Abfallvermeidung mit nachhaltigen Etiketten
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Ob Kleidung oder Lebensmittelverpackung, Etiketten sind praktische und nützliche Hilfsmittel für Werbung und Preisauszeichnung.
Doch nach dem Verkauf erzeugen sie eine Menge Müll. Sind nachhaltige Etiketten eine sinnvolle Alternative? Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen oder recycelten Materialien und leisten dadurch einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Nachhaltige Etiketten vermindern den Ressourcenverbrauch und unterstützen den Wertstoffkreislauf.
Aus welchen Materialien bestehen nachhaltige Etiketten?
Nachhaltige Etiketten werden aus vielen verschiedenen Materialien angefertigt, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften haben. Die Nutzung von Graspapier, das aus Zellstoff und Gras-Pellets besteht, spart Energie und Wasser bei der Herstellung. Die Produktion von Etiketten aus Altpapier schont den Holzeinschlag. Bagasse ist ein Reststoff der Zuckerrohrverarbeitung und zeichnet sich durch papierähnliche Fasern aus.
Eine gute Wahl ist zudem Steinhaftpapier. Es wird aus Kalksteinmehl hergestellt und enthält kein Holz. Auch für Holzpulp müssen keine Bäume gefällt werden, denn es handelt sich um einen Zellulosebrei für die Produktion von Zellglas. Aus diesem Grundstoff lassen sich ebenso Etiketten fertigen. Hier ein Überblick über die möglichen Materialien für nachhaltige Etiketten:
- Graspapier
- Holzpulp
- Recyclingpapier
- Bagasse
- Steinhaftpapier
Die nachhaltige Herstellung von Etiketten
Zur Nachhaltigkeit gehört nicht nur die ressourcenschonende Materialauswahl, sondern auch die umweltfreundliche Herstellung. Ökologische Farben verwenden wasserbasierte Systeme und werden durch einen umweltschonenden und modernen UV-Druck aufgebracht. Die Verwendung von lösungsmittelfreiem Kleber reduziert schädliche Chemikalien. Zugleich lässt er sich flexibel aufbringen und sorgt für eine solide Haftschicht. Achten Sie beim Erwerb von Etiketten ausserdem auf Nachhaltigkeitssymbole wie den Blauen Engel oder FSC. Sie signalisieren eine umweltfreundliche Produktion und eine nachhaltige Forstwirtschaft.
- ökologische Farben
- lösungsmittelfreier Kleber
- moderner UV-Druck
- Zertifizierungen
Herstellung und Standards
Als nachhaltige gelten Etiketten, für deren Fertigung mindestens zwei kompostierbare Komponenten verwendet werden. Zumeist handelt es sich dabei um den Klebstoff und das Obermaterial. Mittlerweile gibt es aber auch nachhaltige Trägermaterialien. Besonders wichtig ist die gute Bedruckbarkeit. Herkömmliche Etiketten nutzen dafür meistens PVC, PE oder PET oder eine Kombination dieser Kunststoffe mit Papier.
In manchen Fällen kommt eine Folie oder ein Lack hinzu, um die Oberfläche wetterfest zu machen und vor Abnutzung zu schützen. Viele dieser Materialien lassen sich allerdings nicht recyceln oder kompostieren. Eine gute Alternative sind natürliche Rohstoffe, wie Grasfaser, Steinmehl, Zuckerrohr, Zellstoff und Holzpulp. Als Obermaterial lassen sich diese Stoffe gut bedrucken und gestalten. Zugleich erzielen sie eine ansehnliche Robustheit und Haltbarkeit.
Praktische Vorteile nachhaltiger Etiketten
Ein praktischer Vorzug nachhaltiger Etiketten ist, dass der Kunde es bei der fachgerechten Entsorgung nicht von der Verpackung ablösen muss. Eine Papier- oder Pappverpackung kann einschliesslich Etikett ins Altpapier gegeben und recycelt werden. Wenn die Etiketten nicht dem Recycling zugeführt werden, sind sie vollständig kompostierbar. So lässt sich eine Umweltbelastung vermeiden.
Können auch Kunststoffetiketten nachhaltig sein?
Es gibt besondere Kunststoffe, die der Norm EN 13432 entsprechen und industriell kompostiert werden können. Aus den sogenannten Bio-Kunststoffen können Etiketten gefertigt werden, die ebenso reiss-, kratz- und wasserfest sind wie normale Kunststoffetiketten. Achten Sie darauf, dass beim Kunststoffdruck auch kompostierbare Druckfarben zum Einsatz kommen.
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