Die wichtigsten und sinnvollsten Wordpress Plugins vorgestellt

Es gibt zahllose WordPress-Plugins und täglich werden neue programmiert. Sich mit Plugins zu beschäftigen und etwas auszukennen, lohnt sich für Seitenbetreiber. Plugins können eine WordPress-Seite ordentlich voranbringen, ihr aber auch ordentlich schaden.

WordPress ist ein weit verbreitetes Content-Management-System (CMS), das ursprünglich nur für das Erstellen und Verwalten von Blogs entwickelt wurde. Im Laufe der Jahre hat es sich jedoch zu einem vielseitigen System entwickelt, das zum Erstellen aller Arten von Websites verwendet werden kann, darunter vor allem Unternehmensseiten, Online-Shops, Foren, Portfolios und mehr.

Wer eine eigene Webpräsenz braucht und das ist im Grunde jeder, der etwas anbieten will, sollte sich mit WordPress und anderen Content-Management-Systemen beschäftigen und das Passende für den eigenen Zweck heraussuchen. WordPress hat im Vergleich zu anderen vielerlei Vorteile. Einer ist: Es gibt so viele Nutzer und Experten gibt, dass man so gut wie immer Hilfe bei Problemen findet.


Mit Woocommerce von WordPress kann man professionelle Online-Shops aufbauen (Bild: photosince – shutterstock.com)

Wer sollte WordPress nutzen?

  • Blogger: Aufgrund seiner Ursprünge als Blogging-Plattform eignet sich WordPress hervorragend für persönliche und professionelle Blogs.
  • Kleine bis mittlere Unternehmen: WordPress ist eine kostengünstige Lösung für Unternehmen, die eine professionelle Online-Präsenz benötigen.
  • E-Commerce-Betreiber: Mit Plugins wie WooCommerce können Benutzer einen voll funktionsfähigen Online-Shop erstellen.
  • Freelancer und Kreative: Portfolio-Websites, die ihre Arbeit präsentieren, lassen sich mit WordPress einfach erstellen.
  • Nicht-Profitorientierte Organisationen: Vereine und Stiftungen nutzen WordPress, um ihre Mission, Veranstaltungen und Spendenkampagnen zu verwalten.

Zur Erweiterung, zur technischen Optimierung und zur individuellen Gestaltung gibt es die sogenannten „Plugins“, die einfach auf das ausgewählte Theme „aufgeschaltet“ werden und jederzeit wieder entfernt werden können.

Plugins sind nicht immer nur sinnvoll, sondern sie können auch einfach nur Spass machen wie „WP Snow“ oder „Let it snow“, die zur Weihnachtszeit Schneeflocken über die Seite rieseln lassen. Viele WordPress-Experten sind allerdings von solchen Plugins weniger begeistert, da sie so wenig wie möglich Plugins installieren, um Sicherheitslücken und Performance-Probleme zu vermeiden.

Es ist auch tatsächlich so, dass einige Plugins andere behindern. Und so kann es nach einer Aktualisierung eines Plugins dazu kommen, dass die Seite plötzlich nicht mehr online ist und kein Admin Zugriff hat. Meist sind diese Probleme aber schnell behoben, indem man sich bei seinem Hoster einloggt und in Frage kommende Plugins deinstalliert.

Oft ist der Support bei der Suche nach dem Übeltäter hilfreich und kann Tipps geben, welches Plugin die Probleme bereitet hat. Bei der Wahl seiner Plugins sollte man immer vor dem Installieren darauf schauen, aktuell gehaltene Plugins zu wählen. Ebenso sollen sie zur eigenen aktuellen WP-Version passen und man sollte schauen wie oft es von anderen Usern genutzt und gut bewertet ist.


Viele Modeblogger nutzen WordPress für individuell gestaltete Blogs. (Bild: PeopleImages.com – Yuri A – shutterstock.com)

Interessante WordPress-Plugins vorgestellt



Für Blogs und Magazine werden nun einige WordPress Plugins vorgestellt, die sich als sinnvoll und unschädlich über Jahre hinweg erwiesen haben.

Wer sehr grosse Online-Shops und umfangreiche Magazine betreibt, die mehr als 1000 Seiten haben, braucht allerdings am besten einen WP-Experten, der die WP-Seite wartet und betreut. Denn der Schaden bei sehr umfangreichen Seiten wäre zu gross, wenn kleine Fehler oder Sicherheitslücken die Seite lahmlegen

Trotzdem brauchen gerade umfangreiche WordPress-Seiten einige Plugins, um ein schnelles Laden zu ermöglichen, die Bildgrösse zu optimieren oder um Fehler wie Broken Links etc. zu erkennen. Es lohnt sich auch Plugins individuell zu nutzen, um seine Seite individuell zu gestalten oder Dinge zu beheben, die die Autoren bei der Arbeit stören.

Beispielsweise mögen viele Autoren die Umstellung auf den „Gutenberg Editor“ nicht und arbeiten lieber im klassischen WordPress-Editor. Auch in anderen Punkten kann man den Editor individuell anpassen. Daher ist es ein lohnendes Engagement sich als Blogger oder Seitenbetreiber immer mal wieder mit Plugins zu beschäftigen.

