Rückenfreundlich im Homeoffice: Ergonomie-Tipps für gesünderes Arbeiten
von belmedia Redaktion ➔ business24.ch Allgemein Alltag Arbeitswelt Beruf Beschäftigung Betrieb betriebseinrichtung.net Bildung Büro businessaktuell.ch Einrichten Europa Experten Gesundheit Haus Homeoffice Infrastruktur Inspiration Marken Möbel moebeltipps.ch nachrichtenticker.ch News Prävention Produkte Service Sicherheit Tipps Vital Wohnen wohnenaktuell.ch Wohnräume xund24.ch Zubehör
Regenwetter, Dunkelheit, Stau und ein überlasteter ÖPNV. Der Herbst macht das Arbeiten im Homeoffice für viele besonders attraktiv. Wer nicht pendelt, spart Zeit, bewegt sich aber oft auch weniger. Häufig bleibt so die Rückengesundheit an den teilweise improvisierten Arbeitsplätzen auf der Strecke.
„Das muss nicht sein. Mit etwas Kreativität und kleinen Hilfsmitteln bietet gerade das Arbeiten von zu Hause aus Vorteile für die Rückengesundheit, ohne dass gleich teure Anschaffungen nötig sind“, sagt Dirk Hinck, vom Vorstand der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. Der unabhängige Verein informiert seit mehr als 30 Jahren zur Rückengesundheit und zeichnet besonders rückenfreundliche Produkte aus allen Lebensbereichen mit dem AGR-Gütesiegel aus.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Homeoffice im Herbst: Wer von zu Hause arbeitet, spart Pendelzeit, bewegt sich aber häufig weniger.
- Homeoffice-Quote: Im August 2026 arbeiteten 35,1 Prozent der Beschäftigten im Dienstleistungssektor zumindest teilweise von zu Hause.
- Rückenbeschwerden: Laut zitierter DGUV-Studie berichteten mehr als 40 Prozent der Befragten mit Bildschirmarbeit über Nacken- oder Rückenprobleme.
- Neue Beschwerden: 15 Prozent entwickelten gemäss Studie im Homeoffice neue Beschwerden, bei 19 Prozent verschlimmerten sich bestehende Beschwerden.
- Kleine Hilfsmittel: Ergonomische Tastaturen, Mäuse, dynamische Sitzauflagen und Tischaufsätze können den Arbeitsplatz verbessern.
- Bewegung: Regelmässige Positionswechsel, Telefonieren im Gehen und Spaziergänge in der Mittagspause werden empfohlen.
- Ergonomische Möbel: Ein höhenverstellbarer Schreibtisch kann langfristig sinnvoll sein, ist aber nicht zwingend notwendig.
- AGR-Gütesiegel: „Geprüft & empfohlen“ kennzeichnet unabhängig geprüfte, besonders rückenfreundliche Produkte.
- Weitere Informationen: Tipps und Orientierung bietet die Aktion Gesunder Rücken unter www.agr-ev.de.
Seit Jahren arbeitet rund ein Viertel aller Beschäftigten zumindest teilweise von zu Hause aus, im Dienstleistungssektor waren es im August 2026 sogar 35,1 Prozent. Doch nicht immer ist der Arbeitsplatz zu Hause rückenfreundlich eingerichtet. Ein Laptop auf dem Küchentisch oder dem Schoss mag für die Ausnahme reichen, auf Dauer belastet diese Haltung allerdings Nacken und Rücken. Wie stark das ins Gewicht fällt, belegt eine Studie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung: Mehr als 40 Prozent der Befragten mit Bildschirmarbeit klagten über Nacken- oder Rückenbeschwerden. 15 Prozent gaben an, im Homeoffice völlig neue Beschwerden entwickelt zu haben, bei weiteren 19 Prozent verschlimmerten sich bestehende Beschwerden. Die ergonomische Ausstattung spielt dabei eine entscheidende Rolle: Wer schlecht ausgestattet zu Hause arbeitet, hat ein deutlich höheres Risiko für Nacken- oder Rückenschmerzen.
Homeoffice-Hacks: Schon kleine Hilfsmittel machen einen Unterschied
Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist eine gute, langfristige Investition in mehr Rückengesundheit, aber nicht die einzige Möglichkeit. Ergonomische Tastaturen und Mäuse verhindern ein Abknicken der Handgelenke und beugen so nicht nur Schmerzen in den Händen, sondern auch Verspannungen im Nacken vor. Eine dynamische Sitzauflage entlastet durch mehr Positionswechsel die Bandscheiben und ergänzt einen gewöhnlichen Küchenstuhl zu einem etwas rückenfreundlicheren Sitzmöbel. Tischaufsätze können bereits vorhandene Tische im Handumdrehen zum Stehtisch machen.
Das beste Mobiliar hilft jedoch wenig, wenn der Arbeitsalltag zum starren Sitzmarathon wird. Das Wichtigste für den Rücken sind Bewegung und Positionswechsel. „Hier kann das Homeoffice durch mehr räumliche Flexibilität sogar besondere Vorteile bieten. Stehen Sie beim Online-Meeting auf einem Balancekissen am Sideboard, laufen Sie beim Telefonieren in der Wohnung herum oder legen Sie sich aufs Sofa, wenn Sie Mails und Unterlagen lesen.“, empfiehlt Hinck. Darüber hinaus ist es gerade im Homeoffice wichtig, auf feste Bewegungspausen zu achten, wie etwa einen kurzen Spaziergang in der Mittagspause.
Orientierung im Möbel-Dschungel: das AGR-Gütesiegel für Ergonomie
Das AGR-Gütesiegel „Geprüft & empfohlen“ kennzeichnet Produkte aus allen Lebensbereichen, die von einem unabhängigen, interdisziplinären Prüfgremium mit Experten aus den Bereichen Medizin, Therapie sowie Sport- und Bewegungswissenschaft als besonders rückenfreundlich bewertet wurden – auch Möbel und Zubehör fürs Homeoffice. „Gerade im Homeoffice verlassen sich viele auf ihr eigenes Gefühl bei der Wahl der Möbel. Mit dem AGR-Gütesiegel geben wir eine unabhängige Orientierung, welche Produkte tatsächlich rückenfreundliches Arbeiten unterstützen“, betont Hinck.
Weitere Informationen rund um den Schreibtisch und Tipps und Anregungen für die Arbeit im Homeoffice auf der Webseite des Anbieters.
Quelle: Aktion Gesunder Rücken
Bildquellen: Bild 1: Symbolbild © AdobeStock_svitlychnaja; Bild 2: R-Go; Bild 3: Dauphin