet sich ein sorgfältig komponiertes Ensemble: Der „Enignum Table“, eigens für das Hôtel de Sully konzipiert, tritt mit seiner Maserung aus Nussbaumwurzelholz in Resonanz mit der historischen Substanz des Raumes.
Die erstmals gezeigten „Domus III Armchairs“ setzen die gestische Linie fort. Ergänzt wird die Präsentation durch das „Gesture Cabinet“ aus Esche mit in Bronze geschmiedeten Scharnieren, einen Spieltisch mit Stühlen aus Eibenholz sowie die „Novasedes Bench“, gefertigt aus einer jahrhundertealten Ulme.
Die Installation verbindet Innen- und Aussenraum durch eine neu entwickelte Outdoor-Bank, die als verbindendes Element zwischen Garten und Orangerie fungiert. Walsh positioniert seine Arbeiten bewusst im Spannungsfeld von Landschaft und Architektur, sodass sie nicht nur betrachtet, sondern räumlich erfahren werden.
Joseph Walsh Studio
Joseph Walsh gründete sein Studio 1999 in County Cork, Irland. Design, Kunsthandwerk und technologische Innovation verschmelzen in seinen expressiven Arbeiten aus Holz, Marmor, Bronze und Gold. Internationale Museen wie das Metropolitan Museum of Art, das Centre Pompidou oder das Smithsonian Design Museum haben Werke des Künstlers in ihre Sammlungen aufgenommen.
Hôtel de Sully
Das Hôtel de Sully im Herzen des Marais, Sitz des Centre des Monuments Nationaux, zählt zu den bedeutendsten privaten Stadtpalais des 17. Jahrhunderts in Paris. Errichtet ab 1625 und dem Architekten Jean Androuet du Cerceau zugeschrieben, verbindet das Gebäude Renaissance-Elemente mit frühklassizistischer Strenge. Die Anlage mit Ehrenhof, Orangerie und Garten bildet den historischen Rahmen für Walshs Installation.
Quelle: Joseph Walsh Studio
Bildquelle: Norman Wilcox-Geissen / Joseph Walsh Studio