Strahlenschutzbericht 2025: Grenzwerte in Schweizer Kernanlagen deutlich eingehalten

Brugg (ots) –

Die Schweizer Kernanlagen hielten 2025 die gesetzlichen Vorgaben für die Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umwelt und zur Strahlenexposition ihres Personals mit grossen Margen ein. Das zeigt der Strahlenschutzbericht 2025 des ENSI.

Die potenziellen Dosen für die Bevölkerung aus dem Betrieb der Kernanlagen lagen im Jahresmittel unter 0,01 Millisievert und damit auf einem sehr tiefen Niveau. Der in der Strahlenschutzverordnung festgelegte Grenzwert für die jährliche Strahlenexposition der Bevölkerung durch Abgaben aus Kernanlagen beträgt 1 Millisievert.

Permanente Dosisleistungsüberwachung online einsehbar

Zur automatischen Überwachung der Dosisleistung in der Umgebung der Kernkraftwerke betreibt das ENSI das System MADUK. Es umfasst 57 Messsonden deren Messwerte auf der ENSI-Website in Echtzeit abrufbar sind.

Stilllegung und Rückbau im Fokus

Das ENSI beaufsichtigt auch Stilllegung und Rückbau. Radiologisch anspruchsvolle Arbeiten wie die Zerlegung von Kerneinbauten, wie sie derzeit im ehemaligen Kernkraftwerk Mühleberg stattfinden, erfordern angepasste Schutz- und Überwachungsmassnahmen und eine entsprechende Aufsicht. Mit Blick auf die von der Axpo angekündigte Stilllegung des Kernkraftwerks Beznau ab 2032/33 nutzt das ENSI die Erfahrungen aus Mühleberg für seine Vorbereitung.

SMR, Drohnen und IT-Sicherheit

Das ENSI entwickelt seine Aufsicht laufend weiter. 2025 standen unter anderem Arbeiten am regulatorischen Rahmen für mögliche zukünftige Small Modular Reactors (SMRs) sowie Fragestellungen zu Drohnen und zur IT-Sicherheit im Fokus.

Weitere Informationen: Strahlenschutzbericht 2025 auf ensi.admin.ch

Pressekontakt:

Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI
Industriestrasse 19
CH-5201 Brugg
+41 56 460 85 70
E-Mail: info@ensi.ch

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