Wichtige Plugins für die Sicherheit und Backups


Mit den passenden Plugins wird eine WordPress-Seite sehr sicher und macht keine Probleme. (Bild: Ulker Design – shutterstock.com)

Ohne Zweifel sind die Sicherheitsplugins die wichtigsten. Hier haben sich folgende bewährt und werden von sehr vielen Usern genutzt.

  • UpdraftPlus: Das Plugin kann nicht nur jederzeit komplette Backups der Website erstellen und damit eine „zerschossene“ Seite im Handumdrehen wieder herstellen. Es kann auch dafür genutzt werden, WordPress-Seiten mitsamt Inhalt an neue Besitzer zu vergeben. Denn die Daten können sehr einfach „verschoben“ werden.
    Die Backups sichert man hiermit z.B. auf Google Drive oder in der Dropbox.
    Dieses Plugin hat mir bereits wertvolle Dienste erwiesen, als ein übereifriger Seo-Experte einer Kundenseite mit sehr fragwürdigen Änderungen in etlichen alten Artikeln, Bildern etc. geschadet hatte. Ich konnte die Kundenseite nämlich mit dem Plugin „zurückdatieren“ und alle Änderungen waren im Nu wieder gelöscht.
  • Wordfence Security: Immer noch der Klassiker in Sachen Sicherheit. Es schützt vor Hackern, Malware und anderen Bedrohungen. Es bietet auch eine Firewall, einen Virenscanner und Funktionen zur Schadenerkennung und -entfernung. Ein Must-have für alle Neulinge in WordPress, die mit umfangreicheren Plugins noch nicht so umgehen können und für kleine Seiten.
  • Security Ninja – Secure Firewall & Secure Malware Scanner: Das sehr umfangreiche Plugin benötigt etwas mehr Aufmerksamkeit und Beschäftigung als Wordfence. Es hat eine Vielzahl von Funktionen, die die Sicherheit erhöhen. Es führt tägliche Scans durch und schickt detaillierte Berichte. Es erkennt neue Bedrohungen sofort und blockiert sie.
    Es bietet eine sehr sichere Firewall und ermöglicht IP-Adressen, die verdächtig sind zu blockieren. Es führt 50 verschiedene Tests durch und gibt anschliessend klare Anweisungen an den Admin.

Plugins für Performance und Ladegeschwindigkeit

Die Ladegeschwindigkeit einer WordPress-Seite ist absolut wichtig, da langsames Laden User verscheucht und die Google Bots davon abhält, die Inhalte der Seite vollständig zu crawlen. Das bedeutet: unnötige Ranking-Verluste drohen. Von allen schafft man es kaum, eine immer grösser werdende WordPress-Seite in dieser Hinsicht zu optimieren.

  • WP Rocket: Beliebt und bewährt. Reduziert die Serverlast durch Seiten-Caching, komprimiert und minimiert HTML-Dateien, CSS-Dateien und Java Scripts. Bilder und Videos werden nur geladen, wenn der User sie am Bildschirm sehen kann. Die Datenbank wird bereinigt und optimiert.
  • W3 Total Cache: Wird von vielen grossen Websites verwendet. Es bietet Seiten- und Browser-Caching. Minimiert wie oben HTML, CSS-Dateien und co. Zudem hat es eine Content Delivery Networks Integration, das Inhalte schneller bereitstellen kann. Es beschleunigt auch Datenbankabfragen und komplexe Datenbankabfragen.
  • WP Super Cache: Besonders für Einsteiger gut. Komprimiert Daten, hat auch die CDN Unterstützung und erzeugt statische HTML-Dateien.
  • WP Optimize: Unkomplizierte All-in-One-Lösung. Besonders die Bildkomprimierung ist wichtig. Zahlreiche Funktionen wie die bereits genannten.

Spambekämpfung mit Plugins

Wer zu bloggen anfängt, hat bald zuhauf mit Spam-Kommentaren zu tun. Freut man sich anfangs noch, dass der eigene Blog gefunden wird und es wert zu sein scheint zu kommentieren, merkt man bald, dass die massenhaften Kommentare meist von Bots generiert werden und der eigene Blog nur benutzt wird. Es ist besser Spam zu bekämpfen.

Zudem können Spam-Kommentare sogar schädliche Links und Inhalte entscheiden.

  • Anti-Spam Bee: mittlerweile das beliebteste Anti-Spam-Plugin. Es arbeitet datenschutzkonform, bietet Statistiken und ermöglicht händisches Blockieren von Ländern und IP-Adressen.
  • Akismet ist eines der ältesten und am häufigsten verwendeten Anti-Spam-Plugins für WordPress, da es bei vielen Themes direkt vorinstalliert ist. Es wurde von Automattic, dem Unternehmen hinter WordPress.com, entwickelt.

