Elite Quality Index 2026: Asien nimmt Spitzenposition ein – Schweiz fällt zurück
von belmedia Redaktion ➔ business24.ch Arbeitswelt Ausbildung & Studium Beruf Bildung Business businessaktuell.ch Hochschule Innovation Karriere nachrichtenticker.ch News
Der Elite Quality Index 2026 (EQx2026) der Universität St.Gallen ist eine volkswirtschaftliche Analyse, die untersucht, wie wirtschaftliche, politische und wissensbasierte Geschäftsmodelle („Eliten“) in 151 Ländern zur nachhaltigen Wertschöpfung und sozialen Entwicklung beitragen. Der EQx2026 ist die 7. Ausgabe der internationalen Vergleichsstudie.
Während Kennzahlen wie das BIP oder Arbeitslosenzahlen vor allem vergangenheitsbezogene Zustände abbilden, konsolidiert der Elite Quality Index (EQx) seine Daten zu einem zukunftsgerichteten Bild. Er erlaubt den Vergleich von Ländern ebenso wie Prognosen gesellschaftlicher Entwicklungen. Der Begriff der „Elite“ bezeichnet im Elite Quality Index jene Geschäftsmodelle, die das meiste Einkommen generiert haben – von der Finanz- und Unternehmenswelt bis hin zu Gewerkschaften und öffentlichen Administrationen.
Asien schafft Voraussetzungen für zukünftigen Wohlstand
Angeführt wird das Ranking des EQx2026 von Ländern in Asien. Singapur bleibt auf Rang 1, Japan steigt auf Rang 3, Korea behauptet sich auf Rang 6, und China springt auf Rang 11 (zuvor Rang 19). Indien, Indonesien und Vietnam setzen ihren Aufstieg fort. Die asiatischen Volkswirtschaften zeigen, dass starke Investitionen in Technologie, physische und soziale Infrastruktur den Fortschritt und das Wachstum langfristig sichern.
Neben der Entwicklung in Asien steht ein weiterer zentraler Befund: „In diesem Jahr wird zunehmend deutlich, dass Innovation und künstliche Intelligenz eine entscheidende Rolle für aktuelles Wachstum und den zukünftigen Erfolg eines Landes spielen. Länder, deren Eliten-Modelle proaktiv in intelligente Infrastrukturen investieren, profitieren bereits davon“, sagt Guido Cozzi, Co-Herausgeber des Elite Quality Index.
Wichtige Ergebnisse
- Schweiz fällt auf Rang 4
Die Schweiz rutscht von Rang 3 auf Rang 4 ab und setzt einen leichten dreijährigen Abwärtstrend fort. Der EQx2026 zeigt, dass die Schweiz als ehemalige Spitzenreiterin weiterhin die weltweit ausgewogenste politische Ökonomie aufweist, zugleich jedoch ein unzureichendes Mass an sog. „kreativer Zerstörung“, also Innovation zeigt und an trägen wirtschaftlichen Eliten-Modellen leidet.
- USA bleiben auf Rang 2
Die Vereinigten Staaten halten ihren zweiten Platz. Ihre starke Position wird durch die führende Rolle in der KI-Entwicklung und im Technologiesektor getragen. Das ist bemerkenswert, gerade angesichts der politischen Entwicklungen im Umfeld des Weissen Hauses.
- China springt auf Rang 11
China steigt von Rang 19 auf Rang 11 und ist damit das einzige Nicht-Hochlohnland unter den Top 20. Der Aufstieg verdeutlicht, wie sich politische und wirtschaftliche Abstimmung rasch in Wertschöpfung übersetzt, während China zugleich seine Investitionen in KI und fortgeschrittene Industrien intensiviert.
Eliten an der Spitze von Geschäftsmodellen spielen eine herausgehobene Rolle bei der Gestaltung gesellschaftlicher Strukturen, da sie Ressourcen koordinieren und allokieren. Nutzen Eliten ihre Macht zur Wertschöpfung, vergrössern sie den gesellschaftlichen „Kuchen“ und ein Land prosperiert; setzen sie ihre Macht hingegen zur Wertabschöpfung ein und konzentrieren sich auf ihren eigenen Anteil, folgen Stagnation und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit sozialer Unruhen.
Der EQx konsolidiert Daten von 148 internationalen Wirtschafts-, Politik- und Finanzorganisationen wie der Weltbank und den Vereinten Nationen. Er erfasst die nachhaltige Wertschöpfung im Vergleich zur Wertabschöpfung in Bereichen wie KI, Umwelt, Handel, in Finanz- und Sicherheitssystemen.
Interaktive EQx-Plattform
Die EQx2026-Ausgabe sowie sämtliche Daten der vergangenen sechs Jahre sind auf einer interaktiven und benutzerfreundlichen Webseite verfügbar, einem frei zugänglichen Angebot der HSG.
Quelle: Universität St.Gallen (HSG)
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