Social Media Plugins

  • Shariff for WordPress: Bietet datenschutzfreundliche Share-Buttons für Social-Media. So werden keine persönlichen Daten über die sozialen Netzwerke vermittelt, ausser der User klickt auf das Button. Und zwar erst beim zweiten Klick, sodass der User gewarnt ist.
  • Simple Social Icons: Simple Social Icons ist ein Plugin zum Hinzufügen von Social-Media-Symbolen zur Website. Es ist einfach zu bedienen und bietet viele verschiedene Symbole zur Auswahl.

Statistiken mit Plugins

Die Erfolge der eigenen Seite wie die Reichweite und den Besucherandrang will jeder eigentlich von Anfang an messen können, denn tatsächlich ist anfangs jeder Besucher ein Erfolg, zeigt er doch, dass die Seite bei Google gelistet wird. Doch bei Statistik-Tools muss man besonders aufpassen, dass sie der DSGVO entsprechen.

  • Statify
  • Burst Statistics
  • WP Statistics
  • Matomo
  • Koko Analytics

Datenschutz und DSGVO-Konformität bei Statistik Plugins

  • Statify, Koko Analytics, Burst Statistics: Alle drei Plugins sind stark auf Datenschutz ausgerichtet, verwenden keine Cookies und speichern keine personenbezogenen Daten. Sie erfüllen die DSGVO-Anforderungen vollständig.
  • WP Statistics: Bietet Optionen zur Anonymisierung von IP-Adressen und speichert Daten lokal, erfüllt jedoch nur die DSGVO-Anforderungen, wenn diese Einstellungen korrekt konfiguriert sind!
  • Matomo: Sehr datenschutzfreundlich, vor allem wenn selbstgehostet. Bietet umfassende DSGVO-Compliance-Funktionen, einschliesslich IP-Anonymisierung und Benutzer-Einwilligungsmanagement.

Funktionsumfang

  • Statify, Koko Analytics und Burst Statistics: Bieten alles grundlegende Statistiken und eine einfache Benutzeroberfläche, ideal für Nutzer, die nur grundlegende Analysen benötigen.
  • WP Statistics: Bietet umfassendere Analysefunktionen, einschliesslich detaillierter Berichte und Echtzeit-Statistiken.
  • Matomo: Sehr umfangreiches Analyse-Tool mit vielen fortgeschrittenen Funktionen wie Zielverfolgung, benutzerdefinierten Berichten und Integration mit E-Commerce-Plattformen.

Was ist mit Google Analytics?

Viele Werbekunden wollen gerne Google Analytics Daten von Ihrer Seite haben, wenn Sie bei Ihnen Werbung schalten möchten. Aber das ist im Hinblick auf die DSGVO problematisch. Es ist zwar das leistungfähigste Tool und würde eigene Plugins überflüssig machen, doch ist es gerade für Anfänger heikel, es zu nutzen.

Google Analytics überträgt die Daten auf seinen Server in den USA, dort gibt es nicht die strengen Datenschutzanforderungen. Die Nutzer müssen zustimmen, dass die Daten übermittelt werden, Sie brauchen also einen passenden Cookie-Banner oder Pop-Ups. Diese zu konfigurieren ist für Laien etwas zu komplex.

Der Nutzer muss selbst aktivieren, dass die IP-Adressen anonymisiert werden. Vor allem muss mit Google ein sogenannter Datenverarbeitungsvertrag abgeschlossen und eingeschickt werden.
Daher ist es aktuell oft besser eines der genannten Plugins zu installieren und Google Analytics zu deaktivieren.

Datenschutz Plugin

Das Thema Datenschutz bleibt für Seitenbetreiber immer aktuell. Es werden immer weiter neue Plugins und Tools programmiert. Aktuell hat sich bei den kostenlosen Plugins folgendes bewährt. Hier muss man aber ganz akribisch genau das Plugin auf die jeweilige Website anpassen und alle Funktionen der Website sowie die der Plugins berücksichtigen.

Es gibt aber eine gute Anleitung bzw. einen Step-by-step Durchlauf.

  • Complianz – GDPR/CCPA Cookie Consent: Dieses Plugin bietet eine umfassende Lösung für die Einhaltung der DSGVO, CCPA und anderer Datenschutzgesetze. Es hilft Ihnen, ein Cookie-Banner einzurichten, das die Zustimmung der Benutzer zur Datenerfassung einholt, und erstellt automatisch rechtliche Dokumente wie Datenschutz- und Cookie-Richtlinien.

Fazit

Mit den hier vorgestellten Plugins kann man seine neue Seite ruhigen Gewissens starten. Sie sind grundlegend. Andere Plugins dienen dem angenehmeren Arbeiten, der optischen Gestaltung, Benutzerfreundlichkeit etc. Über diese werden wir in einem weiteren Artikel berichten.
Plugins kann man oft auch einfach austauschen. Sie müssen allerdings regelmässig aktualisiert werden. Eine WordPress-Seite sollte man warten, man kann sie nicht einige Wochen ruhen lassen, sonst kann es Sicherheitslücken geben oder andere technische Probleme.



 

Titelbild: Robert Plociennik – shutterstock.com

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